Es muss nicht immer eine Wurst oder ein Stück Fleisch sein, auch Fisch, Gemüse, Kartoffeln oder Früchte, sogar frisches Brot, können auf dem Grill «gluschtig» zubereitet werden. Die besondere Nuance gibt man den Grilladen mit einer raffinierten Marinade.
Allgemeine Tipps zum Grillieren
- Für eine gute Krustenbildung: Fleisch mindestens ein halbe Stunde (grosse Stücke ein Stunde) vor dem Grillieren aus dem Kühlschrank nehmen.
- Fleisch, wegen raschen Verderbens, vor direkter Sonnenbestrahlung schützen.
- Erst grillieren, wenn es keine Flammen mehr hat, dann ist die Glut mit einer weissen Aschenschicht belegt.
- Fleisch nicht zu nahe an der Glut braten und darauf achten, dass möglichst kein Fett in die Glut tropft.
- Während des Grillierens keine Holzkohle nachlegen.
- Schweinefleisch und Geflügel durchbraten. Lamm-, Kalb- oder Rindfleisch darf noch rosa sein.
- Nach dem Grillieren Fleisch in Alufolie einwickeln und zirka zehn Minuten nachziehen lassen. Der Fleischsaft verteilt sich dabei gleichmässig und läuft beim Schneiden weniger aus.
In der Marinade liegt die Würze
Marinaden verleihen allem, was grilliert wird, das besondere Etwas. Sie unterstreichen den Geschmack mit einer Nuance: mild, pikant, süss-sauer, scharf oder gar exotisch.
Marinaden sind dünn- bis dickflüssige Würzmischungen, die Öl, etwas Säure (Essig, Zitronensaft, Apfelsaft, Wein), Gewürze und Kräuter enthalten, je nachdem auch Honig, Zucker, Chili usw. Der Vielfalt und somit der Geschmacksrichtung sind kaum Grenzen gesetzt, es lohnt sich, auszuprobieren.
- Marinade ohne Salz zubereiten. Es entzieht dem Fleisch Saft. Grillgut, wenn nötig, kurz vor oder nach dem Braten salzen.
- Marinaden sollen dickflüssig sein, damit sie gut haften und nicht auf die Glut tropfen.
- Beim Marinieren wird das Fleisch mürber, nimmt Aromastoffe auf und kann sparsam gesalzen werden.
- Öl in der Marinade verhindert ein Austrocknen und Verbrennen der Kräuter und Gewürze.
- Damit Marinaden ihre volle Würzkraft entfalten und das Grilliergut aromatisch wird, braucht es genügend Zeit. Dünne Stücke zirka eine Stunde, grössere mehrere Stunden im Kühlschrank marinieren.
- Marinade vor dem Grillieren gut vom Fleisch abstreifen, während des Bratens gelegentlich damit bepinseln.
Marinade-Rezepte: jeweils für zirka 800 g Geflügel, Kalb-, Schweine- oder Lammfleisch
Honig-Marinade
Zutaten und Zubereitung:
3 Esslöffel flüssiger Honig
1 Esslöffel Sojasauce
1 Esslöffel Zitronensaft
2 Esslöffel Sesamöl
1 Knoblauchzehe, gepresst
wenig Tabasco
1 Esslöffel Sesamsamen
Alle Zutaten verrühren, zugedeckt zirka 30 Minuten ziehen lassen.
Kräuter-Marinade
Zutaten und Zubereitung:
je 1 Esslöffel Petersilie, Thymian, Majoran und Oregano, gehackt
1&Mac218;2 Esslöffel eingelegte, grüne Pfeffer-
körner, abgetropft, fein gehackt
2 Esslöffel Kräutersenf
1 Esslöffel Kräuteressig
4 Esslöffel Rapsöl
Alle Zutaten verrühren, zugedeckt zirka 30 Minuten ziehen lassen.
Senf-Marinade
Zutaten und Zubereitung:
1 Esslöffel Senfpulver oder Senf
1 Esslöffel Tomatenketchup
2 Esslöffel Rotwein
4 Esslöffel Öl
1&Mac218;4 Teelöffel Cayennepfeffer
Alle Zutaten verrühren, zugedeckt rund 30 Minuten ziehen lassen. Vor Gebrauch nochmals gut verrühren.
LBBZ Arenenberg, Hauswirtschaftliche Bildung, Marianne Barth
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