Ausgabe Nummer 9 (2009)
Güllen im Februar – oft schade um Gülle und Arbeit
Wenn es abtrocknet und die Böden etwas saugfähig sind, ist es angezeigt, ein paar Fässer
Gülle auszubringen, damit es in der Güllegrube sicher wieder für zehn Tage Platz
hat. Die Pflanzen werden damit noch nicht sehr viel anfangen können. Beim heutigen
hohen Düngerwert der Gülle empfiehlt es sich, mit der grossen Güllegabe noch zuzuwarten.
Sollte das Wetter nochmals grössere Niederschläge bringen, ist der Wert der
Gülle verloren und die ganze Arbeit umsonst. In diesem Fall gefährden wir auch noch
die Umwelt und die Gewässer.
Befahrbarer Boden – saugfähiger Boden für 10 bis 15 Kubikmeter pro Hektare
«Saugfähiger Boden» ist die erste und wichtigste Bedingung, die beim Güllen erfüllt sein muss, wenn der Bedarf der Pflanzen noch nicht offensichtlich ist. Im Acker- und Futterbau genügt es, die Saugfähigkeit des Bodens gefühlsmässig einzuschätzen. Meistens trifft die Aussage zu, dass befahrbarer Boden auch mindestens etwas saugfähig ist. Also ist es möglich geringe Mengen Gülle auszubringen. Die langjährige Empfehlung, unter diesen kritischen Umständen nur auf ebenen Flächen und maximal zehn bis fünfzehn Kubikmeter pro Hektare Gülle auszubringen, ist auch jetzt noch aktuell.
Eine Menge von 10 bis 15 Kubikmeter ist auch deshalb sinnvoll, weil später bei guten Bedingungen auf derselben Fläche nochmals eine «normale» Menge von 20 bis 25 Kubikmetern ausgebracht werden kann. Beide Gaben zusammen ergeben eine angemessene Düngung für den ertragsstarken ersten Schnitt.
Nicht mehr Gülle ausbringen als nötig – es ist schade ums Geld!
Wenn die Pflanzen mit der Gülle noch nicht viel anfangen können, ist es schade, die Gülle schon auszubringen. Wer eine volle Grube hat, wird deshalb nur soviel ausbringen, dass der Platz wieder ausreicht für die nächsten 10 bis 14 Tage. Bei den heutigen Düngerpreisen hat ein Kubikmeter unverdünnte Rindergülle einen Düngerwert «ab Güllegrube» von rund 28 Franken, beziehungsweise 1:1 mit Wasser verdünnt einen solchen von 14 Franken. Die Kosten für Transport und Ausbringung sind mit 3 bis 10 Franken pro Kubikmeter sehr unterschiedlich und verglichen mit dem Ausbringen von Handelsdünger auch sehr hoch. Aber selbst bei hohen Ausbringkosten hat die Gülle auf den Boden zur Pflanze ausgebracht einen Wert von mindestens 5 Franken. Also ist es in jedem Fall schade, jetzt bei unsicherer Vegetationsentwicklung mehr Gülle auszubringen als unbedingt nötig.
Zwei Wochen sorgenfrei – wie viel Gülle muss unbedingt weg?
Wenn die Grube voll ist und nur eine minimale Menge ausgebracht werden kann, ist eine präzise Einschätzung des Gülleanfalls hilfreich.
Die Frage stellt sich – wieviel Gülle muss ich ausbringen, um beispielsweise bei 40 GVE sorgenfrei für zwei Wochen genügend Lagerraum zu haben?
Ausgehend von der bei Bauvorhaben verwendeten Normzahl von 11,5 Kubikmetern Gülle pro GVE in vier Monaten ergibt sich eine Jahresmenge pro GVE von 34,5 Kubikmetern oder pro Tag und GVE knapp 100 Liter. Zusammen mit den Platz- und Hausabwässern muss diese Zahl noch etwas erhöht werden. Ein Anfall von rund 120 Litern Gülle pro GVE und Tag darf als realistisch angenommen werden. Bei 40 GVE ergeben sich damit pro Tag rund fünf Kubikmeter Gülle. Will ich mit 40 GVE zwei Wochen sorgenfrei über die Runden kommen, muss ich demzufolge 70 Kubikmeter Gülle ausbringen. Dazu braucht es unter Berücksichtigung der oben empfohlenen Ausbringmenge rund fünf Hektaren geeignete Fläche, damit das «Problem» gelöst werden kann.
Was tun im absoluten Notfall?
Wenn keine Lösung gefunden werden kann, sollte man sich beim Amt für Umwelt melden und das weitere Vorgehen klären, Telefon 052 724 24 73.
BBZ Arenenberg, Acker- und Futterbau und Betriebsberatung
Gülleraumbörse beim MBR Thurgau – es hat freie Lagerkapazitäten
Im «Thurgauer Bauer» vom 13. Februar wurde die Gülleraumbörse ins Leben gerufen. Christian Wolf, Präsident des MBR Thurgau, ist erfreut über die rege Benutzung der Börse: «Wir konnten schon verschiedene leere Güllegruben vermitteln und haben über den ganzen Kanton verteilt noch immer freie Lagerkapazitäten.»
