Ausgabe Nummer 24 (2010)
Hohe Qualität und Swissness kann weiterhelfen
Neben der Geschäftsentwicklung der Agro Marketing Thurgau AG interessierten der neuerstellte Sprühturm der Hochdorf Nutritec in Sulgen und die Genusslandschaft Thurgau an einem österreichischen Beispiel.
Sei es der zweite Businessapéro, die Besichtigung der Hochdorf Nutritec Sulgen mit dem neuen Sprühturm oder das interessante Referat, welche anlockten, auf jeden Fall war der Aufmarsch bei der Veranstaltung sehr gross. Roland Werner, Präsident Agro Marketing Thurgau AG, glaubt, dass Schweizer Schokolade das bekannteste Produkt für Swissness sei. Ein weiteres wichtiges Produkt in der Swissnesslinie sei der Appenzellerkäse, der aus dem Appenzellerland stammt. Die Geheimnisse der erfolgreichen Swissnessstrategie können innovative Produktionsverfahren sein, hergestellt aus qualitativ hochstehenden Produkten aus möglichst vielen einheimischen Rohstoffen. «Durch eine durchdachte Marketingstrategie mit der Beratung im Bereich Marketing haben wir schon viel verbessert. Als Beispiel nenne ich das Joghurt für Süddeutschland. Ich bin überzeugt, dass wir noch bei weiteren Produkten helfen können, um das Marketing zu verbessern», sagte Roland Werner. Die bisherige Geschäftsführerin, Angela Nägele, St. Gallen, hat ihr Amt niedergelegt. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Simone May, Kreuzlingen, gewählt.
Direktzahlungen wirkungsvoller verteilen
Bei einer Betriebsführung mit Karl Gschwend, Geschäftsführer der Hochdorf Nutritec AG in Sulgen, betonte Gschwend, dass eine Kostenreduktion auf der ganzen Wertschöpfungskette wichtig sei. Es sollten ideale Voraussetzungen für das Wachstum geschaffen werden. Nach seinen Aussagen sollten auch die Direktzahlungen wirkungsvoller verteilt werden. Zudem wünscht sich Gschwend vermehrtes unternehmerisches Wachstum. Für eine erfolgreiche Nahrungsmittelproduktion sei aber auch eine grosse Lebensmittelsicherheit von Bedeutung.
Mittelmass ist out
Karin Luger, Strategieentwicklung und Projektmanagement für Innovation im ländlichen Raum, sprach zum Thema «Genussland Thurgau: Lebensmittel zwischen Tradition und Spitzentechnologie.» Die Referentin ist überzeugt, dass Mittelmass out ist und Qualität immer mehr gefragt werde. Die Sehnsucht nach gelebten Werten, Authentizität, Tradition, und das Leben der Natur gewinne immer mehr an Bedeutung. Synergien zwischen Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Tourismus sollten erkannt und zukunftsträchtig vorangetrieben werden. Für ein Genussland Thurgau sollten Kräfte im Marketing, in Kooperationen und Wissensmanagement gebündelt werden. Werkshops und internationale Symposien könnten dabei nützlich sein.
Mario Tosato
