Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
13. Juli 2018


Junglandwirtekommission: Erfolgreiche Betriebsstrategie

Ausgabe Nummer 49 (2016)

Die Junglandwirtekommission organisiert den 4. Junglandwirtekongress vom 21. Januar 2017 zum Thema «Betriebsstrategien – Wege zum Erfolg». Der Anlass findet am Inforama Rütti in Zollikofen statt. Junge Landwirtinnen und Landwirte werden sich an dem Anlass mit den verschiedenen Betriebsstrategien von Unternehmern und Landwirten auseinandersetzen und daraus erkennen, was sie auf ihren eigenen Betrieb übertragen und umsetzen können. Wie bereits von den Junglandwirte- Events gewohnt, bietet auch der Kongress wieder eine gute Plattform, um sich mit Berufskollegen auszutauschen und sein eigenes Netzwerk zu vergrössern!

Was ist die Junglandwirtekommission?
Die Junglandwirtekommission (JULA) ist eine Fachkommission des Schweizer Bauernverbands (SBV). Aktuell zählt sie 14 Mitglieder, bestehend aus Junglandwirtinnen und Junglandwirte bis 35 Jahre aus der gesamten Schweiz. Die JULA diskutiert brisante Themen wie die aktuelle Agrarpolitik und gibt Stellungnahmen dazu ab. An den 6 bis 8 Tagessitzungen pro Jahr wird informiert, diskutiert, politisiert und organisiert.

4. Junglandwirtekongress
Im Jahr 2016 stand die Organisation des 4. Junglandwirtekongresses im Mittelpunkt. Er findet am 21. Januar 2017 zum Thema «Betriebsstrategien – Wege zum Erfolg» am Inforama Rütti in Zollikofen statt. Am Morgen wird der erste Hauptreferent Martin Keller, fenaco, zeigen, mit welcher Strategie man «eine Nasenlänge voraus» bleibt. Der zweite Hauptreferent Christof Züger, Züger Frischkäse AG, wird sein Referat über das Erfolgsrezept «mit Bio – laktosefrei in die europäische Nische» halten.
Am Nachmittag finden vier Seminare mit diversen erfolgreichen Unternehmern statt. Gemüseproduzent Ronny Köhli, Ruedi Föhn von der Alpkäserei Dräckloch, Betriebsökonom und Unternehmensberater Lorenz Probst und Samuel Imboden von der Betriebsgemeinschaft Agrino stellen ihre Betriebs- strategie und Erfahrungen vor. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zwei der Seminare zu besuchen. Im Anschluss dazu findet ein Apéro statt mit viel Raum für Diskussionen. Für französischsprechende Teilnehmer werden die beiden Hauptreferate am Morgen simultan übersetzt. Weitere Information und die Anmeldung finden Sie unter www.junglandwirte.ch.

Was macht die Junglandwirtekommission?
Agrarpolitik Bekanntlich sind für die Agrarpolitik 2018 bis 2021 keine Änderungen auf Gesetzesstufe, sondern nur auf Ebene der Verordnungen vorgesehen. Aus diesem Grund befasst sich die JULA bereits frühzeitig mit der Agrarpolitik für 2022 und die darauf folgenden Jahre. Verschiedene Zukunftsszenarien, wurden im Austausch mit dem BLW durchgedacht. Dabei wurden auch Innovationsförderung, Qualitätsstrategie und ein angemessener Anteil an der Wertschöpfung für die Landwirtschaft angesprochen. Die JULA ist im Prozess zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik beim Schweizer Bauernverband beteiligt und konnte ihre Sicht beim BLW einbringen.

Nachbarschaftspflege
Die Junglandwirte trafen sich diesen Herbst mit der Spitze der österreichischen Jungbauernschaft und Vertretern des Bunds der deutschen Landjugend. Die Junglandwirte aus den drei Ländern stellten ihre Organisationen vor und die diskutierten Themen Pflanzenschutz und Öffentlichkeitsarbeit wurden unterschiedlich beleuchtet. Da viele Herausforderungen in allen drei Ländern dieselben sind, konnten Lösungsansätze diskutiert werden. Ebenfalls fand 2016 ein Austausch mit den französischen Junglandwirten statt. Dabei wurden unter anderem die Bedingungen für Betriebsübernahmen für Junglandwirte verglichen.

Austausch mit Anspruchsgruppen
Die JULA lädt regelmässig Interessensgruppen ein, um sich gegenseitig die Ansichten über die Landwirtschaft und ihr Umfeld näher zu bringen. Spannende Diskussionen gab es in der Vergangenheit mit dem Schweizer Tierschutz, der Kleinbauern-Vereinigung oder auch Naturschutzorganisationen. Die JULA nutzte so die Gelegenheit, Pro Natura ihr Unverständnis für die Pflanzenschutzmittel-Kampagne aufzuzeigen und zu erinnern, dass es eine Schweizer Nahrungsmittelproduktion braucht, wir unsere Verantwortung wahrnehmen müssen und nicht durch noch mehr Lebensmittelimporte die negative Effekte ins Ausland verlagern dürfen. Die JULA setzt sich so breit für die Anliegen der Junglandwirte und der gesamten Landwirtschaft ein.







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