Wer also leeren Güllelagerraum benötigt oder freien Raum hat – bitte melden beim MBR Thurgau, Tel. 052 366 46 06. Bei Unklarheiten bezüglich Mietpreisen für Güllegruben bitte nachfragen bei BBZ Arenenberg, Beratung, Telefon 071 626 10 50 oder 071 663 33 11.
Befahrbarer Boden – saugfähiger Boden für 10 bis 15 Kubikmeter pro Hektare
«Saugfähiger Boden» ist die erste und wichtigste Bedingung, die beim Güllen erfüllt sein muss, wenn der Bedarf der Pflanzen noch nicht offensichtlich ist. Im Acker- und Futterbau genügt es, die Saugfähigkeit des Bodens gefühlsmässig einzuschätzen. Meistens trifft die Aussage zu, dass befahrbarer Boden auch mindestens etwas saugfähig ist. Also ist es möglich geringe Mengen Gülle auszubringen. Die langjährige Empfehlung, unter diesen kritischen Umständen nur auf ebenen Flächen und maximal zehn bis fünfzehn Kubikmeter pro Hektare Gülle auszubringen, ist auch jetzt noch aktuell.
Eine Menge von 10 bis 15 Kubikmeter ist auch deshalb sinnvoll, weil später bei guten Bedingungen auf derselben Fläche nochmals eine «normale» Menge von 20 bis 25 Kubikmetern ausgebracht werden kann. Beide Gaben zusammen ergeben eine angemessene Düngung für den ertragsstarken ersten Schnitt.
Nicht mehr Gülle ausbringen als nötig – es ist schade ums Geld!
Wenn die Pflanzen mit der Gülle noch nicht viel anfangen können, ist es schade, die Gülle schon auszubringen. Wer eine volle Grube hat, wird deshalb nur soviel ausbringen, dass der Platz wieder ausreicht für die nächsten 10 bis 14 Tage. Bei den heutigen Düngerpreisen hat ein Kubikmeter unverdünnte Rindergülle einen Düngerwert «ab Güllegrube» von rund 28 Franken, beziehungsweise 1:1 mit Wasser verdünnt einen solchen von 14 Franken. Die Kosten für Transport und Ausbringung sind mit 3 bis 10 Franken pro Kubikmeter sehr unterschiedlich und verglichen mit dem Ausbringen von Handelsdünger auch sehr hoch. Aber selbst bei hohen Ausbringkosten hat die Gülle auf den Boden zur Pflanze ausgebracht einen Wert von mindestens 5 Franken. Also ist es in jedem Fall schade, jetzt bei unsicherer Vegetationsentwicklung mehr Gülle auszubringen als unbedingt nötig.
Zwei Wochen sorgenfrei – wie viel Gülle muss unbedingt weg?
Wenn die Grube voll ist und nur eine minimale Menge ausgebracht werden kann, ist eine präzise Einschätzung des Gülleanfalls hilfreich.
Die Frage stellt sich – wieviel Gülle muss ich ausbringen, um beispielsweise bei 40 GVE sorgenfrei für zwei Wochen genügend Lagerraum zu haben?
Ausgehend von der bei Bauvorhaben verwendeten Normzahl von 11,5 Kubikmetern Gülle pro GVE in vier Monaten ergibt sich eine Jahresmenge pro GVE von 34,5 Kubikmetern oder pro Tag und GVE knapp 100 Liter. Zusammen mit den Platz- und Hausabwässern muss diese Zahl noch etwas erhöht werden. Ein Anfall von rund 120 Litern Gülle pro GVE und Tag darf als realistisch angenommen werden. Bei 40 GVE ergeben sich damit pro Tag rund fünf Kubikmeter Gülle. Will ich mit 40 GVE zwei Wochen sorgenfrei über die Runden kommen, muss ich demzufolge 70 Kubikmeter Gülle ausbringen. Dazu braucht es unter Berücksichtigung der oben empfohlenen Ausbringmenge rund fünf Hektaren geeignete Fläche, damit das «Problem» gelöst werden kann.
Was tun im absoluten Notfall?
Wenn keine Lösung gefunden werden kann, sollte man sich beim Amt für Umwelt melden und das weitere Vorgehen klären, Telefon 052 724 24 73.
BBZ Arenenberg, Acker- und Futterbau und Betriebsberatung
Gülleraumbörse beim MBR Thurgau – es hat freie Lagerkapazitäten
Im «Thurgauer Bauer» vom 13. Februar wurde die Gülleraumbörse ins Leben gerufen. Christian Wolf, Präsident des MBR Thurgau, ist erfreut über die rege Benutzung der Börse: «Wir konnten schon verschiedene leere Güllegruben vermitteln und haben über den ganzen Kanton verteilt noch immer freie Lagerkapazitäten.»
Wer also leeren Güllelagerraum benötigt oder freien Raum hat – bitte melden beim MBR Thurgau, Tel. 052 366 46 06. Bei Unklarheiten bezüglich Mietpreisen für Güllegruben bitte nachfragen bei BBZ Arenenberg, Beratung, Telefon 071 626 10 50 oder 071 663 33 11.

