Ausgabe Nummer 24 (2007)

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Jahresversammlung der Hinterthurgauer Bergbauern

Kampf für eine lebenswerte Zukunft

Gemeinsam kämpfen für eine lebenswerte Zukunft, das wollen die Hinterthurgauer Bergbauern. Präsident Köbi Hug zeigte an der Jahresversammlung Wege dazu auf. Hohe Gäste am hohen Versammlungsort Allenwinden, Au, Gemeinde Fischingen, waren der Chef Landwirtschaftsamt Kanton Thurgau Hans Stettler und vom Thurgauer Bauernverband Geschäftsführerin Hermine Hascher.

Im Restaurant Kreutz, Allenwinden, nahmen über 40 Mitglieder und Gäste an der Jahresversammlung der Hinterthurgauer Bergbauern teil. Präsident Jakob Hug hielt den Auftrag der Schweizer Landwirtschaft fest, die darin besteht, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen, die natürliche Lebensgrundlage zu erhalten, die Kulturlandschaft zu pflegen und die dezentrale Besiedelung des Landes sicherzustellen. Es lohne sich zu überlegen, was das für den eigenen Betrieb bedeute, meinte Hug, und sich hin und wieder zu fragen, ob man auf dem richtigen Weg ist. Nach diesen einleitenden Worten begrüsste der Präsident alle Anwesenden, speziell die Gäste Hans Stettler, Chef Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau, Hermine Hascher, Geschäftsführerin Thurgauer Bauernverband, sowie die Gemeinderäte Paul Böhi, Fischingen, und Beat Weibel, Bichelsee-Balterswil.

Arbeitsreiches Jahr
Kassier Guido Bechtiger erläuterte die Jahresrechnung, die ohne Fragen genehmigt wurde, ebenso wie der Jahresbeitrag. Hug hielt Rückblick auf die vielfältigen Aktivitäten der Hinterthurgauer Bergbauern. Verschiedene Anlässe dienen der Öffentlichkeitsarbeit, wie der traditionelle Feldgottesdienst und die Beteiligung an der Industrie- und Gewerbeausstellung FIGA. Die Interessen des Hinterthurgauer Bergbauern wurden durch eine Delegation an der Versammlung des Thurgauer Bauernverbandes vertreten. Eine Neuorganisation aller landwirtschaftlichen Organisationen des Kantons wird noch etwas Zeit brauchen, ist aber in Vorbereitung. Regionale Gruppe, Fachgruppen, Kommissionen, Vorstand und eine Geschäftstelle sind geplant. Die Hinterthurgauer Bergbauern legen grossen Wert auf Weiterbildung, so hatte Guido Bechtiger einen Anlass «Umgang mit Laufstalltieren» organisiert. Viele weitere, auch gesellige Anlässe, fanden statt, für die Teilnahme, Organisation und Unterstützung bedankte sich Präsident Hug und hielt fest, dass all diese Aktivitäten dem gemeinsamen Kampf für eine lebenswerte Zukunft im ländlichen Raum dienen. Das laufende Jahresprogramm wurde kurz vorgestellt, fixiert ist der 20. August für den beliebten Feldgottesdienst.

Ammoniakausstoss und Mähtermin
Der Chef Landwirtschaftsamt hatte neben einigen persönlichen Gedanken eine ganze Reihe von Mitteilungen. So erläuterte er zum Problemkreis Ammoniakausstoss, dass die Viehbestände kein Thema seien, aber die Chancen gut stehen, dass die Schleppschlauchausbringer auch im Kanton Thurgau mit einem Beitrag rechnen können. Aktuelles Thema ist der Feuerbrand, auch der Hinterthurgau ist massiv betroffen, und alle sind aufgerufen, im Zweifelsfall sofort mit dem zuständigen Kontrolleur Verbindung aufzunehmen. Der Mähtermin für extensive Wiesen, nur solche ohne Ökobeiträge, kann auf Gesuch auf den 18. Juni vorverlegt werden, sonst gilt der 30. Juni im Berggebiet. Stettler hofft, dass bis im nächsten Jahr eine gestaffelte Regelung vorliegen wird.

Erneuerbare Energien
Geschäftsführerin Hascher kam erst nach dem Nachtessen zu Wort, sie orientierte über das geplante Vorgehen bei der Reorganisation der Verbandsstrukturen. Eine Arbeitsgruppe werde im Laufe des Sommers und des Herbstes mit allen landwirtschaftlichen Organisationen bilaterale Gespräche führen. Ebenfalls eine Arbeitsgruppe sei im Einsatz zum Thema «Erneuerbare Energien», teilte Hascher weiter mit. Alle Bereiche würden in einem Konzept erfasst und die Massnahmen daraus umgesetzt. So würde eine Anlaufstelle auch der Landwirtschaft die gewünschten Auskünfte für mögliche Anlagen wie Fotovoltaik, Biogas usw. liefern können. Wie Hascher weiter erwähnte, verfügen die Hinterthurgauer Bergbauern mit ihren zwei Kantonsräten Jakob Hug und Josef Gemperle über eine starke Vertretung in Frauenfeld. Mit einem grossen Dank an alle auf den verschiedenen Ebenen für die Interessen des Bauernverbandes schloss Hascher ihre Ausführungen. Ihr letzter Hinweis galt der Gourmetwanderung, die am Samstag, 22. September, durchs Schlaraffen- Tannzapfenland führen wird.

Rita Schmidlin


In der heimeligen Gaststube vom Restaurant
Kreutz, Allenwinden: (v. l.) Jakob Hug, Hermine
Hascher und Hans Stettler (rs)
In der heimeligen Gaststube vom Restaurant Kreutz, Allenwinden: (v. l.) Jakob Hug, Hermine Hascher und Hans Stettler (rs)