Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
20. April 2018


Keine Präparate mehr auf Basis von Stutenblut!

Ausgabe Nummer 45 (2015)

Am 29. September 2015 hat der Kassensturz Recherchen des Tierschutzbundes veröffentlicht, die aufzeigen, dass in Südamerika Stuten unter erschreckenden Bedingungen gehalten werden, um aus deren Blut ein Hormon zu gewinnen, welches auch in der Schweinezucht in der Schweiz eingesetzt wird.

Die Suisseporcs, der Schweizerische Schweinezucht- und Schweineproduzentenverband und die Tierärzteschaft, hatten zuvor keinerlei Kenntnisse von den unwürdigen Methoden, mit denen die fraglichen Präparate hergestellt werden. Nach einer intensiven Analysephase kommt die Suisseporcs zum Schluss, dass auf den Einsatz von Präparaten aus Stutenblut ab sofort verzichtet werden soll.

Wir haben in der Schweizerischen Schweineproduktion einen weltweit einmaligen Standard in der Tierhaltung. Wir lassen es nicht zu, dass durch Tierarzneimittel, die zwar offiziell zugelassen sind, aber unter solch abscheulichen Umständen produziert werden, unser Ruf in der Schweinehaltung ruiniert wird.

Die Suisseporcs fordert deshalb alle Tierärzte und Schweinezüchter auf, ab sofort auf den Einsatz von Präparaten aus Stutenblut zu verzichten.

Dieser Aufruf wird von der Vereinigung der Schweinemediziner (SVSM) unterstützt.

Für Fragen stehen zur Verfügung:
Meinrad Pfister, Präsident, Telefon 079 916 00 41
Dr. Felix Grob, Geschäftsführer, Telefon 079 355 94 85




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