Indikatoren zum Leitbild anpassen
Ausgabe Nummer 46 (2003)
Indikatoren zum Leitbild anpassen
| Controlling-Bericht zur Thurgauer Landwirtschaft | |||
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| TBV-Präsident und SVP-Kantonsrat Andreas Binswanger ist mit den Antworten des Thurgauer Regierungsrates auf seine Interpellation zum Controlling-Bericht zum Landwirtschaftsleitbild grösstenteils zufrieden. | |||
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| Am 14. Februar 2003 reichte SVP-Kantonsrat Andreas Binswanger, Präsident des Thurgauer Bauernverbandes (TBV), Tägerwilen, zusammen mit 54 Mitunterzeichnern eine Interpellation unter dem Titel «Controlling-Bericht zum Leitbild für die Thurgauer Landwirtschaft» ein. Dabei stellt er die Frage, ob die den Zielen des Leitbildes für die Thurgauer Landwirtschaft hinterlegten Indikatoren der sich veränderten Situation im Landwirtschaftssektor noch gerecht werden? Nach seiner Meinung sind die Leitsätze «Vertrauen in die Landwirtschaft» und «Orientierung an die Kundenbedürfnisse» nicht mit Indikatoren erfasst. Binswanger erkundigt sich nach dem Zeitpunkt einer Umfrage, welche über den Zielerreichungsgrad der beiden Leitsätze Auskunft geben soll. Weiter wird nach dem massiv gesunkenen Zielerreichungsgrad des siebten Leitsatzes zum Thema Marktstrategie, Konkurrenzfähigkeit und Wertschöpfung nachgefragt und gleichzeitig die Frage gestellt, was der Regierungsrat unternimmt, um dies zu verbessern. Die letzte Frage beschäftigt sich mit der Ausnutzung des Spielraums der Bundesgesetzgebung und der Vermeidung von neuen Kosten verursachenden Massnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in der Thurgauer Landwirtschaft. Antwort des Regierungsrates Die Indikatoren für die Controlling-Berichte zum Leitbild der Thurgauer Landwirtschaft sollen angepasst werden, hält der Regierungsrat in seiner Antwort auf Binswangers Interpellation fest. Die nächsten zwei Bemessungsperioden 2002/03 und 2004/05 sollen jedoch noch auf der bisherigen Basis abgewickelt werden, um die Kontinuität zu wahren. Nach Meinung des Regierungsrates sollen die Preise im Milchsektor allerdings stärker gewichtet werden. Zum Vertrauen in die Landwirtschaft und zur Orientierung an Kundenbedürfnissen seien Umfragen geplant. Kein Handlungsbedarf bestehe bei der Marketingstrategie, denn dies sei Aufgabe der Trägervereine oder Branchen. Der Verein AgroMarketing Thurgau erhalte vom Kanton 50 000 Franken im Jahr. Spielraum auf Gesetzesebene klein Der Spielraum zur Vermeidung Kosten verursachender Massnahmen für die Landwirtschaft sei auf Gesetzesebene klein, für administrative Massnahmen stelle der Kanton Verwaltungspersonal und EDV zur Verfügung und übernehme die Kosten für die Kontrolle des ökologischen Leistungsnachweises von 260 000 Franken im Jahr. Binswanger im Grundsatz zufrieden Mit der Beantwortung seiner Interpellation ist Binswanger im Grundsatz zufrieden. Wichtig ist ihm, dass die Resultate der Umfrage betreffend Vertrauen in die Landwirtschaft und Kundenbedürfnisse aussagekräftig sein werden. Daraus müssen dann die entsprechenden Massnahmen abgeleitet werden, welche die leistungsfähige Thurgauer Landwirtschaft weiter festigen. Bei der Behandlung seiner Interpellation im Grossen Rat welche demnächst stattfindet wird Binswanger auch die Bedeutung des Leitbildes für die Thurgauer Landwirtschaft, des Controllings und der dazugehörenden Massnahmen darstellen. Mario Tosato |
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