Ausgabe Nummer 45 (2005)
Heute ist Fasnachtsbeginn
Ernährung und Rezepte
Heute ist Fasnachtsbeginn

Heute ist Fasnachtsanfang. Um
punkt 11.11 Uhr wird sie in
grösseren Städten lautstark durch
Guggenmusiken eingeläutet.
(Bild: Giovanni Triolo, Laufen)
Für die einen beginnt heute (11. November 2005, Martinstag) die schönste Jahreszeit, nämlich die Fasnachtszeit. Schlag 11.11 Uhr wird in grösseren Städten die Fasnacht eingeläutet respektive eingetutet mit Trompeten und Paukenschlag.
Die Guggenmusiken sind in den Startlöchern für eine intensive Zeit. Denn ab jetzt «jagen» sich Auftritte um Auftritte. Die Wochenenden sind ausgebucht, unter der Woche stehen Proben und weitere Konzerte an. Am Aschermittwoch endet im katholischen Raum die Fasnacht, die Zeit des Unsinn-Treibens. Anders ist der Aschermittwoch in den (ursprünglichen) reformierten Schweizer Kantonen positioniert: Während es in den katholischen Kantonen Luzern oder St. Gallen heisst: «am Aschermittwoch ist alles vorbei …», weil nun eben die Fastenzeit beginnt, erleben die reformierten Basel und Zürich den Höhepunkt und Abschluss ihrer Fasnacht erst in den Tagen nach Aschermittwoch.
Ursprung in Basel
Die Guggenmusik hat ihren Ursprung in Basel. Schon im vorigen Jahrhundert traten dort Gruppen unter dem Namen Tschäter- oder Katzenmusik auf. Diese älteren Begriffe wurden später abgelöst durch das Wort Guggenmusik. «Guggi» bedeutet schlechtes Blasinstrument, «guggen» heisst tuten, schlecht blasen, und ein «Gugger» ist ein schlechter Trompeter. Die Guggenmusik präsentiert in ihrer Form ein Stück Narrenfreiheit innerhalb der festprogrammierten Fasnacht. Je organisierter die Fasnacht, umso stärker regte sich auf der anderen Seite der Wunsch, der Tradition ein dosiertes Stück Chaos entgegenzusetzen.
Basler Mehlsuppe
100 g Mehl
1 EL Schweineschmalz oder Bratbutter
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Liter Wasser
1 Kalbsfuss und Knochen
Salz und Pfeffer
1 EL Bouillon
100 g geriebener Käse
Zubereitung
Mehl im Schweineschmalz oder in der Bratbutter anrösten, bis das Mehl braun ist. Die fein gehackte Zwiebel dazugeben, Wasser langsam beigeben, gut rühren, es dürfen sich keine Knöllchen bilden. Kalbsfuss und Knochen, Salz und Pfeffer beigeben. Bouillon dazugeben und mindestens eine Stunde kochen lassen. Der Käse wird gerieben und separat dazu serviert. Variante: Zwiebel anstatt fein hacken mit einem Lorbeerblatt und zwei Nelken (ganz) bestecken und mitkochen.
Fasnachtschüechli (Knieplätze)
Zutaten (für 12 Stück)
200 g Mehl
1/2 KL Salz
2 Eier
4 EL Rahm
1 Liter Frittieröl
Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
Zuerst Eier gut verklopfen und Rahm dazugeben. Mehl in eine Schüssel geben und Salz dazu. Mehl mit der Flüssigkeit von der Mitte aus anrühren, anschliessend kneten, bis er glatt und geschmeidig ist. Unter heiss ausgespülter Schüssel zirka 30 Minuten ruhen lassen. Teig in 12 gleich grosse Stücke teilen. Auf gut bemehlter Fläche sehr dünn und rund auswallen. Sauberes Küchentuch über das Knie legen und die Teigplätze sorgfältig übers Knie dünn ausziehen. Frittieröl in Brattopf oder Friteuse auf 180 ° C erhitzen. Küchlein hineinlegen, etwas zusammenschieben oder in der Mitte eine Rosette drehen. Am besten geht dies mit zwei Kellenstielen. Beidseitig goldgelb backen und gut abtropfen lassen. Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestäuben. Die Küchlein lassen sich zugedeckt an einem trockenen, kühlen Ort gut aufbewahren.
