Ausgabe Nummer 13 (2005)
Gute Gastgeber brauchen ein Herz für den Tourismus
| Generalversammlung Verein Ferien auf dem Bauernhof in Frauenfeld | |||
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Gute Gastgeber brauchen ein Herz für den Tourismus
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| Rita Barth, Geschäftsführerin und Präsidentin des Vereins «Ferien auf dem Bauernhof», begrüsste mit musikalischer Unterstützung der Familienkappelle Guido Rüegge, Güttingen, nebst einigen Gästen am Freitag, 18. März 2005, 84 stimmberechtigte Bauernfamilien zur ordentlichen Generalversammlung des Vereins Ferien auf dem Bauernhof. Die Bauernfamilien als Gastgeber haben eine wichtige Funktion und gelten als Botschafter für die gesamte Landwirtschaft, ist Rita Barth überzeugt. Der erste Eindruck beim Eintreffen sei massgebend und müsse positiv sein, damit die Gäste zufrieden sind und sich wohl fühlten. «Ich bin überzeugt, dass der Betriebszweig Ferien auf dem Bauernhof eine anspruchsvolle, aber sichere Zukunft hat», meinte Rita Barth. Ferien auf dem Bauernhof waren auch im letzten Jahr gefragt. Mit 2 159 000 Franken Umsatz erzielte der Verein «Ferien auf dem Bauernhof» trotz schwierigem wirtschaftlichem Umfeld und weniger Anbietern eine Umsatzsteigerung von 1,21 Prozent. Die Zahl der Schweizer Feriengäste fiel um 3 Prozent zurück und liegt bei 71 Prozent. Ein Hauptgrund dafür dürfte wohl der sein, dass früher Ferien auf dem Bauernhof als Zweitferien gebucht wurden, die man sich in der jetzigen wirtschaftlichen Lage nicht mehr leisten kann. Laut einer Umfrage wollen 96 Prozent der Befragten wieder Ferien auf einem Bauernhof machen. Im neuesten Katalog kann der Gast unter mehr als 250 Angeboten auswählen, auf welchem Bauernhof er seine Ferien verbringen möchte. Elf Bauernfamilien aus der ganzen Schweiz durften von Rita Barth das Gütesiegel des Vereins in Empfang nehmen. 56 weitere wurden erneuert. Mit dem Gütesiegel ausgezeichnet werden alle Bauernhöfe, welche die vom Verein festgesetzten Qualitätsanforderungen bezüglich Unterkunft, Verpflegung, Naturnähe, Erlebnis und Weiterbildung als Gastgeber erfüllen. Durch das Gütesiegel sollen die Schweizer Bauernhöfe aber keinesfalls vereinheitlicht werden, sondern es soll erreicht werden, dass die Besonderheiten der Betriebe erhalten bleiben. Um gute Gastgeber zu sein, brauche es zwei Herzen, das eine für den Tourismus und das andere für die Landwirtschaft. Deshalb dürfe man nicht auf den Lorbeeren ausruhen, ermahnte Rita Barth die Mitglieder. Sie zeigte sich denn auch erfreut, dass im letzten Jahr rund 200 Mitglieder Weiterbildungskurse besucht haben. Mit gezielten Werbungen soll auch im laufenden Jahr Werbung im In- und Ausland für das Angebot «Ferien auf dem Bauernhof» gemacht werden. Neu sind dabei die Einkaufszentren Säntispark Abtwil, Letzipark Zürich und Lago Konstanz. In Zeitschriften, Radio- und Fernsehsendungen sowie verschiedenen Messen will der Verein weiterhin auf sein vielfältiges Ferienangebot aufmerksam machen Roland Wiemann, Reka-Ferien und Buchungsstelle für Ferien auf dem Bauernhof, zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Ferienangebot vor allem für Familien weiterhin hoch im Kurs sei. Er glaubt aber, dass Ferien immer kurzfristiger gebucht werden. Urs Emch, Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung «Schweiz Tourismus» bestätigte die veränderte Lage auf dem Ferienmarkt. Der Gast teile seine Ferien auf. Mit verlängerten Wochenenden oder einzelnen Wochen möchten die Gäste möglichst viel erleben. «Naturerlebnis pur, lokale Werte statt globalem Brei, eine Nacht in einer SAC Hütte und die nächste Nacht im Design Hotel», schilderte Emch die derzeitige Lage. Hanni Schild |
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