Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Oktober 2018


Konsumenten schätzen Produkte aus der Region

Ausgabe Nummer 25 (2015)

An der 8. Generalversammlung von Agro Marketing Thurgau stand neben dem geschäftlichen Teil die Zusammenarbeit verschiedener Anbieter im Zentrum.

«Die rasche Globalisierung und Veränderung der Welt ist Tatsache. Davon sind auch unsere Lebensmittelmärkte betroffen», stellte Roland Werner Präsident Agro Marekting Thurgau AG in seinem Jahresrückblick anlässlich der 8. Generalversammlung fest. Diese Entwicklung schüre bei den Konsumenten die Sehnsucht nach Heimat. Daraus ergebe sich eine Riesenchance für klar definierte und gekennzeichnete regionale Lebensmittel. Wolle eine Region von diesem Trend profitieren, brauche sie Unternehmer und Unternehmerinnen, die für solche Produkte werben. Nach Meinung von Roland Werner braucht es Leute in den Regionen, die ziehen und eine «Leuchtturmfunktion» übernehmen. Diese Funktion können weder Agro Marketing noch der Staat erfüllen, betonte Roland Werner.

Neu auf dem Arenenberg
Simone May, Geschäftsführerin Agro Marketing Thurgau AG, erinnerte daran, dass die Geschäftsstelle von Amriswil ins Kompetenzzentrum Arenenberg, Salenstein, zügelte. Mit Eröffnung des neuen Beratungszentrums auf dem Arenenberg bot sich die Gelegenheit, die Platzprobleme am früheren Standort zu lösen. Laut Simone May bleiben die engen Kontakte zu Thurgau Tourismus und zum Standortmarketing durch die Realisierung der gemeinsamen Veranstaltungsformate bestehen. Die bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Roland Werner (Thur Milch Ring AG), Clemens Rüttimann (Biotta AG) und Matthias Müller (Sonnenhof, Vertreter des Verbands Thurgauer Landwirtschaft) wurden für vier weitere Amtsjahre bestätigt.

Beispiel aus Vorarlberg
Ingo Metzler, Metzler Käse-Molke GmbH, Egg Bregenzer Wald (AT), stellte das Projekt Naturhautnah vor. Mit dem Projekt Naturhautnah wurde ein Ort geschaffen, an dem energieeffizient und nachhaltig gewirtschaftet wird und so sämtliche landwirtschaftliche Prozesse hautnah erlebt werden können. Die Metzler GmbH möchte das Lebensthema Bauernhof, alles was dazugehört und was daraus entsteht, für jeden verständlich machen; vom imposanten Kuh-Laufstall und dem turbulenten Ziegen-Tollhaus mit Besuchergalerie über die Kleintier-Kuschelzone, dem Kräutergarten, der Hightech-Kühl- und Wärmetechnik bis hin zur Käseherstellung, Molke-Kosmetikverarbeitung und Hofladen.

Zusammenarbeit ist wichtig
Zum Abschluss der Veranstaltung diskutierten Ruedi Bartel, Präsident Gastro Thurgau, Ueli Bleiker, Chef Landwirtschaftsamt Thurgau, Michael Dubach, Geschäftsführer Pro Zürcher Berggebiet, Jakob Hug, Vizepräsident Verband Thurgauer Landwirtschaft und Godi Siegfried, Gemeinderat Fischingen, die Frage «Was brauchts damit sich die Region optimal entwickeln kann?» Ueli Bleiker erinnerte daran, dass jeder dritte Apfel, der in der Schweiz gegessen wird, aus einer Thurgauer Obstanlage stammt und jeder zweite Liter Apfelsaft aus Äpfeln von Thurgauer Obstbäumen hergestellt wird. Miteinander sei wichtig; Landwirte, Käsereien, Gastronomiebetriebe, Hotels und das Gewerbe müssen gemeinsam aktiv sein, stellt Ueli Bleiker fest. Der Kanton unterstützt dies mit guten Rahmenbedingungen und Infrastruktur, wie zum Beispiel Güterzusammenlegung «Schurten» oder die Sanierungen der Hofzufahrten um Fischingen.


Mario Tosato




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