Ausgabe Nummer 27 (2006)

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Hitze und pralle Sonne beeinträchtigen Wohlbefinden und Leistung

Der Sommer hat begonnen und die Temperaturen steigen. Obwohl allgemein erhofft und erwünscht, haben die hohen Sommertemperaturen auch ihre Schattenseiten: Sie können bei Nutztieren zu Hitzestress und Leistungsabfall führen, im Extremfall sogar zum Hitzetod. Es ist deshalb besonders wichtig, den Weidetieren Schattenplätze und permanent Wasser zur Verfügung zu stellen.

Nutztiere führen je nach Art ihre überschüssige Körperwärme durch Schwitzen, Hecheln oder Suhlen weg. Die Regulation der Körpertemperatur hat aber ihre Grenzen, zumal die meisten unserer Nutztiere tiefe Temperaturen besser ertragen wie hohe. Daher ist es besonders wichtig, Weidetieren genügend natürliche oder künstliche Schattenplätze zur Verfügung zu stellen. Ist dies nicht der Fall, kommen sie in einen Hitzestress, der zu Leistungseinbussen, erhöhter Krankheitsanfälligkeit und im Extremfall zum Hitzetod führen kann. Wichtig ist auch, die Tiere vor übermässigem Mücken- und Bremsenbefall zu schützen. Werden Rinder, Kühe, Schafe, Schweine, Pferde oder Ziegen tagsüber auf der Weide gehalten, so müssen in der Sommersaison ab 25 °C nebst schattenspendenden Bäumen, künstlichem Unterstand oder Stall, ständig Wasser zur Verfügung stehen. Freilandschweine müssen zusätzlich suhlen können.

Rindvieh

Tiere der Rindergattung ertragen Kälte problemlos, sind aber, insbesondere laktierende Kühe, sehr hitzeempfindlich. Ist ihre Umgebung zu warm, versuchen die Tiere ihre Körpertemperatur zu stabilisieren, unter anderem indem sie weniger fressen, was zu Leistungsdepressionen führt. Im Hochsommer empfiehlt sich daher oftmals die Nachtweide. Wird tagsüber geweidet, ist für ausreichend Schatten und Schutz vor Insekten zu sorgen. Nicht zu vergessen sind auch die Kälber, die immer freien Zugang zu Wasser haben sollten, vor allem auch dann, wenn sie nicht bei der Kuh saugen können!

Schafe

Auch Schafe produzieren als Wiederkäuer viel Eigenwärme. Bei langem Wollvlies kann es zu einem Hitzestau kommen. Eine Wollschur müsste deshalb bereits vor Ende Mai erfolgt sein. Achtung: Frisch geschorene Schafe nicht der prallen Sonne aussetzen, da sie sonst einen Sonnenbrand bekommen. Weitere wichtige Hinweise unter www.bvet.admin.ch. Information Witterungsschutz des BVET.

Schweizer Tierschutz