Ausgabe Nummer 39 (2010)

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Heisse Marronis – Wärme für die Hände und den Magen

Ausser dem Namen und der Ähnlichkeit der Früchte haben Rosskastanien (bis im letzten Jahrhundert «wilde Kastanien» genannt) und Edelkastanien nichts gemeinsam: Rosskastanien dienen den Menschen nicht als Mahl, sondern ausschliesslich in der Heilkunde für Badezusätze oder in Pulverform gegen Krampfadern, Durchfall und Frostbeulen. Verzehrt werden Rosskastanien allerdings gerne von Schweinen, Ziegen und Wild. Der Zusatz «Ross», im 16. Jahrhundert eingebürgert, bezieht sich möglicherweise auf die Früchte der Wilden Kastanie als Heilmittel für Pferde. Botanisch wird die Rosskastanie den Rosengewächsen zugeordnet. Edel- oder essbare Kastanien zählen zur Familie der Buchengewächse und sind mit Eiche und Buche verwandt.

 

Homer nannte die Kastanie in der Odyssee Maraon, was auf den Namen Marone schliessen könnte. In Italien, so sagt man, ist der Name Marroni seit zirka 1170 bekannt. Die Franzosen nannten sie schon früh (1645) Marron. Die Marroni sind besonders wegen ihrer guten Schälbarkeit und ihrem hohen Zuckergehalt der günstigeren aber schlechter aus der Schale lösenden Kastanien vorzuziehen. Letztere werden zu Vermicelles, Teigwaren und Mehl verarbeitet. Die Marroni hat praktisch null Fettgehalt und hilft gegen Übersäuerung des Körpers. Unter anderem ist der Gehalt an Kalium, Eisen, Calcium und Vitaminen, Carotin und Biotin sehr wertvoll.

 

Aufbewahrung

Genau genommen sind Marroni keine Früchte, sondern süsse Samen, die, damit sie nicht zu treiben beginnen, im Kühlschrank gelagert werden müssen.

 

Marroni braten:

Damit sich die Marroni gut öffnen lassen, ist es sehr wichtig, die Schale der Früchte auf der bauchigen Seite, ohne das Fruchtfleisch stark zu verletzen, sorgfältig der Länge nach einzuschneiden. Marroni auf ein Ofenblech legen, mit Wasser bespritzen und 45 Minuten bei 220 °C braten. Immer wieder mit Wasser bespritzen und Marroni wenden.

 

Marroni schälen:

Marroni auf der gewölbten Seite einschneiden, portionsweise in siedendem Wasser zirka 5 Minuten blanchieren, herausnehmen und noch warm schälen Marroni kochen: Geschälte Marroni in siedendem Wasser zirka 15 Minuten weich kochen

 

Alternative:

Tiefgekühlte Marroni verwenden.

 

Marroni-Mais-Auflauf

 

Zutaten

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Lauch
1 EL Bratbutter
8 dl Gemüsebouillon
200 g grober Maisgriess
300 g geschälte Marroni, tiefgekühlt
100 g Tilsiter
1,8 dl Creme fraîche
Salz, Pfeffer
3 Eier

 

Zubereitung

Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Den Lauch halbieren, waschen und fein schneiden. Die Bratbutter in einer Chromstahlpfanne erwärmen, Zwiebel, Knoblauch und Lauch andünsten und mit der Bouillon ablöschen. Auf Ernährung und Rezepte Heisse Marronis – Wärme für die Hände und den Magen Ausser dem Namen und der Ähnlichkeit der Früchte haben Rosskastanien (bis im letzten Jahrhundert «wilde Kastanien» genannt) und Edelkastanien nichts gemeinsam: Rosskastanien dienen den Menschen nicht als Mahl, sondern ausschliesslich in der Heilkunde für Badezusätze oder in Pulverform gegen Krampfadern, Durchfall und Frostbeulen. Verzehrt werden Rosskastanien allerdings gerne von Schweinen, Ziegen und Wild. Der Zusatz «Ross», im 16. Jahrhundert eingebürgert, bezieht sich möglicherweise auf die Früchte der Wilden Kastanie als Heilmittel für Pferde. Botanisch wird die Rosskastanie den Rosengewächsen zugeordnet. Edel- oder essbare Kastanien zählen zur Familie der Buchengewächse und sind mit Eiche und Buche verwandt. Familienleben 26 grosser Stufe aufkochen und den Maisgriess einrieseln lassen. Auf mittlerer Stufe unter gelegentlichem Rühren einköcheln lassen. Die Marroni vierteln und beifügen. Rund zehn Minuten köcheln und aufquellen lassen. Den Käse dazuraffeln, die Crème fraîche darunter rühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Eier trennen, das Eigelb unter die Maismasse rühren, das Eiweiss steif schlagen und ebenfalls sorgfältig darunter ziehen. Masse in eine eingefettete Gratinform füllen und zirka 50 Minuten in der unteren Ofenhälfte bei 180 °C backen.

 

Marroni-Ofenznacht mit Früchten

 

Zutaten

200 g Brot oder Zopf, vom Vortag
3 dl Süssmost
1 unbehandelte Zitrone, Saft
4 Äpfel oder Birnen
200 g Marroni-Püree, aufgetaut
50 g gemahlene Nüsse
300 g Rahmquark
2 Eier
2 bis 4 EL Zucker

 

Zubereitung

Brot in 1-cm-Würfel schneiden, auf ein Backblech geben, im 200 °C heissen Ofen toasten und anschliessend in eine Gratinform geben. Süssmost und Zitronensaft in einer weiten Pfanne aufkochen. Die Äpfel oder Birnen schälen, halbieren, Kerngehäuse herausschneiden, in Schnitze schneiden und im Süssmost knapp weich kochen. Die Fruchtschnitze auf den Brotwürfeln verteilen. Das Marronipüree mit dem Süssmostsud vermischen. Die gemahlenen Nüssen, den Quark, die Eier und den Zucker beifügen. Alles gut verrühren, über die Fruchtstücke giessen und in der Mitte des auf 200 °C vorgeheizten Ofens rund 30 Minuten backen.

 

Marroni-Risotto

 

Zutaten

250 g geschälte Marroni, frisch oder tiefgekühlt
8 dl Gemüsebouillon
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 EL Bratbutter
250 g Risotto-Reis
1 dl Weisswein
1 Bund Petersilie, glattblättrig
70 g geriebener Sbrinz
Salz, Pfeffer
Eventuell 2 EL Creme fraîche oder Mascarpone

 

Zubereitung

Marroni eventuell antauen lassen und in kleine Würfeli schneiden. Bouillon aufkochen. Zwiebeln und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. In einer weiten Pfanne Bratbutter erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten, den Reis beifügen, kurz mitdünsten und mit dem Weisswein ablöschen. Auf mittlerer Stufe einköcheln lassen. Nun nach und nach etwas Bouillon beifügen und immer ganz einköcheln lassen. Vor der letzten Bouillonzugabe die Marroniwürfeli beifügen und mitgaren. Den Reibkäse beifügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Petersilie grob hacken, zum Reis geben und nach Belieben Crème fraîche oder Mascarpone darunter rühren, so wird das Risotto besonders cremig. Zugedeckt neben dem Herd noch rund drei Minuten ruhen lassen.

 

BBZ Arenenberg, Sybille Roth