Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
26. Juni 2020


Grosse Regionalviehschau in Oberstammheim

Ausgabe Nummer 23 (2018)

An der diesjährigen Regionalviehschau Stammheim sicherten sich die Teilnehmer aus dem Thurgau und Schaffhausen die Spezialpreise. Die Kuh Tina aus Dörflingen gewann gleich drei.

Der Viehzuchtverein Unterthurgau und Umgebung erstreckt sich über das gesammte Stammertal. In den letzten Jahren führte er im Zweijahresrhythmus seine Regionalschau beim Werkgebäude in Oberstammheim durch, wo jetzt auch die jüngste Auflage stattfand. Hier findet man die ideale Infrastruktur für eine solche Schau. «Wir konnten 9 Mitglieder und einen Gast mit beachtlichen knapp 80 Tieren für die Teilnahme an dieser Regionalschau, welche sich über drei Kantone erstreckt, motivieren», zeigte sich Hanspeter Farner vom OK erfreut. Doch bezüglich der Milchviehhaltung geht der Aderlass auch im Stammertal ungebremst voran, indem ein weiteres aktives Mitglied in diesem Jahr die Milchviehhaltung aufgibt. Entsprechend ist die mittelfristige Zukunft dieser Schau gefährdet. Dem zum Trotz kam es aber zu dieser erfreulich grossen Auffuhr an Tieren, welche insgesamt in 9 Abteilungen, entsprechend der Laktationen und Rasse mit Swiss Fleck (SF) und Redholstein (RH), in der ersten Hälfte des Vormittages eingestellt werden mussten. Der Bischofszeller Richter Peter Bissegger stand für die Beurteilung im Einsatz. «Ich darf von einem beeindruckenden Zuchtbestand Kenntnis nehmen», zeigte er sich bei der Präsentation einer eingestellten Abteilung erfreut. Gerade die vielen, bezüglich dem Zuchtziel und Format sehr einheitlichen Kühe, machten seine Arbeit sehr anspruchsvoll. Dabei ist festzustellen, dass man im eher ackerbaugeprägten Zuchtgebiet auch auf Langlebigkeit setzt. Allein für die zusammengelegte Abteilung Dauerleistungskühe mit 6 und mehr Laktationen sind deren 14 Tiere aufgeführt worden. Weitere 6 RH standen in der Abteilung 4. und 5. Laktation und 11 bei den HF-Kühen. Zugleich konnte mit der HF-Marinero-Tochter Carolin aus dem Stall von Gerhard Wiesmann (Oberneunforn) eine Kuh für eine Lebensleistung von über 100 000 kg ausgezeichnet werden. Die Incas-Tochter Niagara (5. Laktation) aus dem Stall von Michael Maier (Eschenz) wurde als Miss Protein ausgezeichnet.

Drei Miss-Titel
Im zweiten Teil des Vormittags standen die verschiedenen Spezialpreise an. Für den Betriebscup konnten die Züchter drei Tiere der eigenen Wahl in den Ring führen. Hier setzte sich das Trio Britta (HF, 3. Laktation, Kevin), Pesaca (RH 4./5. Laktation, Kevin) sowie RH Jamaica von Michael und Marianne Sommer (Schlatt) durch.
Wer wird wohl das letzte Rennen um die drei Miss- Titel als Schauhöhepunkt machen? Für die beiden Miss Schöneuter HF und SF durften die Züchter ein Tier nach eigener Wahl in den Ring führen. Bei den RH-Kühen war es die Zweitmelkkuh die Big-Apple-ET Jamaica, welcher Bissegger am meisten überzeugte, und die sehr starke Kuh zur Miss kürte. Bei den SFTieren setzte sich als Miss Schöneuter Tina durch. Sie steht in der 4. Laktation und ist eine Incas-Tochter aus dem Stall von Bernhard Suter (Dörflingen).
Für die abschliessende Wahl der Miss Stammertal wurden sämtliche Abteilungssiegerinnen über alle Rassen in den Ring geführt. Schlussendlich fiel die Wahl erneut auf die Kuh Tina von Suter. «Diese Kuh entspricht am besten dem gesamten Zuchtziel von Swiss-Fleck», begründete Bissegger seinen schwierigen Entscheid, musste er doch aus drei Top-Tieren wählen.


Roland Müller










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