Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. April 2018


"Jeder Betrieb hat eigene Bedürfnisse"

Ausgabe Nummer 34 (2016)

Als Versicherungsberater beim VTL berät Daniel Keller seit fünf Jahren Kunden bei sämtlichen Versicherungsfragen. In seiner Freizeit besucht er gerne die «Vergangenheit» in Form von mittelalterlichen Veranstaltungen oder gibt mal einen fetzigen Rocksong zum Besten.

Aufgewachsen ist Daniel Keller (37), in Herisau AR, im hügeligen Appenzellerland. Böse Zungen mögen behaupten, man sehe es ihm an seiner Körpergrösse an, was er jedoch umgehend mit einem typisch appenzellischen «hoho» quittiert.
Nach einer Ausbildung als Spielwarenverkäufer und verschiedenen Stationen im Unterhaltungselektronik- Bereich sprach ihn ein Bekannter auf Versicherungen an. Als Quereinsteiger liess er sich daraufhin vor zehn Jahren erfolgreich zum Verkaufsberater im Aussendienst ausbilden. Vor fünf Jahren wechselte er zum VTL und absolviert zurzeit nebenberuflich die Ausbildung zum Versicherungsfachmann mit eidg. Fachausweis. Beim VTL berät er die bäuerliche Kundschaft bei allem, was in irgendeiner Weise mit Versicherungen zu tun hat. «Wir beraten von Krankenkassen- über Personen-, Sach- und Haftpflichtversicherungen in allen versicherungstechnischen Bereichen. Nicht nur für Bauernfamilien, auch für Angestellte und in Belangen bezüglich Haus und Hof sind wir die richtigen Ansprechpartner», so Keller. «Wir vermitteln dem Kunden nur, was er wirklich braucht».

Spezialisiert auf Landwirtschaft
Eine gesamtheitliche Beratung dauert, wenn man Taggelder, Sachversicherung, Risikoversicherung, Krankenversicherung etc. durchleuchten möchte, insgesamt drei bis vier Stunden. «Der Kunde weiss danach, was er anpassen kann, wo er Prämien richtig eingesetzt hat oder wo er vielleicht etwas ändern sollte.» Trotzdem komme es aber auch heute noch vor, dass man am falschen Ort Geld gespart hat und ein eintretender Schadenfall teuer zu stehen kommt. «Dies kann sehr schnell einige zehntausend Franken kosten, die man selbst tragen muss.»
Ihn fasziniert, dass jeder Betrieb einzigartig ist und seine eigenen Bedürfnisse hat. Das macht Beratungen für ihn umso herausfordernder, erklärt Keller. «Die Landwirtschaft ein ganz eigenes Segment, worauf wir spezialisiert sind. So heben wir uns von anderen Versicherungen ab».

Leidenschaft Mittelalter
Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, Frau Eliane (32) und den Kindern Yannis (5) und Seraina (2) sowie Bulldogge Kayta zu Hause in Wuppenau. Eine grosse Leidenschaft, welcher sie sich in ihrer Freizeit widmen, ist das «Reenactment», das Darstellen und Nachleben des frühen Mittelalters. «Das hat mich schon immer interessiert», so Keller. «Angefangen haben wir mit Besuchen auf Mittelaltermärkten. So kamen wir ins Gespräche mit den Menschen, wurden immer wieder mal eingeladen und waren plötzlich selbst ein Teil dieser Gemeinschaft. » Mit Kollegen haben sie sogar eine eigene Gruppe «Yggdrasils-Erfingjar» (Yggdrasil steht für den Weltenbaum und Efingjar für die Erben) gegründet, welche auch eine Facebookseite unter demselben Namen betreibt.

Dem Trubel entkommen
Sie besuchen unter anderem Mittelaltermärkte oder Lager in Wil, Luzern. Der nächste Markt «AllArtia» findet vom 9. bis 11. September in Pfyn statt. Sind sie selbst als Teil der Gruppe dabei, lagern sie im Zelt und demonstrieren das frühere Handwerk und Leben. So werden beispielsweise Kleidung, Werkzeuge, Taschen und alle anderen Utensilien selber hergestellt. «Es ist immer wieder von Neuem faszinierend, wenn wir in die mittelalterliche Kleidung steigen, das Wegkommen aus dem Trubel des Alltäglichen erleben, das Zurückkehren aus der schnelllebigen Welt in eine ganz andere», erklärt Daniel Keller diese Leidenschaft. Während dieser Zeit wird auch auf moderne Kommunikation wie TV, Handy oder Dinge wie Dosenbier etc. verzichtet. «Es würde sich auch nicht sonderlich gut machen, im edlen alten Kostüm am Lagerfeuer Werkzeuge zu schnitzen und das Handy am Ohr zu haben», lacht er.

Rockmusik-Fan
Ein weiteres Hobby, welches er für sich alleine pflegt, ist die Musik. Er spielt Schlagzeug und Gitarre und singt gerne mal einen Rockklassiker. «Von Abba bis Zappa» fühle ich mich überall zu Hause, Hauptsache es fäget».
«Fäge» tut es auch in seinem Beruf. So kann er sich sehr gut vorstellen, auch in zehn Jahren noch als Ansprechpartner für die bäuerlichen Familien in allen Versicherungsfragen da zu sein. «Ich betätige mich in einem grossen und vielfältigen Wirkungskreis, trage gerne Verantwortung und habe Kunden, welche dankbar für unsere Unterstützung und Beratung sind.»


Daniel Thür










« zurück zur Übersicht