Ausgabe Nummer 49 (2005)
Kastrationsaktion für Bauernhofkatzen
Aufruf an die Landwirte
Kastrationsaktion für Bauernhofkatzen

Kastrierte Katzen bleiben gute
Mäusefänger. Die Wintermonate
eignen sich gut für diese
Operation. (kb)
Der Schweizer Tierschutz (STS) startet zum siebten Mal eine Kastrationsaktion für Bauernhofkatzen. Der TSV Sirnach und Umgebung beteiligt sich an dieser Aktion, welche vom 1. November 2005 bis zum 31. März 2006 dauert.
Eine Kätzin wirft durchschnittlich zweimal im Jahr drei bis sechs Junge. Vielfach wird versucht, die Bestände zu regulieren, indem die Tiere getötet werden, was oft auf qualvolle Art geschieht. Das Töten von Jungtieren hat traurige Folgen für das Muttertier, welches einerseits die Jungen sucht und andererseits an einem massiven Milchstau leidet. Zudem ist das Töten von Jungtieren nur eine Lösung auf Zeit. Schon nach wenigen Wochen ist die Kätzin wieder trächtig.
Bauernhöfe sind oft auch eine Quelle abwandernder Katzen in die Nachbaragglomeration, wo sie verwildern und sich unkontrolliert vermehren. Diese Abwanderung der Katzen entsteht, wenn deren Lebensbedingungen ungenügend geworden sind (z.B. zu wenig Futter, kein Unterschlupf, Vertreiben von schwächeren Tieren).
Kastrierte Katzen bleiben gute Mäusefänger und müssen vor der Kastration keine Junge gehabt haben. Die Wintermonate eignen sich gut für die Operation der Katzen, weil dann die Jungkatzen bereits geschlechtsreif werden und die erwachsenen Kätzinnen noch nicht trächtig sind.
Der finanzielle Beitrag des STS wird nicht zu Gunsten der Landwirte, sondern zum Wohl der Katzen abgegeben. Während dieser Aktion kann man einen Kater für zirka 35 Franken und eine Kätzin für zirka 70 Franken kastrieren lassen, was einer etwa 50-prozentigen Reduktion des Normaltarifes entspricht.
Der TSV Sirnach und Umgebung lädt die Landwirte des Bezirks Münchwilen (Tätigkeitsbereich des Vereins) ein, von dieser Aktion Gebrauch zu machen.
