Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. Juli 2018


Gute Kartoffelernte erwartet

Ausgabe Nummer 37 (2014)

Nach der historisch kleinen Ernte 2013 zeichnet sich für 2014 trotz des nassen Sommers und den relativ starken Temperaturschwankungen eine überdurchschnittliche Kartoffelernte ab. Die Hauptsorge wird das Verhindern von Fäulnis sein.

Am 18. und 19. August 2014 haben die Vertreter von Produktion, Handel und Industrie der swisspatat in allen Regionen der Schweiz über 1100 repräsentative Kartoffelmuster von sämtlichen relevanten Sorten ausgewertet. Die Resultate dienen als Grundlage für die Ernteschätzung 2014.

Überdurchschnittliche Erträge
Die Flächenerträge liegen mit 397 kg Speiseanteil pro Are über alle Sorten gesehen rund 8 Prozent über dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Die Kaliber sind tendenziell grossfallend, die Raclettesanteile daher mit 12 Prozent bei der Hauptsorte Charlotte eher tief.
Die äusseren und inneren Qualitäten sind mittelmässig. Bei Agria ist verbreitet Buckel- und Pulverschorf festzustellen. Bei Agria und Lady Rosetta wurde häufig Hohlherzigkeit festgestellt. Die generell hohen Stärkegehalte mahnen zur Vorsicht bei der Ernte, um Schlagschäden und Blaufleckigkeit zu vermeiden.

Anbaufläche hat zugenommen
Gemäss den Hochrechnungen hat die Kartoffelanbaufläche 2014 zugenommen. Sie ist um 2.6 Prozent auf 11 330 ha gestiegen, was einer Zunahme von 291 ha entspricht (definitive Fläche 2013: 11 039 ha). Die grösste Zunahme fand im mehligkochenden Bereich sowie bei den Industriesorten statt.

Produzentenpreise unter Vorjahresniveau
Aufgrund des grösseren Angebots gegenüber der leicht gesunkenen Nachfrage über fast alle Sorten hinweg und unter Berücksichtigung des schlechten Erntejahres 2013 liegen die Produzentenpreise 2014 unter dem Niveau des Vorjahres.
Im Frischkonsum beträgt der Produzentenpreis für die mehligkochenden (mit Ausnahme von Bintje und Désirée) neu Fr. 41.25/100 kg (2013: 48.70). Für die festkochenden Sorten Alexandra, Annabelle, Charlotte, Ditta, Erika, Gourmandine und Nicola beläuft sich der Preis neu auf Fr. 44.70 /100 kg (2013: 53.00).
Bei der wichtigsten Fritessorte Agria liegt der Preis bei Fr. 42.85 /100 kg über dem mittleren Preisband (2013: Fr. 44.10). Für die wichtige Chipssorte Lady Claire gilt neu ein Preis von Fr. 41.65 /100 kg (2013: 45.15). Der Basispreis für grob- oder feldsortierte Veredlungskartoffeln wurde einheitlich für alle Sorten bei einem Stärkegehalt von 14 Prozent auf Fr. 24.00 festgelegt.

Gute Erträge auch bei den Bio-Kartoffeln erwartet
Auch bei den Bio-Kartoffeln zeichnet sich im Vergleich zu den Vorjahren eine grosse Ernte ab. Der Durchschnittsertrag über alle Sorten beträgt 235 kg Speiseanteil pro Are und liegt damit fast 5 Prozent über dem Fünfjahresmittel. Bei den Hauptsorten ist der Durchschnittsertrag sogar über 10 Prozent höher als in den Vorjahren. Eine solide Nachfrage mit guten Abverkaufszahlen und überdurchschnittliche Erträge führen dazu, dass die Preise 2014 für Bio-Kartoffeln im festkochenden Bereich bei Fr. 92.00 /100 kg und im mehligkochenden Bereich bei Fr. 91.00 /100 kg festgelegt wurden.

Frischverfütterung
Die Frischverfütterung ist wie üblich ab sofort möglich. Gesuche können entweder direkt an einen offiziellen Qualiservice-Kontrolleur aus der Region gerichtet werden oder an die Geschäftsstelle swisspatat (Tel. 031 385 36 50). Eine Liste mit den zugelassenen Kontrolleuren ist aufgeschaltet auf www.kartoffel. ch unter der Rubrik „Branche“ / „Markt“. Über die Höhe der Beiträge wird im November entschieden, sobald exaktere Mengenschätzungen vorliegen.


swisspatat




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