Ausgabe Nummer 48 (2008)

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Gut besuchte Regionaltagung der Anicom AG Ost in Niederuzwil

Unterstützung beim Kauf von Inhalationsnarkosegeräten

Im Zentrum der diesjährigen Regionaltagung der Anicom AG Ostschweiz standen die schmerzfreie Ferkelkastration und die Veränderungen am schweizerischen Lebensmittelmarkt.

Gerade die Konzentration der Kolosse Migros, die Denner und Globus kauften, und Coop, welche die EPA,Waro und Carrefour übernahmen, zeige, wie die Bedeutung der Fenaco und Anicom steige. Freihandel und die Milchwirtschaft beweisen zudem, wie wichtig es sei, dass die Bauern näher zusammenrücken, stellte Josef Schmid, Präsident Regionalausschuss Anicom AG Ostschweiz, in seinem Grusswort fest. Nach Aussage von Yvan Meuwly, Niederlassungsleiter Anicom Ost, wollen Bell und Micarna die schmerzfreie Ferkelkastration per 1. Juli 2009 einführen. Im Vordergrund stehe die Schmerzausschaltung mit Narkosegeräten oder durch die Impfung Improvac. Oberstes Ziel der Anicom sei eine wirtschaftliche Schweineproduktion, ein gutes Image von Schweinefleisch und absatzstarke Partner. Die Anicom AG biete ihren Produzenten, die sich zum Kauf eines Inhalationsnarkosegerätes entschlossen haben, Unterstützung an. So bestehe die Wahlfreiheit bezüglich der Inhalationsnarkosesysteme. Bestellt werden können die Geräte mit einem Kaufvertrag bei der Anicom AG. Dabei werden Aktionsrabatte von 500 Franken beziehungsweise 2000 Franken auf den Kaufpreis der Geräte gewährt. Zudem werde eine Rückvergütung von 1 Franken pro gelieferter Mastjager bis Ende 2009 ausbezahlt.

Sehr gute Preisentwicklung beim Schweinefleisch
Meuwly freut sich, dass Anicom zusammen mit ihren Produzenten die Fleischqualität weiter heben konnte. Erfreulich sei auch die Preisentwicklung bei den Schlachtschweinen. Lag der Durchschnittspreis für QM-Schweinefleisch in den ersten 48 Wochen des Jahres 2007 bei 4 Franken, liegt er im laufenden Jahr bei 4.90 Franken. Auch bei den QM-Schlachtkälbern konnte in diesem Jahr rund 10 Rappen mehr bezahlt werden. Hingegen musste eine Preissenkung beim Grossvieh festgestellt werden. Meuwly warnte vor Panikverkäufen. Er spricht von stabilen Verhältnissen in der Schweinefleischproduktion. Der Konsum sei nachhaltig positiv. Im Rindfleischbereich werde die Produktion leicht zunehmen. Dies bei stagnierendem Konsum. Beim Kalbfleisch bleibe der Konsum stabil. Dem Regionalausschuss Anicom Ost gehören neu Walter Mock, Gonten AI, und Jakob Widmer, Rickenbach ZH, an.

Die Ausländer haben die Schweiz entdeckt
«Der Detailhandel hat sich auch in der Schweiz in den letzten fünf Jahren grundlegend verändert. Waro, Epa, Pick Pay, Primo Vis-a-Vis und Carrefour sind verschwunden. Dafür haben die Ausländer (Aldi, Lidl) die Schweiz entdeckt», sagte Ferdinand Hirsig, CEO Volg Konsumwaren AG,Winterthur. Nach seiner Ansicht werden die Grossen (Migros und Coop) immer grösser. Zugleich könne man ohne klare Strategie am Markt nicht mehr bestehen. Mit Volg, dem «Frisch ? nah ? günstig-Konzept», dem «Agrola-Top- Shop- Konzept», dem Visavis-Konzept und der Land Schweiz betätige sich die Fenaco-Gruppe erfolgreich als Nischenplayer. Die Ausgaben für Lebensmittel verlieren in der Schweiz an Bedeutung und betragen zurzeit 9 Prozent der Haushaltungskosten. Im Jahr 2007 lag der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz beim Fleisch bei 59,9 Kilogramm, 47,9 Kilogramm bei Brot- und Backwaren und 20,07 Kilogramm beim Käse. Gemäss Hirsig hat Volg beim Fleisch einen Marktanteil von 5 Prozent.

Mario Tosato


Ferdinand Hirsig, Josef Schmid und Yvan
Meuwly (von links nach rechts) standen
im Zentrum der Regionaltagung der Anicom
Ost. (tos)
Ferdinand Hirsig, Josef Schmid und Yvan Meuwly (von links nach rechts) standen im Zentrum der Regionaltagung der Anicom Ost. (tos)