Ausgabe Nummer 27 (2005)

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Grosserfolg für erste Thurgauer Weingourmetwanderung

Ausgebucht – über tausend Wanderlustige liessen sich von Weinbauern verwöhnen

Grosserfolg für erste Thurgauer Weingourmetwanderung

Welch ein Tag, welch ein Anlass! Ein Erfolg auf der ganzen Linie war die erste Thurgauer Weingourmetwanderung vom Samstag, 26. Juni 2005, am Ottenberg oberhalb von Weinfelden. Petrus und dem Weinbauverein Ottenberg sei Dank: Nur Wanderer mit fröhlichen Gesichtern waren auf den Wegen durch die Rebberge anzutreffen.

Alle genossen den herrlichen Tag zwischen den Reben im Herzen des Thurgaus. (hv)

Es schien, als hätten die ganze mittelländische Schweiz bis ins Rheintal und der Reuss auf diesen Anlass gewartet. Aus dem Appenzell, dem St. Gallischen, den Kantonen Bern, Aargau und Zürich und natürlich auch aus unserem Nachbarland Deutschland kamen sie angereist. «Mit 300 Anmeldungen sind wir glücklich», tönte es noch einen Monat vor dem Anlass aus dem OK. Als dann das Tausend erreicht war, konnten keine Anmeldungen mehr berücksichtigt werden.

Wandern und geniessen

Freundlicher Empfang am Bahnhof, wo die Halsumhängetaschen mit Weinglas und Wasserbecher und der Apéro gereicht wurden. Die meisten Teilnehmer hatten es vorgezogen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und waren deshalb mit wenigen Schritten beim Empfang durch die Gastgeber. Und dann gings los, durch die letzten Häuser Weinfeldens auf die Verbindungsstrasse nach Boltshausen – dem praktisch einzigen geteertes Stück Strasse auf der ganzen Route. Die Wärme sorgte dafür, dass die Wanderer ein gemässigtes Tempo, ohne zu viel Ehrgeiz, einschlugen. Mütze, Sonnenschirme und Wasserflaschen waren die wichtigsten Utensilien an diesem Tag.

Hoch nach Ottoberg

In Boltshausen war Suppenpause. Eine köstliche Rieslingsuppe vom Eigenhof in Weinfelden mit den dazu passenden Weinen, genossen im Schatten der Sonnenschirme, gab wieder neue Energie. Natürlich wurde auch Wasser für gar durstige Seelen ausgeschenkt. Der Dorfbrunnen, gefüllt mit herrlichen Rosenblüten, entzückte die Wanderer im kleinen Dorf.
Nach der Pause gings steil bergauf mitten durch die Rebberge. Mit gemütlichem Gehen wurde auch der Aufstieg nach Ottoberg geschafft. Ottoberg ist ein kleines Weinbauerndorf mit schönen alten Riegel-häusern. Und schon war man bei der zweiten Rast angelangt.

Hoch über dem Thurtal

Unter der schattenspendenden alten Linde schmeckte das Gerstotto aus der Küche des Restaurants Eisenbahn in Weinfelden köstlich. Die Köche boten für einmal ein Schaukochen unter freiem Himmel. Mancher Schweisstropfen floss da, bis alle Teilnehmer verköstigt waren. Weiter gings zum Waidli, einem alten Riegelhaus mitten im Weinberg. Hier bruzzelte der Hauptgang, zubereitet vom Gasthaus zum Trauben, Weinfelden. Während des Essens konnte der Blick über das Thurtal bis in die Alpen schweifen. Durch die Reben gings locker weiter zur Sunnehalde, wo Käse und Früchtebrot aus dem Restaurant Thurberg auf die Wanderer wartet, mit köstlichem Wein und einem herrlichen Ausblick in die Weite.

Zurück nach Weinfelden

Die grosszügige Beschilderung des ganzen Wegs zeigte jetzt wieder Richtung Weinfelden, zum Haffterhof, wo die Wirtschaft zum Löwen köstliches Rhabarbermousse mit frischen Erdbeeren anbot. Und auch hier wieder wie überall: Der passende Wein in verschiedenen Ausgaben. Insgesamt 28 Weine konnten auf der ganzen Route de-gustiert und getrunken werden. Wer noch nicht genug hatte, konnte den herrlichen Tag bei weiteren Köstlichkeiten vor dem Weinkeller Felsenburg geniessen.

Tolles Echo

Die erste Weingourmetwanderung im Thurgau ist vorbei. Die zahlreichen positiven Reaktionen auf diesen Anlass, die hervorragende Organisation, das köstliche Angebot in Sachen Wein und Speisen fordern eine zweite Durchführung im nächsten Jahr. Wo sie stattfinden wird, steht noch nicht fest. Lassen wir uns überraschen!

Heidi Vetter, TWV