Ausgabe Nummer 4 (2008)

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Grüne Woche Berlin: Viele Komplimente für den Thurgau

Die Schweiz zeigte sich von der besten Seite und löste bei den Besuchern Emotionen aus.

Der Auftritt der Schweizer Landwirtschaft an der Internationalen Grünen Woche Berlin mit modernen und traditionellen Elementen weiss die Zuschauer zu begeistern. Auch die Schweizer Ausstellungshalle wird in den höchsten Tönen gelobt.

«Frau Bundesrätin Doris Leuthard, mit Heidi und Peter haben Sie zwei wunderbare Botschafter für die Schweiz und ihre hervorragenden landwirtschaftlichen Produkte », stellte Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit anlässlich der Eröffnung der Grünen Woche in Berlin vom Donnerstagabend fest.

Thurgauer in Hauptrollen
Die Eröffnungsfeier vor über 5000 gutgelaunten Zuschauern wurde von Projektleiter Urs Schneider, Bissegg, und seinem Team massgebend geprägt. Auf sympathische Art wurde die Schweiz mit ihrer modernen und leistungsfähigen Landwirtschaft vorgestellt. Neben Angela Sauter als Heidi und Florin Schneider als Peter, die in Bissegg die 6. Klasse besuchen und mit ihrer erfrischenden Moderation viele Sympathien holten, war auch das Alphornquartett Egnach mit von der Partie. In ihrer Grussbotschaft sprach Bundesrätin Doris Leuthard von einer selbstbewussten Schweizer Landwirtschaft, die qualitativ hochwertige Produkte herstelle und deshalb auch im Export sehr erfolgreich sei. Eindrücklich war das Schlussbild, als in der Kongresshalle 2000 Schweizer Fähnchen geschwungen wurden und die Schellenschüttler aus Herisau ihr Bestes gaben.

Sympathische Schweiz
Die Eröffnungsfeier wusste vor allem beim deutschen Publikum zu gefallen. So sagte ein deutscher Besucher: «Ich hatte schon immer sehr grosse Sympathien für die Schweiz. Mit dieser gelungenen Vorstellung sind diese nochmals wesentlich gestiegen. Ich werde nun beim Einkauf bestimmt vermehrt auf Schweizer Agrarprodukte achten.»
An der Pressekonferenz von Bundesrätin Doris Leuthard und auf dem Eröffnungsrundgang der prominenten Messebesucher sorgte Nicolas Senn mit seinem Hackbrett für gute Stimmung. Am Stand «Ferien auf dem Bauernhof» versuchte Rita Barth aus Altnau, die Schweizer Landwirtschaft als Ferienparadies vorzustellen.

Raclettekäse aus dem Thurgau
Hansjörg Walter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbands, war auch auf verschiedenen Botschaften wie Neuseeland, Deutschland, Österreich und Frankreich zu bilateralen Gesprächen eingeladen. Andreas Binswanger, Claus Ullmann und Hermine Hascher vom Thurgauer Bauernverband, sowie Hans Stettler, Chef des kantonalen Landwirtschaftsamtes, besuchten verschiedene Fachveranstaltungen und natürlich auch die Schweizer Ausstellungshalle. Im Messerestaurant wurde Raclettekäse der Strähl Käse AG aus Siegershausen serviert.

Bundesrätin verteilt Komplimente
«Heidi und Peter aus dem Thurgau haben die Herzen der Messebesucher und der internationalen Medienvertretern geöffnet. Die vom Thurgauer Urs Schneider und seinem Team vorbereiteten Eröffnungsfeier und der Messeauftritt sind professionell, wecken positive Emotionen und sind ein voller Erfolg», erklärte Bundesrätin Doris Leuthard.

Thurgauer unterstützt Leuthard
Während ihrem Aufenthalt in Berlin wurde die Bundesrätin vom aus Salmsach stammenden Direktor vom Bundesamt für Landwirtschaft, Manfred Bötsch, unterstützt. Wie Bötsch erklärte, wurde bei den bilateralen Gesprächen nicht nur über die Verhandlungen zu einem Agrarfreihandelsabkommen Schweiz?EU, sondern auch über die Lebensmittelsicherheit, die Verknappung der landwirtschaftlichen Rohstoffe, Klimawandel und anderes mehr gesprochen.

Walter auf Verhandlungstour
Für Nationalrat Hansjörg Walter war vor allem das Gespräch mit Horst Seehofer, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, und Mariann Fischer Boel, Mitglied der Europäischen Kommission Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, sehr wertvoll. Dabei ging es um den Ausstieg aus der Milchkontingentierung und der landwirtschaftlichen Produktion alternativer Energien. Interessant taxiert Walter auch die Gespräche der Schweizer Delegation mit der Vertretung Polens, welche neue Exportmöglichkeiten aufzeige. Walter freute sich über die unzähligen Komplimente von ausländischen Landwirtschaftvertretern, so auch dem Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner, über die Eröffnungsfeier und die Präsentation. Dabei habe der Slogan «Grüezi Berlin ? Schweiz. Natürlich.» voll eingeschlagen.

Stettler und Binswanger beeindruckt
Hans Stettler zeigte sich vor allem von der Grösse der Messe und der wohl grössten Nutztierausstellung beeindruckt. Unvergesslich seien für ihn auch die Gespräche in der Schweizer Botschaft in Berlin. Andreas Binswanger ist von der Eröffnungsfeier und dem Medienecho ganz begeistert und spricht von einem tollen Erfolg der Schweizer Landwirtschaft.

Mario Tosato


Gipfeltreffen der Agrarwirtschaft
An der Internationalen Grünen Woche in Berlin, die es seit 82 Jahren gibt und bis am 27. Januar dauert, präsentieren in diesem Jahr 1610 Aussteller aus 70 Ländern ihre Produkte aus der Land- und Nahrungsmittelproduktion. Die Schweiz hat in diesem Jahr als Partnerland eine besondere Bedeutung. Bund und Kantone haben sich den Auftritt insgesamt 1,6 Millionen Franken kosten lassen. Die Organisatoren erwarten rund 400000 Besucher. (tos)


Florin Schneider und Angela Sauter servieren den prominenten Gästen als Peter und Heidi
Schweizer Käse. (tos)
Florin Schneider und Angela Sauter servieren den prominenten Gästen als Peter und Heidi Schweizer Käse. (tos)