Ausgabe Nummer 45 (2004)
Hagebutte Heckenrose Hundsrose
| Familienleben | |||
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Hagebutte Heckenrose Hundsrose
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| Am Eröffnungstag der Olma St. Gallen sprach Bundesrat Christoph Blocher zum Thema «Der regulierte Bauer» und kritisierte dabei die Bürokratie, die vielen Vorschriften und Gesetze sowie die unzähligen Kontrollen. | |||
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| Jedes Jahr erfreut uns der Herbst trotz strenger Feldarbeit mit seinen wunderschönen Farben. Auch die roten Früchte der Hagebutte leuchten an Waldrändern, Hecken und Gärten. Die Hagebutte, Heckenrose oder Hundsrose ist die gewöhnlichste aller Rosen, sie ist sozusagen hundsgemein. Spass beiseite, der Hund kommt nicht von ungefähr: Der Name geht auf die frühere Bedeutung der Wurzelrinde als Mittel gegen die Bisse tollwütiger Hunde zurück. Und Heckenrose, weil sie von Europa bis Asien fast an jeder (H)Ecke wächst. Dementsprechend gross und verzweigt ist ihre Familie, die der Rosengewächse (Rosceae). Von ihr kennt man in Europa dreissig, meist wild wachsende Arten, weltweit sollen es über 8000 sein zu ihnen gehören auch die edleren und edelsten dieser wohlriechenden Pflanzen. Die Hagebutte ist, nebst der Johannisbeere, dem Sanddorn und der Kartoffel, eine der bedeutendsten Vitaminträger mit zirka 170 mg Vitamin C pro 100 g essbarem Anteil. Dieser Gehalt wird mit Vitaminen aus der B-Gruppe sowie durch Vitamin A, K und E ergänzt. Im Weiteren enthält das Fruchtfleisch der Hagebutte Zitronen- und Apfelsäure, 30 Prozent Zucker, Schleimstoffe und ätherisches Öl. Die Hagebutte ist also nicht nur dekorativ, sondern bietet uns einen Vitaminschub sondergleichen an, stärkt unser Immunsystem, und hilft uns, gesund durch den Winter zu kommen. Hagebutte findet Verwendung bei Grippe, Fieber, Katarr, als Vitaminspender ferner bei schlechter Nierenfunktion, zur Blutreinigung und bei Zahnfleischbluten. Sammelzeit ist im Oktober/November, wenn die Früchte weich werden. Wie wird die Hagebutte verwendet Der Tee als Aufguss, Hagebuttenlikör: Zwei bis drei Handvoll Hagebutten werden halbiert und entkernt. Dann wird das Ganze mit einem Pfund Zucker verrührt, mit zwei Liter Branntwein und einem Liter Wasser ergänzt und an die Sonne gestellt, anschliessend abfiltriert und verkorkt. Hagebuttensirup: Völlig entkernte und gereinigte Hagebutten werden in Stücke geschnitten, eine halbe Stunde in Wasser eingelegt und dann kurz aufgekocht. Nach dem Erkalten wird abgepresst und pro Liter Saft ein Pfund Zucker gelöst. Hagebuttenkonfitüre: Die voll ausgereiften und entkernten Hagebutten werden durch ein Sieb gerieben (kein Metall). Auf l kg Mark gibt man l kg Zucker und wenig Wasser und kocht kurz auf, bis sich der Zucker gelöst hat. Anschliessend wird die Konfitüre heiss in Gläser eingefüllt. Vorsicht: Hagebutten sollten nie in Metallgefässen aufbewahrt oder verarbeitet werden, da sonst der Vitamingehalt ungünstig beeinflusst wird. Natürlich können auch fertige Produkte der Hagebutte gekauft werden, da deren Verarbeitung einige Zeit in Anspruch nimmt. Vor allem in den Wintermonaten braucht der Körper viel Vitamin C. Nutzen wir die Kraft dieser einheimischen Pflanze! Agnes Greminger |
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