Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. Juli 2018


Hochstehende Regionalviehschau in Stammheim

Ausgabe Nummer 25 (2014)

Viehzuchtverein Unterthurgau und Umgebung

An der grossen Regionalviehschau am vergangenen Samstagmorgen in Oberstammheim führten zehn Züchter gesamthaft über 63 Tiere auf. Dabei wurden auch sechs Spezialpreise vergeben.

«Wir haben mit dem Schauort beim Werkgebäude Oberstammheim fast exakt den Mittelpunkt in unserem Einzugsgebiet unseres neuen Vereins gewählt», erklärte Hans-Peter Farner. Seit Anfang Jahr sind die Stammertaler Fleckviehzüchter im neuen, die Kantonsgrenzen überschreitenden Viehzuchtverein Unterthurgau und Umgebung zusammengeschlossen und nun zwischen Unterschlatt über das Stammertal hinweg bis nach Uerschhausen, Rheinklingen und Wagenhausen organisiert. Bereits vor zwei Jahren führten sie gemeinsam die Schau durch. Dieses Jahr wurden zudem als Gäste die Züchter aus dem benachbarten Schaffhausen eingeladen.
Auf dem schön geschmückten Schauplatz mit Ring und bei beachtlicher Zuschauerzahl nahm am Morgen Richter Paul Hirsbrunner aus Zollbrück im Emmental seine Arbeit auf, um die einzelnen Abteilungen zu richten. Dabei wurden diese jeweils doppelt geführt, indem man die Red-Holstein (RH) mit Holstein (HO) und Swiss Fleck (SF) im Ring führte. Einzig bei den Dauerleistungskühen ab der 5. Laktation wurde gemischt eingestellt. Kurz vor 11 Uhr waren die Bewertungen abgeschlossen. Die Abteilungssiegerinnen wurden zum Abschluss der Schau in den Ring zur Wahl der Miss Stammheim geführt. Gleich vier Abteilungssiegerinnen konnte Gastaussteller Bernhard Suter aus Dörflingen stellen. Je ein Kategoriensieg ging an Philemon Stauffer (Rheinklingen), Hans-Peter Farner (Oberstammheim), Hanspeter Maurer (Oberstammheim) und Michael Sommer (Schlatt).
Auch der Showblockteil durfte nicht fehlen. Es waren die Teenager aus dem Stammertal, welche ihre Vorführungen mit Kühen und Kälbern zeigten und dafür viel Anerkennung und Applaus ernten durften. So sprangen sie mit ihren Kälbern über Hindernisse, rollten Teppiche aus oder ritten hoch zu Kuh durch den Ring. Sie übten die Show während ihrer Freizeit auf dem Hof des Oberstammheimer Hanspeter Maurer ein. «Ich bin beeindruckt, was die junen Leute alles fertigbringen», stellte Maurer lobend fest.

Sechs Spezialpreise
Zum Abschluss der Schau folgte die Vergabe der verschiedenen Spezialpreise. Für den Betriebscup durfte jeder Züchter drei Tiere nach seiner Wahl in den Ring führen. Hirsbrunner entschied sich schlussendlich für das Trio Boeme (Savard), Cassandra (Joy- Boy) und Gloria (MR. Bruns Bernhard Suter). Bei der Wahl der Miss Schöneuter Red Holstein (RF) doppelte Suter gleich nach. Die Leonard-Tochter Toronta machte hier das Rennen. Beim Schöneutertitel Swiss Fleckvieh (SF) geht die Krone nach Oberstammheim zu Hanspeter Farner. Hier war es die Kuh Furka, eine Älpler-Tochter, welche den Titel gewann. Farner durfte auch zwei weitere Spezialpreise empfangen. Die Jubiläumsglocke SFVZ gewann die Baccala-Tochter Bavaria, zur Miss Protein wurde Danuta, eine Dangoli-Tochter, erkoren. Die höchste Auszeichnung mit der Miss Stammheim geht aber nach Schlatt auf den Hof von Michael Sommer. Seine Kuh Marina, welche in der 5. Laktation steht und den bekannten Stier Caterpilar als Vater hat, war für Hirsbrunner die beste Wahl.


Roland Müller










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