Jetzt Lagerkapazitäten schaffen
Ausgabe Nummer 40 (2003)
Jetzt Lagerkapazitäten schaffen
| Hofdünger gesetzeskonform und umweltschonend ausbringen |
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| Der nächste Winter naht, und damit rückt auch die optimale Hofdüngerbewirtschaftung vermehrt in den Vordergrund. Ein Merkblatt soll dabei helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. |
| Im Mai dieses Jahres trafen sich Vertreter der Landwirtschaft (Vorstand Thurgauer Bauernverband, Hinterthurgauer Bergbauern, Gemeinsame Kommission TBV/Pro Natura, Agro Beratung Thurgau, Thurgauer Obstverband, Gemüseproduzentenvereinigung SH/TG, Thurgauer Milchproduzenten), der kantonalen Fachstellen (Landwirtschaftsamt, LBBZ Arenenberg und Amt für Umwelt) und ein Vertreter des Bundesamtes für Landwirtschaft, um für die Problematik «Gülle» eine Lösung zu finden. Diese Lösung soll sowohl ein gesetzeskonformes und umweltschonendes Güllen ermöglichen als auch zugleich die Eigenverantwortung der Landwirte wahren. Aufgrund dieses Treffens wurde eine neue Checkliste ausgearbeitet, die von allen beteiligten Parteien als gut befunden wurde (siehe unten). Die Checkliste wird allen Tierhaltungsbetrieben Anfangs Oktober 2003 zugesandt. Lagerkapazität ist wichtig Im Herbst/Winter 2002/2003 zeigte es sich aufgrund der nassen Witterungsverhältnisse im Herbst und den verschneiten Wiesen im Februar, wie wichtig eine ausreichende Hofdüngerlagerkapazität ist. Obwohl das Güllen auf Schnee gemäss Bundesgesetz verboten ist, ermöglichte das Amt für Umwelt die Gülleausbringung ab dem 21. Februar 2003. Um solche Situationen in Zukunft möglichst zu vermeiden, ist es absolut notwendig, dass alle Landwirtschaftsbetriebe über genügend grosse Hofdüngerlagervolumen verfügen. Aus diesem Grund wurde an der erwähnten Zusammenkunft auch beschlossen, dass die einzelnen Mitgliedssektionen des Thurgauer Bauernverbandes für ihr Gebiet eine Liste erstellen sollen, die aufzeigt, wo in kritischen Situationen Gülle zwischengelagert werden könnte. Die Sektion der Hinterthurgauer Bergbauern versprach, dies für ihren Teil sofort an die Hand zu nehmen. Keine «schwarzen Schafe» tolerieren Im Februar 2003 wurden die 330 Landwirtschaftsbetriebe angeschrieben, die gemäss den Unterlagen des Amts für Umwelt über keine ausreichende Hofdüngerlagerkapazität verfügen, das heisst nicht mindestens 75 Prozent des minimal geforderten Hofdüngerlagervolumens. Diese Forderung müssten eigentlich alle Betriebe seit Ende 1999 erfüllen. Bis heute haben 280 Betriebe dem Amt für Umwelt geantwortet. Die Betriebsleiter, die trotz Mahnung nicht geantwortet haben, müssen mit einer kostenpflichtigen Aufforderung rechnen. Das Amt für Umwelt wurde von Seiten der Landwirtschaft schon mehrfach aufgefordert, bei den schwarzen Schafen durchzugreifen. Die Auswertung der Rückmeldungen zeigt folgendes Bild (siehe Kasten): Wir danken allen Betriebsleitern, die für genügend Güllelager gesorgt haben und dafür auch grosse Investitionen tätigen mussten. Indem sie ihre Eigenverantwortung korrekt wahrnehmen, tragen sie zum guten Ansehen der Landwirtschaft in der breiten Bevölkerung bei. Wenn es die Witterungsverhältnisse zulassen (siehe Checkliste), sollten alle Güllegruben bis Oktober/November leer sein. Checkliste Hofdünger als PDf Amt für Umwelt |
