Ausgabe Nummer 37 (2006)
Jahresbericht der Thurgauer Käse-Reifungs AG
Im Berichtsjahr 2005/2006 wurden 4,6 Mio Kilogramm Emmentaler eingelagert
Lehmann ersetzt Markwalder als Betriebsleiter
Auch im Berichtsjahr musste sich der Verwaltungsrat der Thurgauischen Käse-Reifungs AG, Weinfelden, mit der neuen Behandlungsanlage beschäftigen. Betriebsleiter Eduard Markwalder ging in Pension.In seinem Jahresbericht erinnerte Alfred Ernst, Verwaltungsratspräsident der Thurgauischen Käse-Reifungs AG, Weinfelden, an die beiden vorangegangen, turbulenten Jahre, hervorgerufen durch den Konkurs der dänischen Lieferfirma der neuen Behandlungsanlage. Obwohl diese im Berichtsjahr besser lief als auch schon, klagte Ernst über Stillstandszeiten durch Defekte und Mängel an einzelnen Maschinenteilen. Der Verwaltungsrat hat ein Kostendach von 600?000 Franken bewilligt um die Sanierungsarbeiten voranzutreiben. Der Verwaltungsrat dankte Betriebsleiter Eduard Markwalder und seinen Mitarbeitern für die grossen Anstrengungen um die Maschine immer wieder flott zu kriegen.
13.28 Prozent mehr Emmentaler eingelagert
Erfreuliches konnte Ernst über den Emmentalerkäseeingang berichten. Wurden im Gründungsjahr 1966/1967 noch 832?514 Kilogramm Emmentaler gelagert und behandelt, waren es im Berichtsjahr 44?365 Laibe mit einem Gesamtgewicht von 4"606?914 Kilogramm. Dies entspreche einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr von 540?139 Kilogramm oder 13,28 Prozent, was neuer Rekord bedeute. Im Allgemeinen sei durch die Handelsfirmen ab Lager der Käse-Reifungs AG eine sehr gute und ausgewogene Qualität eingewogen worden. «Auch in unserem Betrieb steigen die Anforderungen betreffend Hygiene und Qualitätsüberwachung seitens des Käsehandels», sagte Ernst. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden habe der Verwaltungsrat entschieden eine QS-Zerifizierung, Standart IFS/BRC, einzuführen.
Änderung in der Betriebsleitung
Nach Ernsts Angaben ging per 1. Juli 2006 die Betriebsleitung von Eduard Markwalder an Ernst Lehmann über. Ebenso sei Heinz Kretz auf das gleiche Datum zu einer 100-Prozent-Anstellung verpflichtet worden. Er arbeite als Stellvertreter des Betriebsleiters und sei für die Qualitätssicherung im Betrieb verantwortlich. Markwalder habe sich bereit erklärt, noch während einiger Zeit im Käsereifungslager mitzuarbeiten. Der Verwaltungsratspräsident dankte Markwalder für seinen grossen Einsatz. Während 32 Jahren habe Markwalder das Reifungslager mit grosser Umsicht, persönlichem und zeitlichem Einsatz geführt, als wäre der Betrieb sein Eigentum gewesen. Während dieser ganzen Zeit habe es nicht eine Reklamation der Kunden gegeben, welche den scheidenden Betriebsleiter betrafen, stellte Ernst fest.
Mario Tosato

Verwaltungsratsvizepräsident Tony Müller (links) und Verwaltungsratspräsident Alfred Ernst (rechts) bedanken sich bei Eduard Markwalder. (tos)
