Ausgabe Nummer 32 (2005)
Gold- und Silberdiplome für Thurgauer Weine
12. Internationale Weinprämierung Zürich
Gold- und Silberdiplome für Thurgauer Weine
An der 12. Internationalen Weinprämierung der Expovina in Zürich wurden gesamthaft 1924 Weine eingereicht. Von den 1255 Weinen wurden 181 mit Gold, 429 mit Silber und 349 mit dem Ehrendiplom ausgezeichnet. Für den Kanton Thurgau gab es 2 Gold- und 4 Silberdiplome.
Bereits die Eckzahlen der diesjährigen von der Expovina zum 12. Mal durchgeführten Weinprämierung zeigt die Bedeutung dieses Wettbewerbes auf. Gesamthaft haben 311 Betriebe 1924 Weine eingereicht. An vier Degustationstagen im Juni haben mit 32 Helfern im Hintergrund 125 anerkannte und ausgewiesene Degustatoren in 96 200 einzeln aufgeführten Degustationsurteilen die Weine getestet, wobei man sich auf das Bewertungssystem für internationale Degustationswettbewerbe mit einer Wertungsskala von 100 Punkten stützte. Wer einen Wein angemeldet hatte, musste gewährleisten, dass der betreffende Wein in der Preisliste des Betriebes aufgeführt ist, davon mindestens 2000 Flaschen im Angebot sind, wobei bei Spezialitäten deren 500 gefordert vorgeschrieben waren.
Mit der internationalen Weinprämierung wollen wir das Vertrauen der Weinkonsumenten in die auf dem Schweizer Markt angebotenen Weine stärken, betonte Martin Wiederkehr in seiner Funktion als Mitglied der technischen Kommission. Zudem hat die Degustation einen Überblick über die Qualität und die Breite des aktuellen nationalen und internationalen Weinangebotes auf dem Schweizer Markt gegeben. Gemäss Wiederkehr haben sich Selbstkelterer, Einkellerer und Weinhändler beteiligt. Wiederkehr nahm aufgrund der Degustation auch eine Beurteilung des Schweizer Weinmarktes vor und machte gewisse Trends aus. So ist der Sauvignon blanc in der Schweiz stark am Kommen. Der Johannisberg mit der Sorte Silvaner erlebt eine Renaissance. Vor allem im Wallis liegt die Sorte Syrah im Trend. Anderseits haben gemäss Wiederkehr der Cabernet Sauvignon und der Chardonnay mit grosser Wahrscheinlichkeit den Verkaufszenit erreicht. Grundsätzlich liegen erfreulicherweise nebst den Weinen aus Italien und Spanien die Schweizer Weine im Trend, während sich der rückläufige Weinmarkt mit französischen Weinen sich langsam zu stabilisieren beginnt.
Starke Schweizer Weine überzeugten
Die Schweizer Weine können im internationalen Vergleich durchaus mithalten, wie eine Gesamtbeurteilung zeigt. Von den 1255 eingereichten Schweizer Provenienzen wurden deren 181 mit dem Gold-, weitere 429 mit dem Silber- und 349 mit dem Ehrendiplom ausgezeichnet. Damit liegen die Schweizer Weine exakt auf dem gesamten Durchschnittsniveau sämtlicher geprüften Weine. Bestätigt wird die Schweizer Spitzenposition gemäss Othmar Stäheli, Chefredaktor der Schweizer Weinzeitung, mit dem Umstand, dass von 29 Weinen, welche mehr als 92 Punkte erzielt haben, deren 18 aus der Schweiz kommen. Mit der Traumpunktzahl von 98 Punkten, welche auch die höchste aller beteiligten Weine darstellt, wurde der «Petit Arvine Flétrie 2003» von Caveau de Salquenen ausgezeichnet. Von den 18 bestbenoteten Schweizer Weinen mit 98 bis 92 Punkten kommen deren 9 aus dem Wallis, 4 aus der Deutschschweiz, 3 aus dem Tessin und 2 aus dem Waadtland. Mit 93 Punkten erzielte der Malanser Bothmargut 2004 von den Volg-Weinkellereien das beste Deutschweizer Resultat. Der Dagmarseller Dessertwein von Thomas und Inés Bisang-Heller wurde mit ebenfalls 93 Punkten belohnt. Weiter gab es je 92 Punkte für die Sommerhalder Spätlese 2003 von Martin Hartmann in Remigen und für den Pinot Noir, Reserve Barrique 2002 vom Weingut zum Sternen von Andreas Meier. Gesamthaft verteilen sich die Deutschweizer Golddiplome auf je 2 Zürcher, Bündner, St. Galler und Thurgauer Weine, je 1 auf Weine aus Luzern und Basel, 9 auf den Aargau und 7 Schaffhauser Weine.
6 Gold- und Silberdiplome für den Thurgau
Die Thurgauer haben an der Weinprämierung ebenfalls erfolgreich abgeschlossen. Gesamthaft wurden 23 Weine eingereicht, wovon deren 2 mit dem Gold- und 4 mit dem Silberdiplom ausgezeichnet worden sind. Deren 8 erhalten zudem das Ehrendiplom. Die höchste Punktezahl erreichte der Fortikus 2002, welcher von der Landolt Weine AG aus Trauben von der Lage Chrachenfels in Neunforn gekeltert wurde. Gleich fünfmal ein Diplom gewann das Weingut Saxer in Nussbaumen. Mit Gold wurde der Barrique Nussbaumen Pinot Noir 2002 ausgezeihnet. Je Silber gab es für den Nussbaumen Exclusiv Pinot Noir 2004, Nussbaumer Chardonnay 2004, Nussbaumer Pinot Noir 2004 und den Cuvée vin Rouge Pinot Noir-Regent Dornfelder.
