Ausgabe Nummer 40 (2004)

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Horizon Ria ist die Miss WEGA 2004

Braunvieh-Eliteschau WEGA in Weinfelden
 
Horizon Ria ist die Miss WEGA 2004
 
Ob mit der Miss-WEGA-Wahl, dem Jungzüchterwettbewerb oder dem Viehstyling, die Viehwirtschaft bot an der WEGA 2004 ein vielseitiges Programm.
 
Am Sonntagnachmittag präsentierten die Jüngsten ihre bekränzten Kälber. (hso)
 
Nach dem Abtransport der Auktionstiere wurden am Samstagmorgen dreissig Braunvieh-Elitekühe im WEGA-Tierzelt aufgeführt. Nach den Fleckviehzüchtern vor zwei Jahren und den Holsteinzüchtern im vergangenen Jahr hatten nun die Braunviehzüchter Gelegenheit, ihre Tiere einem breiten Publikum zu präsentieren. Und das ist ihnen bes-tens gelungen. Am Sonntag wurden dem Richter in allen fünf Abteilungen Tiere von hervorragender Qualität präsentiert.
Mit Horizon Ria von Walter Rechsteiner, Heldswil, hat eine schauerfahrene Kuh den Titel Miss WEGA für sich entschieden. Der souveräne Richter, Reto Grünenfelder, Balzers, zog die in 6. Laktation stehende, enorm typstarke, mit festsitzendem Euter und bes-tem Zentralband ausgerüstete Horizon Ria der sehr harmonischen Jetway Juwela von Markus Neuenschwander, Oppikon, vor.

Viehstyling
Dass das Styling für Tiere, die einem Richter vorgeführt werden, unerlässlich ist, zeigten die Jungzüchter bei ihrer Demonstration. Diese aus Nordamerika «importierte» Vorbereitung für Schautiere hat in der Schweiz längst Fuss gefasst und gehört seit Jahren zu Ausstellungen. Nichts wird mehr dem Zufall überlassen. Bei einem gestylten Tier kommen dessen Vorteile, oder eben auch Fehler, besser zum Vorschein. Die Tiere erscheinen viel eleganter. Dass das Scheren nicht nur für die Schönheit, sondern auch für die Gesundheit unerlässlich ist, erklärte Markus Harder, LBBZ Arenenberg, während der Demonstration den Besuchern. Zum Beispiel habe es Ungeziefer auf gewaschenen und geschorenen Tieren wesentlich schwieriger, sich anzusiedeln als in einem dicken Fell. Hitzetage sind besser erträglich, aber auch kühlere Temperaturen seien für geschorene Tiere kein Problem.

Jungzüchterwettbewerb
Der Jungzüchterwettbewerb bedeutete für die WEGA ein Novum. Zum ersten Mal präsentierte sich die Braunvieh-Jungzüchtervereinigung aus dem Thurgau an dieser Messe. Mit einer Viehstyling-Demonstration sowie Jungzüchterwettbewerb mit Showmanship zeigten sie den Besuchern, dass die Freude an der Viehzucht mit dazugehörenden Schauen auch von der jungen Generation mit Freude betrieben wird. Für schweizerische Verhältnisse vielleicht eher selten, präsentierten sich die Mädchen mit ihren Tieren in beiden Wettbewerben in der Überzahl. Als Richter amtete Stefan Knecht, der den Jungzüchtern eine sehr gute Qualität ihrer Tiere attestierte. Gewinner des Jungzüchterwettbewerbes wurde Beat Schmid, Hessenbohl, Vorstandsmitglied der Jungzüchtervereinigung Thurgau, mit der Denmark-Tochter Erika aus seinem Stall.

Showmanship
Die beste Vorführerin / der beste Vorführer, dieser Titel ging, vergeben durch Patrick Rüttimann aus Hohenrain LU, an Andrea Schmid, Hessenbohl, die mit der Toronto-Tochter Elena aus dem Stall ihres Bruders Beat Schmid siegte. Sie führte ihr Tier am besten nach den Regeln der perfekten Vorführweise an der Halfter. Beim «Showmanship» gelten internationale Regeln, wie Tiere vorgeführt werden sollen. Der englische Name sagt es bereits, auch der der Showmanship hat seinen Ursprung in Nordamerika. Darunter versteht man alle Regeln der Vorführkunst und der Fairness unter den Vorführern. Ein Tier soll zum Beispiel immer mit der linken Hand am untergezogenen Halfter geführt werden. Um den Ring zu betreten, läuft der Vorführer vorwärts, sobald der Ring betreten ist, wird rückwärts laufend vorgeführt, wobei mit der rechten Hand der Backenlempen des Tieres gefasst wird. Beim Vorführen sollen Tier und Richter immer im Auge behalten werden. Wenn der Richter das Tier ins Auge nimmt, muss der Vorführer dieses mit offenem Schritt und leicht gedrehtem Kopf zum Richter hin, aufstellen. Steht der Richter hinter dem Tier, muss der Kopf gerade gestellt werden. Steht er auf der linken Seite, ist das Tier auf der linken Seite mit einem Schritt vorwärts leicht zu öffnen. Der Kopf soll dabei leicht zum Richter hin gedreht werden. Beim Showmanship wird nur der Vorführer beurteilt. Die Qualität des Tieres hat dabei keine Bedeutung.

Kälberwettbewerb
Der Sonntagnachmittag gehörte den Jüngs-ten. Mit ihren bekränzten Kälblein erfreuten sie die vielen Besucher. Die einen stellten sich dabei recht mutig vor das Publikum, und andere verliess der Mut bei der Ansicht der vielen Zuschauer. Das eifrig gelernte Sprüchlein plötzlich in ein Mikrofon zu sprechen, erwies sich dann doch als recht schwieriges Unterfangen. Aber wenn alle Stricke reissen, Vater ist ja auch noch da, und ihm hat es bestimmt auch Freude gemacht, dem
Publikum das Kälblein seiner Tochter zu präsentieren. Dass es in diesem Wettbewerb nur Gewinner gab, dafür sorgten Hermine Hascher und Markus Vogt. Für die Organisation von diesem Wettbewerb waren ebenfalls die Jungzüchter verantwortlich. Hanni Schild
 
Zur Miss WEGA wurde Horizon Ria gekürt. Im Bild mit Eigentümer Walter Rechsteiner. (hso)
 
 
 
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