Ausgabe Nummer 1 (2004)

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Jung geblieben trotz stattlichem Alter

150 Jahre Thurgauer Bauer aus Sicht des Verlages

 

Jung geblieben trotz stattlichem Alter

 
Aus dem Jahresband 1953 entnehmen wir, dass im Thurgau bereits 1810 der damalige Herausgeber der Thurgauer Zeitung wagte, die Fachzeitschrift «Der Bauernfreund» herauszugeben. Mangels genügend Abonnenten musste er jedoch sein Vorhaben bereits nach zwei Jahren wieder aufgeben.
Im Jahre 1848 wurde Paul Gaugin geboren, Franz Josef I. zum Kaiser von Österreich gekrönt, und Karl Marx schrieb zusammen mit Friedrich Engels «Das kommunistische Manifest». In diesem Jahr nahm der «Thurgauische Landwirtschaftliche Verein» das Risiko auf sich, mit seinen 265 Mitgliedern auf Januar 1848 die «Quartalsblätter für die Mitglieder des thurgauischen landwirtschaftlichen Vereins» herauszugeben. Das eigentliche Geburtsjahr des «Thurgauer Bauer». Auf Grund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurde dann jedoch zwischen 1848 und 1859 drei Mal der Verlag gewechselt, bevor ab 1859 zu Gunsten einer schweizerischen Zeitschrift auf die Führung eines eigenen kantonalen Organs verzichtet wurde. Doch schon kurz darauf stellte man fest, dass die schweizerische Zeitschrift auf die kantonalen Bedürfnisse zu wenig Rücksicht nahm. Es war daher mehr als verständlich, dass man im Thurgau wieder zum eigenen Fachblatt übergehen wollte. Am 1. Juli 1865 erschien dann wieder eine kantonale Zeitschrift unter dem Namen «Thurgauer Blätter für Landwirtschaft».
Bis 1898 wurde die Fachpublikation 14-täglich, von da an wöchentlich gedruckt. Bedingt durch das Zusammengehen mit dem «Schaffhausischen Bauernverband» und dem Schielen auf die St. Galler Nachbarn bekam die Zeitschrift den Titel «Der Ostschweizer Landwirt». Seit 1906 bis ins Jahr 1952 wurde die beliebte landwirtschaftliche Fachzeitschrift in Aufmachung und Erscheinung so belassen. Zum 100-Jahr-Jubiläum im 1953 wurde die Bezeichnung auf «Thurgauer Bauer» geändert. Ein Titel, der damals wie heute den Kernleser, die Thurgauer Bauern, anspricht.
Seit 1906 bis zum heutigen Tag darf unsere Unternehmung den Jubilar begleiten. Seit nunmehr 97 Jahren erscheint die Zeitschrift ununterbrochenen in unserem Haus. Mit Sicherheit haben wir in dieser Zeitspanne schon weit über 200 000 Text- und Inserateseiten gesetzt. Die regelmässigen Inserenten, die über die ganzen Jahre wesentlich zum Erfolg des «Thurgauer Bauer» beitragen, haben sich alleine in den letzten 50 Jahren verdreifacht. Dass wir den Abopreis auf einem noch immer günstigen Niveau halten, zeigt der nachfolgende Vergleich. Vor 150 Jahren kostete das Abonnement pro Jahr bei einem Umfang von 92 Seiten Fr. 2.– oder 2,2 Rp./Seite und heute wird für rund 2500 Seiten Fr. 65.– (2,6 Rp./ Seite) bezahlt.
Für diese langjährige Partnerschaft, die
sicher als Zeichen des andauernd guten Verhältnisses zwischen Verlag und Herausgeber gewertet werden kann, möchten wir uns bei allen Beteiligten aufs Herzlichste bedanken. In dieser schnelllebigen Zeit ist es alles andere als selbstverständlich, dass eine Zusammenarbeit über mehrere Generationen von Erfolg geprägt ist. Wir wünschen den Verantwortlichen der Geschäftsstelle und somit dem «Thurgauer Bauer», dass auch in Zukunft die komplexen Herausforderungen, die im landwirtschaftlichen Bereich anstehen, möglichst gut bewältigt werden können. Wir werden das unsrige dazu beitragen, damit sich die Erfolgsgeschichte des «Thurgauer Bauer» auch in den nächsten Jahren fortsetzt.

Huber & Co. AG, Verlagsleiter
Thurgauer Bauer, Max Hebeisen

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