Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Impulse für den Maisanbau

Ausgabe Nummer 37 (2015)

Mais- und Gründüngungsfeldtag

Stefan Kressibucher von der MR AGRO AG, Diessenhofen, organisierte für Anfang September einen Mais- und Gründüngungs-Feldtag, der sehr gut besucht war.

Zum Auftakt des Anlasses, der in Lanzenneunforn stattfand, begrüsste Daniel Kressibucher von Kressibucher Agro die teilnehmenden Berufskollegen zur Besichtigung seines Feldes mit den Maissortenversuchen. Er erklärte, dass ihm diese Versuche sehr wichtig sind für die Erfolgs- und Ertragsoptimierung. Aus Versuchsergebnissen resultieren wertvolle Erkenntnisse zu standortgerechter Züchtung und jenen Sorten, die empfehlenswert sind.
Die aktuellen Maissortenversuche wurden von Referenten der drei Unternehmen Pioneer Du Pont, Syngenta und Samen Steffen AG kommentiert. Paul Brunner von Pioneer Du Pont präsentierte eine Reihe von Maissorten von Pioneer, bei dem Aspekte wie beste Verdaulichkeit, gute Stresstoleranz mit rascher Kornabreife und hervorragende Standfestigkeit im Vordergrund stehen. Paul Brunner thematisierte die Fortschritte der Züchtung, welche Maissorten hervorbringt, die unter Trockenstress stabilere Erträge erzielen und unter günstigen Bedingungen ein höheres Ertragspotenzial aufweisen.
Marc Besse von Syngenta erörterte die Sortenversuche und betonte die Bedeutung der an Regionen angepassten Sorten.
Bruno Sticher von Samen Steffen AG präsentierte Silound Körnermaissorten der Firma Farmsaat, die sich zur Energiekonzentration in der Fütterung eignen.

Risiko von Nacherwärmung mindern
Die drei Referenten zogen das Fazit, dass sich der Mais im Versuchsfeld in Lanzenneunforn in einem erfreulichen Zustand präsentiert, dies trotz schwieriger klimatischer Startbedingungen im Frühjahr.
Daniel und Stefan Kressibucher legen Wert auf eine Gründüngung mit einer möglichst hohen Artenvielfalt, die eine gute Bodendurchlüftung bewirkt. Die Gründüngung habe unter anderem auch dazu beigetragen, die Tragfähigkeit des Bodens und den Humusaufbau zu verbessern. Im Anschluss an die Flurbegehung folgten verschiedene Informationen im Hinblick auf die bevorstehende Ernte. Für die Ernteeinschätzung von nicht gestressten und gesunden Beständen kann die Fingernagelprobe durchgeführt werden. Sind die Pflanzen allerdings schon über den Kolben gelb oder es ist gar eine Kolbenbildung ausgeblieben und sie zeigen eine Vergilbung, sollten die Pflanzen bald geerntet werden. Ein Zuwachs an Biomasse oder Futterwert ist aufgrund der gestörten Assimilation nicht mehr zu erwarten. Die kontinuierliche Zunahme der Verholzung der Pflanzen führt sogar dazu, dass das Siliergut weniger gut verdichtet werden kann. Aufgrund der diesjährigen Wetterbedingungen ist in gestressten Pflanzen mit einer verminderten Stärkeeinlagerung und daher einem schwächeren Zuckergehalt in den Maissilagen zu rechnen. Zudem werde es schwierig sein, die trockenen Blätter und Stängel gut verdichten zu können. Das Risiko von Nacherwärmungen wird bei der Entnahme hoch sein. Deshalb wird der Einsatz von Siliermitteln empfohlen, die speziell die Nacherwärmungen verhindern.


Isabelle Schwander













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