Ausgabe Nummer 18 (2005)
Konsumenten noch besser informieren
| Kabarettist Simon Enzler lockerte die Jubiläumsversammlung auf | |||
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| Tiefe Nahrungsmittelpreise beschäftigte die Schweinebranchen, das war Mitte April an der 35. Generalversammlung der Genossenschaft Prosus Weinfelden im aargauischen Lupfig zu erfahren. | |||
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| «In der letzten Zeit haben grosse Konzerne wie Banken, Detailhandelsketten und Pharma-Multis ihre Jahresabschlüsse 2004 veröffentlicht. Sicher sind wir alle glücklich, wenn diese Arbeitgeber und Marktpartner gute Resultate erzielen können, denn unser Land braucht eine starke Wirtschaft», eröffnete am letzten Mittwoch Martin Egli, Präsident der Genossenschaft Prosus, Weinfelden, die 35. Generalversammlung. In seinem Grusswort kritisierte er die hohen Entschädigungen der Wirtschaftskapitäne, welche nicht selten einen zweistelligen Millionenbetrag ausmachen. Demgegenüber seien mit einem Durchschnittseinkommen die hohen Fixkosten kaum mehr zu bestreiten. Im Verkauf von Lebensmitteln unterbieten die Marktpartner die Preise. Den Produzenten von Lebensmitteln bleibt mit dem hohen Kostenumfeld und den vielen Vorschriften längst kein Spielraum mehr, weiss Egli aus eigener Erfahrung. Er forderte seine Berufskollegen auf, noch professioneller zu werden und die Türen zu öffnen, um die Konsumenten noch besser zu informieren. Starke Schweinebranche Das gesamte Dienstleistungsangebot der Genossenschaft Prosus sei darauf ausgerichtet, dass Mitglieder und Lieferanten im Prozess einer steten Optimierung und Verbesserung hinsichtlich der Markt- und Managementsanforderungen aktiv unterstützt werden, um so einen positiven Beitrag zu den betriebswirtschaftlichen Ergebnissen der Schweineproduktion zu leisten, stellte Josef Schurtenberger, Geschäftsleiter, in seinem Jahresbericht fest. Was im Zusammenhang mit der Nahrungsmittelproduktion generell zu denken gebe, sei die Schere zwischen dem, was die Produzenten erhalten und was der Konsument am Ladentisch bezahle. Nach Meinung von Schurtenberger sind in diesem Bereich vor allen die politischen Akteure wie Bauernverband und Suisseporcs gefordert. Er gab der Freude Ausdruck, dass es der Schweinebranche gelungen sei, sich zu einem Verband zusammenzuschliessen. Für die Nachhaltigkeit bezüglich Qualität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit und für eine professionelle, ertragsstarke und konkurrenzfähige Schweineproduktion sei es wichtig, dass sich alle Beteiligten engagieren. Erfreulicher Cash Flow Im Berichtsjahr konnte die Prosus einen Cash Flow von 524 000 Franken ausweisen, dies bei Abschreibungen von rund 402 000 Franken. Nach 18-jähriger Revisionstätigkeit erklärte Paul Gähwiler, Hinterforst, seine Demission. Zum neuen Revisor wurde Hansueli Preissig, Nassen, gewählt. In seinem Grusswort stellte Felix Grob, Geschäftsführer Suisseporcs, fest, dass zurzeit zu viele Mastplätze vorhanden seien und daher ein Überangebot an Schweinefleisch vorhanden sei. Er empfahl, das Angebot den Marktbedürfnissen anzupassen. Im Rahmen der Jubiläumsgeneralversammlung gab der bekannte Kabarettist Simon Enzler einige Kostproben aus seinem Programm «Pointen so räss wie Appenzellerkäse». Mario Tosato |
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