Ausgabe Nummer 14 (2005)

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Jargon-ET Virginia die schönste "Braune" im Thurgau

Thurgauer Braunviehzüchter überzeugten einmal mehr mit guter Qualität
 
 
Vor über 1000 Zuschauern siegte an der 6. Top-Show, in Sulgen, vom letzten Samstag
Jargon-ET Virginia. Im Genosschenschaftscup gewann Schweizersholz punktgleich vor Schönholzerswilen.
 
Dank besseren Milchwerten siegte die BVZG Schweizersholz im Genossenschaftscup. (tos)
 
Die Top-Show der IG Braunvieh Thurgau-Bodensee begann traditionsgemäss mit dem Genossenschaftscup zu dem wiederum acht Braunvieh-Zuchtgenossenschaften (BVZG) eingeladen wurden. Experte Walter Rhyner sprach von einer sehr guten Qualität mit «Braunen», die dem Betrachter und dem Halter viel Freude bereiten. In einem spannenden Wettkampf siegte die BVZG Schweizersholz vor der BVZG Schönholzerswilen. Da beide Zuchtgenossenschaften 17 Punkte auswiesen, siegte schliesslich die BVZG Schweizersholz dank dem höheren Durchschnitt der Milchwerte. Den 3. Rang belegte Rothenhausen vor Romanshorn, Märstetten, Roggwil, Tobel und Seerücken.

Zuschauerfreundliches Cupsystem
Die Elitetiere wurden wiederum im Cupsystem bewertet. Zu Beginn jeder Abteilung musste Rhyner vier Kühe bewerten. Jeweils eine Kuh musste die Bühne verlassen. Die drei Verbleibenden traten gegen die nächste Kuh an. Die drei am Schluss verbliebenen Kühe wurden rangiert, dazu wurde die Kategoriensiegerin bestimmt. Dass dieser Modus bei den Zuschauerinnen und Zuschauern beliebt ist, bewiesen die 1000 Personen, die in die Reithalle Sulgen pilgerten. Um die Spannung noch zu steigern, wurden erstmals zwei Halbfinals ausgetragen. Jeweils die drei Ersten qualifizierten sich schliesslich für den Final. Wie Präsident Hansjürg Altweg erklärte, wollte man die Vorzüge des Braunviehs mit der Kategorie Eiweisskühe besonders hervorheben. Zugelassen wurden Kühe mit einer abgeschlossenen Laktation von mindestens 310 Kilogramm Eiweiss. Viel zum guten Gelingen der 6. Top-Show trugen auch die kompetenten Kommentare von Markus Harder, Leiter Fachstelle Nutztierhaltung, LBBZ Arenenberg, bei.

Klassierungen waren nachvollziehbar
Den Schöneuterpreis holte Starbucks Reni im Besitz von Jakob Amstad. Mit grossem Interesse wurden die beiden Halbfinals und der anschliessende Final verfolgt. Die meisten Zuschauer und Fachleute konnten die Klassierungen und Begründungen von Walter Rhyner nachvollziehen. Für einige Züchter brauchte er aber bei den Begründungen zu oft den Begriff Mastdarm, sodass sie sogar zynisch von einem «Mastdarmfestival» sprachen.

Virginia, die fast perfekte Kuh
Laut Aussage von Rhyner hätte wohl jeder Braunviehhalter die Tiere, welche den Halbfinal erreichten, gerne mit nach Hause genommen. Entsprechend schwer sei ihm denn auch die Klassierung gefallen. Die Championne 2005, Virginia, betitelte der Experte als nahezu perfekte Kuh mit einem guten Format, guter oberen Linie, einer guten Flankentiefe mit einem Supereuter und korrekten Zitzen.

Mario Tosato
 
Die Championne 2005 Virginia (ganz links) mit der Vizecahmpionne Cafina und den Besitzern, Experte, Ehrendamen und Vorführer. (tos)
   

Die Besten
Top-Show Championne 2005: Virginia (V: Jargon-ET), Thomas Gisler, Littenheid. Vize-championne: Cafina (Camelot), Andreas Vetsch, Rikon. Schönstes Euter: Reni (Starbuck), Jakob Amstad, Wiezikon bei Sirnach. Genossenschaftscup: 1. BVZG Schweizersholz, 17 Punkte; 2. BVZG Schönholzerswilen, 17 Punkte; 3. BVZG Rothenhausen. Abt. 1: Karin (Justy), Thomas Gisler Littenheid. Abt. 2: 1. Reni (Starbuck), Jakob Amstad, Wiezikon bei Sirnach. Abt. 3: 1. Flicka (Collection), Rudolf Weber, Frauenfeld. Abt. 4: 1. Virginia (Jargon-ET), Thomas Gisler, Littenheid. Abt. 5: 1. Ria (Horizon), Walter Rechsteiner, Heldswil. Abt. 6 (Eiweisskühe): 1. Cafina (Camelot), Andreas Vetsch, Rikon. (tos)

 
 
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