Ausgabe Nummer 10 (2007)

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Information zur Delegiertenversammlung TBV - Projekt Reorganisation

Die Organisationsstrukturen der Thurgauer Landwirtschaft sind gewachsen. Genügt aber das, was gestern und heute gut war, auch in Zukunft? Welche Organisationsstruktur brauchen die Thurgauer Bauernfamilien, um die Herausforderungen von morgen zu bewältigen? Wie lassen sich die bäuerlichen Anliegen möglichst effizient und wirkungsvoll bündeln und vertreten?
Das sind die Fragen, die sich dem Vorstand und der Präsidentenkonferenz des Thurgauer Bauernverbandes (TBV) stellten. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern verschiedener Unterverbände hat sich vertieft damit befasst. Nach verschiedenen Diskussionen der Zwischenergebnisse in der Präsidentenkonferenz und einer Vernehmlassung bei den Verbänden und Organisationen kann nun der Delegiertenversammlung ein Lösungskonzept vorgelegt werden.
Findet dieses Konzept grundsätzliche Zustimmung, so ist damit der Auftrag an den Vorstand des TBV und die Arbeitsgruppe verbunden, das Projekt auf dieser Schiene weiterzubearbeiten und die nötigen Vorlagen und Beschlüsse zu dessen Umsetzung vorzubereiten. In Kraft gesetzt werden soll die neue Organisationsstruktur dann auf den 1. Januar 2009.
Einige Stichworte zum festgestellten Handlungsbedarf:
? Aktuelle Strukturen für die Basis zu wenig klar, zum Teil mangelnder Einbezug der Basis
? Unklare Aufgabenteilungen und Zuständigkeiten, Doppelspurigkeiten
? Gleiche operative Arbeit an zu vielen Stellen, mangelnde Effizienz ? Fehlende Querinformationen, ungenügende Koordination, zu wenig Wirkung
? Strategische Verantwortung zu breit verteilt, Kräfte zu wenig gebündelt
? Vermischung von Aufgaben und Interessen

Mit einer neuen Organisationsstruktur sollen deshalb insbesondere folgende Ziele erreicht werden:
? Breite und direkte Abstützung an der Basis
? Klare Zuständigkeiten, keine Doppelspurigkeiten
? Sinnvolle Trennung von Verbandsaufgaben und Dienstleistungen
? Weniger Organisationsaufwand
? Klar definierter Informationsfluss
? Kompetente Aufgabenerfüllung
? Mehr Wirkung und mehr Effizienz

Das Lösungskonzept für eine neue Organisationsstruktur basiert im Wesentlichen auf folgenden Elementen (nähere Erläuterungen an der DV)
? Jeder Betrieb ist direkt Mitglied im neu zu gründenden Verband Thurgauer Landwirtschaft (VTL) und damit direkt an der Generalversammlung stimmberechtigt.
? Die Basisstruktur bilden geeignete Basisgruppen, wie z.B. die Agroberatungsvereine. Jedes Mitglied des VTL ist zugleich Mitglied in einer solchen Basisgruppe.
? Der Vorstand besteht aus neun Mitgliedern, die für je einen Themenbereich zuständig sind. In einem Themenbereich sind gewisse Produktionsbereiche und Aufgaben zusammengezogen. Die Vorstandsmitglieder bringen aus ihrem Themenbereich die verschiedenen Sichtweisen und Interessen in die Vorstandsarbeit ein.
? Verbandsmitglieder aus dem gleichen Produktionszweig können sich bei Bedarf zu Fachgruppen zusammenschliessen. Sie bilden zusammen eine Fachkonferenz, die in ihrem Produktionsbereich fachlich und finanziell unabhängig ist. Geleitet wird eine Fachgruppe durch eine Fachkommission, welche auch die Interessenvertretung in Fachverbänden wahrnimmt.
? Zur Unterstützung der Vorstandsmitglieder werden weitere feste Kommissionen eingesetzt.
? Eine zentrale Geschäftsstelle führt grundsätzlich die Administration und das Rechnungswesen für den gesamten Verband. Wo nötig können Kommissionen des VTL eigene Lösungen weiterführen, die ins Gesamtsystem integriert werden. Der Einzug der Mitgliederbeiträge erfolgt zentral, die Festlegung der Fachbeiträge ist Sache der entsprechenden Fachkonferenzen.


Antrag des Vorstandes:

Die Delegiertenversammlung beauftragt den Thurgauer Bauernverband, das Projekt «Reorganisation landwirtschaftliche Organisationen» in der aufgezeigten Richtung weiter zu bearbeiten.

Thurgauer Bauernverband