Ausgabe Nummer 11 (2005)

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Grünes am Gründonnerstag

Ernährung und Rezepte
 
Grünes am Gründonnerstag
 
Früher war es üblich, dass am Gründonnerstag etwas Grünes auf den Tisch kam,
beispielsweise Spinat, ein Krautkuchen oder eine «Sieben-Grün-Suppe», auch Gründonnerstags-Suppe genannt. Nach alter Überlieferung – so schreibt Marianne Kaltenbach in ihrem Kochbuch «Ächti Schwizer Chuchi» – musste man am Tag vor dem Karfreitag, der ein Fasttag war, eine Suppe essen, die sieben verschiedene Grün enthielt. Davon hing das Glück (oder Unglück) der kommenden Monate ab. Hier das Rezept dazu:

Gründonnerstags-Suppe

Zutaten:

1 Rüebli
1 Stück Sellerie
1 Lauchstängel
1 l Gemüsebouillon
2 Scheiben Brot
2 Essl. Mehl
1 1/2 Essl. Butter
1 Handvoll Spinat
1 Handvoll Mangold
1 Büschel Sauerampfer
1 Büschel Bärlauch
einige Salatblätter
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
1 Essl. fein gehackter Schnittlauch
1 Essl. fein gehackte Petersilie
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
1 Eigelb
3 Essl. Rahm

Zubereitung:
Rüebli, Sellerie und Lauch grob schneiden. Mit Bouillon 30 Minuten kochen lassen, dann pürieren.
Das Brot in kleine Würfel schneiden und in Bratbutter goldgelb rösten.
Das Mehl in 1 1/2 EL Butter dünsten. Die passierte Gemüsebouillon unter Rühren darübergiessen und aufkochen. Spinat, Mangold, Sauerampfer, Bärlauch und Salatblätter in feine Streifchen schneiden. Knoblauch durchpressen und Zwiebeln fein hacken. Alles zusammen mit Schnittlauch und Petersilie in die Suppe geben, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
Eigelb mit Rahm verklopfen, zur Suppe geben und unter Rühren bis knapp vors Kochen bringen.
Suppe anrichten und mit gerösteten Brotwürfelchen bereichern.

Variante:
Nach Belieben das Grün mit Knoblauch und Zwiebeln kurz in der Bouillon mitkochen und alles zusammen pürieren.


Käsegnocchi mit Bärlauch

Zutaten:

Brühteig:
3 dl Wasser
40 g Butter
1/2 TL Salz
1 Prise Muskat
170 g Mehl
3 Eier
100 g geriebener Käse
Salzwasser
Sauce:
1 1/2 dl Gnocchiwasser
3 gestrichene EL Mehl
1 1/2 dl Milch
1/2 dl Rahm
1 Handvoll Bärlauch, fein geschnitten
Muskat, Pfeffer und Streuwürze
50 g geriebener Käse
20 g weiche Butter

Zubereitung

Brühteig:

Für den Teig Wasser, Butter, Salz, Muskat in einem Pfännchen aufkochen. Von der Herdplatte ziehen und das Mehl aufs Mal hineinschütten. Tüchtig rühren, bis ein zusammenhängender, glatter Teigkloss entsteht. Weiterrühren, bis sich der Teig vom Pfannenboden löst und einen Bodensatz bildet. Leicht auskühlen lassen. Die Eier mit Käse verklopfen, abseits der Platte unter den Teig rühren.
In einer weiten Pfanne Salzwasser aufkochen. Die Gnocchimasse in einen Spritzsack mit glatter Tülle von ca.12 mm füllen. Kleine Würstchen abschneiden und sie ins leicht kochende Wasser fallen lassen. Das Messer immer wieder in die heisse Flüssigkeit tauchen.
Jede Lage 2 Minuten ziehen lassen, bis die Gnocchi steigen. Herausnehmen, abtropfen lassen und in eine bebutterte Gratinplatte legen. Wenig Butter darüber verteilen.

Sauce:
Für die Sauce 1 1/2 dl Gnocchiwasser erhitzen. Das Mehl mit der Milch anrühren und einlaufen lassen. Bärlauch beigeben. Unter Umrühren 5 Minuten ziehen lassen, den Rahm zufügen. Mit Muskatnuss, Pfeffer und Streuwürze abschmecken. Die Sauce über die Gnocchi giessen.
Sbrinz und weiche Butter darüber verteilen und die Gnocchi bei starker Oberhitze 10 Minuten überbacken.

Variante:
Für den Brühteig weniger Käse verwenden, dafür mit fein gehacktem Schinken und Bärlauch mischen. 1/2 – 1 Ei mehr berechnen. Die Gnocchi mit einer Tomatensauce überziehen und Käse darüberstreuen.


LBBZ Arenenberg, Fachstelle Ländliche Hauswirtschaft und Familie, Pia Lenz
 
 
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