Ausgabe Nummer 21 (2004)
Jetzt Disteln und Winden anpacken
| Feldbau: Getreide, Kartoffeln |
|
Jetzt Disteln und Winden anpacken
|
|
|
| Winterweizen Die Entwicklung der Bestände variiert zwischen Erscheinen des Fahnenblattes (DC 37) und Beginn Ährenschieben (DC 51) je nach Saattermin, Lage und Sorte. Bezüglich Krankheiten ist eine leichte Zunahme, aber auf tiefem Niveau, von Septoria-Blattflecken und Mehltau zu verzeichnen. Die weitere Ausbreitung hängt vom Wetterverlauf ab. Erste Larven der Getreidehähnchen beginnen mit dem Frass. Eine individuelle Sonderbewilligung ist nur für Saaten vor dem 20. Oktober erforderlich (siehe «Thurgauer Bauer» vom 14. Mai). Kartoffeln Zurzeit liegt noch keine Meldung über Krautfäule vor. Abgedeckte Folienfelder kontrollieren und mit einem teilsystemischen Fungizid behandeln. Erste Kartoffelkäfer sind in die Felder eingeflogen. Die Eiablage hat noch nicht eingesetzt. Disteln- und Windenbekämpfung Gegenwärtig erreichen Ackerkratzdisteln und Winden in verschiedenen Kulturen (auch in den ökologischen Ausgleichsflächen) das optimale Stadium für die chemische Bekämpfung. Allgemein stellt man fest, dass der Anteil an Parzellen, welche mit den hartnäckigen Wurzelunkräutern verseucht sind, zunimmt. Die mehrjährigen Pflanzen mit ihrem grossen Wurzelwerk werden von den gewöhnlichen Herbiziden nicht oder nur ungenügend erfasst. Das grosse Wurzelwerk ermöglicht ständig Neuaustriebe und erschwert eine dauerhafte Bekämpfung. Es ist äusserst wichtig, Distel- und Windennester von Beginn weg, solange sie noch klein sind, zurückzudrängen. Gegen ältere Nester müssen über mehrere Jahre hintereinander Bekämpfungsmassnahmen getroffen werden. Die Auswahl wirksamer selektiver Herbizide ist nicht gross. Neben den klassischen Wuchsstoffen (MCPB, Dicamba, 2,4-D) haben auch die Sulfonylharnstoffe eine mehr oder weniger gute Teilwirkung. Für eine erfolgreiche Bekämpfung müssen zum Zeitpunkt der Behandlung die Disteln 20 bis 30 cm hoch und die Windentriebe mindestens 30 bis 40 cm lang sein. Gezielte Anwendungen mit der Rückenspritze sind am erfolgreichsten. Damit kann eine bessere Benetzung der Unkräuter erreicht (weniger Spritzschatten der Kultur) und das Risiko von Kulturschäden minimiert werden. LBBZ Arenenberg, Fachstelle Pflanzenschutz und Ökologie, Hermann Brenner, Telefon 071 663 31 40 |
|
|
