Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Hans Rudolf Herren macht mit "nützlichen Insekten" Schädlingen den Garaus!

Ausgabe Nummer 48 (2015)

Seit Jahrtausenden züchtet der Mensch Katzen, um die Vorräte vor Mäusen zu schützen. Diese und weitere biologische Bekämpfungsmethoden gerieten mit der Einführung von Pestiziden immer mehr in Vergessenheit. Mit dem vermehrten Auftreten von unerwünschten Nebenwirkungen von chemischen Pflanzenschutzmitteln werden biologische Bekämpfungsmethoden sehr wahrscheinlich an Bedeutung zulegen.

Hans Rudolf Herren bewahrt Afrikaner mit nützlichen Wespen vor Hunger
Mit Hans Rudolf Herren sorgt ein Schweizer dank dem Einsatz von «nützlichen Insekten» in Afrika für Furore. Hans Rudolf Herren, Bauernsohn, dipl. Landwirt und promovierter Agraringenieur gelang es, den Niedergang des Maniok-Anbaus (Grundnahrungsmittel Nr. 1 in Afrika), verursacht durch die Maniok- Schmierlaus, zu stoppen.
Er liess sich dabei vom Prinzip leiten, schädliche Insekten mit nützlichen Insekten zu bekämpfen. Im Fall der Maniokschmierlaus legt die Schlupfwespe ihre Eier im Schädling ab. Die in der Maniokschmierlaus geschlüpften Larven der Schlupfwespe fressen anschliessend die Schmierlaus auf. Dank diesem kostengünstigen und insektizidfreien Kniff der Natur bewahrte Hans Rudolf Herren rund 200 Millionen Afrikaner vor Hunger. Als Dank dafür erhielt er den renommierten Welternährungspreis.

Am 1. Dezember 2015 referiert Hans Rudolf Herren in Weinfelden
Motiviert durch den geschilderten Erfolg entwickelte Hans Rudolf Herren in Zusammenarbeit mit Forschern und Beratern biologische Bekämpfungsmethoden gegen den Stängelbohrer und das Unkraut Striga im Mais. Zudem wurde ein Verfahren zur Malariakontrolle aus einer Kombination eines bestimmten Duftstoffs mit einer Moskitofalle entwickelt. Das Engagement und der Leistungsausweis von Hans Rudolf Herren wurde mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Falls Sie mehr über Hans Rudolf Herren und sein Wirken erfahren wollen, bietet sich am Dienstag, 1. Dezember 2015, um 20.15 Uhr die Gelegenheit dazu. Der Swiss Award-Gewinner hält im Saal des Restaurant Traube in Weinfelden einen Vortrag zum Thema «Chancen und Notwendigkeit des Biolandbaus – ein Wechsel ist notwendiger denn je!». Die Thurgauische Naturforschende Gesellschaft lädt alle Interessierten – ob Sympathisanten des Biolandbaus oder nicht – zu diesem spannenden Abend ein. Der Eintritt ist frei.


Daniel Fröhlich,
BBZ Arenenberg







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