Ausgabe Nummer 7 (2008)
Küche optimal planen
Die Küche ? das Reich der Familie
Wie sieht die Küche der Zukunft aus? Soll sie Arbeits- und Wohnraum sein? Erfasst der Trend zum loftartigen Wohnen auch die Küche? Welche Materialien werden für die Fronten und die Abdeckung gewählt? Welche Geräte sind sinnvoll? Auf welche Küchenaccessoires soll nicht verzichtet werden? Einige Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie in diesem Bericht oder umfassende Informationen erhalten Sie am Kurs «Küche optimal planen» vom 29. Februar 2008 am Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg.Die Küche ist der Mittelpunkt eines Wohnhauses. Dort wird nicht nur gekocht, gebacken und konserviert, sondern auch gelacht, geweint, gespielt, miteinander diskutiert und vieles mehr. Deshalb muss bei einem Neu- oder Umbau der Küche besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Je besser die Bauherrschaft die Bedürfnisse und Wünsche definieren kann, umso mehr Freude, Wohlbefinden und Lebensqualität wird die ganze Bauernfamilie erleben dürfen. Es lohnt sich, genügend Zeit für die Planung einzuräumen. Einerseits müssen Informationen eingeholt werden, um das aktuelle Marktangebot an Gestaltungs- und Einrichtungsmöglichkeiten, die Materialien und die Geräte zu kennen. Andererseits ist das Gespräch innerhalb der Familie sehr wichtig. Die Investitionskosten sind hoch, und alle sollen sich in diesem Raum wohl fühlen und Freude daran haben.
Unterschiedliche Ausführungen der Kücheneinrichtung
Der Umbau einer Küche kann beispielsweise Fr. 30 000.? kosten. Genau so kann aber auch für das Vierfache renoviert werden. Ausführungsunterschiede der Küchenmöbel und -geräte bedingen den Hauptanteil der Preisdifferenz zwischen einer preisgünstigen und einer teuren Kücheneinrichtung. Für eine komfortable Küche ist die Wahl einer Luxusausführung nicht zwingend notwendig.
Abdeckungen
Das meistgewählte Material für die Abdeckung in einer Bauernküche ist heute der Granit. Er ist sehr dauerhaft und in verschiedenen Preiskategorien erhältlich. Normalerweise wird er in einer Stärke von drei Zentimetern verarbeitet. Wer auf einen einheimischen Granit Wert legt, dem stehen unter anderem der Andeer- Granit oder Verde Spluga zur Verfügung. Generell gilt, je dunkler ein Granit ist, umso weniger heikel ist er. Marmor, als weiteres Abdeckmaterial, ist ein Kalkgestein und dadurch säureempfindlich. Deshalb wird er in der Küche nicht mehr verwendet. (Mehr Informationen zu den einzelnen Natursteinen unter www.natursteinnet.de) Vermehrt werden auch wieder Chromstahlabdeckungen gewählt. Dank guter Chromstahllegierung, Reinigungslappen aus Mikrofasern und entsprechenden Reinigungsmitteln hält sich der Pflegeaufwand in Grenzen. Kunstharzabdeckungen sind ebenfalls zweckmässig und in vielen Ausführungen erhältlich. Bei grossen Arbeitsflächen wirkt sich ihr Preisvorteil besonders aus.
Fronten
Farbenfrohe Küchenfronten sind gefragt. Kunstharzoberflächen gibt es in so vielen Farbtönen, dass jede Bauherrschaft fündig wird. Beliebt sind vor allem warme Töne, aber auch knallige Farben in Hochglanz halten Einzug in die Küchenwelt. Kunstharzoberflächen bestehen aus einer Spanplatte, die beidseitig mit einer Kunstharzplatte von 0,6 bis 1,0 mm Stärke belegt ist. Als preisgünstigere Variante mit dünnerer Kunstharzauflage (0,15 bis 0,3 mm Stärke) gibt es die beschichtete Spanplatte. Die verschiedenen Kantenausführungen (Postforming, Dickkanten, massive Holzkanten oder Metallkanten) geben Schutz und wirken je nach Ausführung dekorativ. Colorfronten bestehen meist aus einer MDF-Platte (mitteldichte Faserplatte). Hier sind die Kanten und Flächen ebenfalls mit verschiedenen Profilierungen und Oberflächenstrukturen erhältlich. Somit können praktisch alle Wünsche der Bauherrschaft erfüllt werden. Auch die Nachfrage nach furnierten und massiven Holzfronten in glatter Ausführung hat zugenommen. Eine Auflockerung der Fronten kann durch Glastüren oder einen anderen Materialmix erzielt werden. Farbige Glasrückwände können anstelle von keramischen Platten angebracht werden. Zudem gibt es spezialisierte Firmen, die auch Stahlküchen anbieten.
Wie lange dauert ein Küchenumbau?
Damit die Lebensqualität während eines Küchenumbaus nicht allzu stark eingeschränkt wird, ist eine gute Organisation unerlässlich. Im Sommer wird die Küche oft ins Freie verlegt. Der Winter oder eine Schlechtwetterperiode bedingen, dass ein Raum umfunktioniert wird. Wenn keine grösseren Veränderungen geplant sind, rechnet man für einen Umbau 20 bis 25 Arbeitstage. Die Planungs- und Produktionszeit ist abhängig vom Projekt selbst, von den Lieferfristen der Hersteller und von den zu erbringenden Eigenleistungen. Neben dem Küchenspezialisten braucht es im Allgemeinen den Elektriker, Sanitär, Maurer, Maler und Plattenleger.
Hinweis: Gutes Gelingen eines Küchenumbaus setzt eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Bäuerin, Landwirt, Beraterin und Spezialisten voraus. Deshalb nutzen Sie den Kurs «Küche optimal planen » vom 29. Februar 2008, 8.30 bis 16.00 Uhr, am Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg. Kosten: Fr. 100.?.
Weitere Auskünfte und Anmeldung: Telefon 071 663 33 33, Fax 071 664 28 67, info@arenenberg.ch. BBZ Arenenberg, Ländliche Hauswirtschaft und Familie, Pia Lenz

