Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Januar 2018


Kadernachwuchs für die Thurgauer Landwirtschaft

Ausgabe Nummer 35 (2016)

Acht Landwirte und eine Bäuerin aus dem Thurgau durften an der Feier in Wangen an der Aare ihr Diplom in Empfang nehmen. Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbandes, und Christine Bühler, Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes, stellten die Werte in das Zentrum ihrer Ansprachen, welche neben den fachlichen Kompetenzen für erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer sonst noch wichtig sind. Sie betonten insbesondere die Bedeutung einer intakten Familie und eines ausgewogenen Verhältnisses von Berufs- und Privatleben.

Lukas Maurer, Präsident der Berufsbildungskommission des Verbandes Thurgauer Landwirtschaft, begleitete die neuen Kaderleute der Thurgauer Landwirtschaft an die stimmungsvolle Feier. Die Bäuerinnen wurden zum ersten Mal zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen, welche sich auf die landwirtschaftliche Meisterprüfung vorbereitet hatten, diplomiert. In diesem Jahr waren es 149 Landwirte, 7 Landwirtinnen und 4 Bäuerinnen, welche aus den Händen von Prüfungsleiter Peter Küchler ihr Diplom in Empfang nehmen durften.

Neuer Aufbau
Der Aufbau der landwirtschaftlichen Weiterbildung wurde auf den Stufen der Berufs- und Meisterprüfung in den letzten Jahren grundlegend überarbeitet. Das bedeutet insbesondere für die Bäuerinnen, welche die höhere Fachprüfung (HFP) machen, wesentliche Änderungen. Die Vorgaben bezüglich der Pflichtmodule und der Abschlussprüfungen sind für Landwirte und Bäuerinnen genau gleich.

Umfassende Auseinandersetzung mit dem eigenen Unternehmen
Wie ihre acht Klassenkameraden musste somit auch Heidi Helfenberger im Rahmen der Schlussprüfung am BBZ Arenenberg eine umfassende strategische Planung und einen Businessplan erstellen und beide Führungsinstrumente einem Expertenpaar vorstellen. Die Schnittstellen zwischen Familie/Haushalt und den landwirtschaftlichen Betriebszweigen mit ihrer Produktionstechnik und den wirtschaftlichen Ergebnissen, standen dabei im Zentrum. Die Unternehmens- und Umfeldanalyse, welche die Grundlage für die Planungsphase bildet, musste die frisch diplomierte Bäuerin ebenfalls im Rahmen der Meisterprüfung noch erarbeiten. Ihre männlichen Kollegen hatten das bereits innerhalb der Schlussprüfung der Berufsprüfung gemacht. Auch sie mussten jedoch die Grundlagen aktualisieren, bevor sie mit der strategischen Planung beginnen konnten.


Rudolf Grunder,
BBZ Arenenberg




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