Ausgabe Nummer 47 (2007)

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Herbsttagung der Suisseporcs Ostschweiz in Kirchberg SG

Neue Standards keine Papiertiger

Suisseporcs will mit klar definierten Standards die hohe Schweinefleischqualität und die Tiergesundheit halten und ausbauen.

An der traditionellen Herbsttagung stellte Hans Keller, Präsident Suisseporcs Sektion Ostschweiz, die Frage: Sind die beiden Projekte «CH-Schweinegesundheit» und «CH-Schweinefleischqualität» Papiertiger, die zusätzliche Kontrollen und Auflagen auslösen? Die drei Referenten, Peter Hofer, Präsident Suisseporcs, Felix Grob, Geschäftsführer Suisseporcs, und Ruedi Mani, Suisag, betonen einhellig, dass die beiden Projekte gerade bei fortschreitender Grenzöffnung Schlüsselfaktoren für den Markterfolg darstellen und damit keine Papiertiger seien. Laut Hofer wurde in jahrzehntelanger Aufbauarbeit bei den Schweinen eine hohe Tiergesundheit und beim Schweinefleisch eine vorzügliche Schweinefleischqualität (pH, Fettqualität, intramuskuläres Fett, Tropfverlust) erarbeitet. Bei dieser Ausgangslage sei die Zielsetzung des Projektes klar: Erreichte Qualität mit Standards sichern. Die beiden Trümpfe «CH-Schweinegesundheit» und «CH-Schweinefleischqualität» sollen im härteren Wettbewerb im Inland und im Export eingesetzt werden. Die Branchenstandards sollen erarbeitet und als neue Voraussetzungen für QM Schweizer Fleisch und Labels genutzt werden. Hofer glaubt, dass diese beiden neuen Standards für die gesamte Schweizer Schweinebranche für den Export von grosser Bedeutung sein werden.

Hohes Schweizer Gesundheitsniveau sichern
Wie Mani festhält, soll mit dem Projekt «CH-Schweinegesundheit» das hohe Gesundheitsniveau der Schweizer Schweineproduktion gesichert und wenn möglich gar angehoben werden. Als Ausgangsbasis des Standards gelte das aktuelle SGD-Programm. Die Standards basieren auf einer umfassenden Datengrundlage (Betriebsdaten, Tierverkehr, Fleischschau). Laut Mani wird das SGD-Programm der Suisag den Standard erfüllen. Auch andere Marktpartner können durch ein eigenes Qualitätssicherungssystem den Standard erfüllen.

Transparenz bei der Schweinefleischqualität
Ziel der CH-Schweinefleischqualität sei eine bessere Transparenz, erklärte Grob. Geprüft werde eine repräsentative Stichprobe der eingesetzten Genetik (Endprodukteeber der Suisag, Depoteber, importierte Genetik). Als Ausgangsbasis des Standards gelte die aktuelle Endprodukteprüfung der Suisag. Neben der Suisag könnten andere Marktpartner mit einer eigenen Prüfung den Standard erfüllen. In den Monaten Januar bis April 2008 sollen die beiden Standards in die Vernehmlassung gehen und anschliessend bereinigt werden. Die beiden Projekte gelangen an der Delegiertenversammlung der Suisseporcs im Mai 2008 zur Abstimmung.
In der anschliessenden Diskussion zeigte sich, dass die Schweinehalter zusätzliche Kontrollen fürchten. Auch die Kosten gaben zu Gesprächen Anlass.

Mario Tosato


Im Mittelpunkt der Herbsttagung der Suisseporcs Ostschweiz: Hanspeter Keller, Peter
Hofer, Ruedi Mani und Felix Grob. (tos)
Im Mittelpunkt der Herbsttagung der Suisseporcs Ostschweiz: Hanspeter Keller, Peter Hofer, Ruedi Mani und Felix Grob. (tos)