Ausgabe Nummer 4 (2007)
Küche optimal planen
Gut geplant ist halb gebaut
Die Küche ist das Reich der Familie. Je besser die Bauherrschaft die Bedürfnisse und Wünsche beim Neu- oder Umbau einer Küche definieren kann, umso mehr Freude, Wohlbefinden und Lebensqualität wird die ganze Bauernfamilie erleben dürfen. Deshalb lohnt sich, genügend Zeit für die Planung einzuräumen. Eine Gelegenheit dazu bietet der Kurs «Küche optimal planen» am 16. Februar 2007 am Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg.Wie sieht die Küche der Zukunft aus? Soll sie Arbeits- und Wohnraum sein? Erfasst der Trend zum loftartigen Wohnen auch die Küche? Welche Materialien werden für die Fronten und die Abdeckung gewählt? Weshalb kann beim Um- oder Neubau der Preisunterschied sehr gross sein? Das sind nur einige wenige Fragen, die bei der Planung und Realisierung einer neuen Küche auftauchen.
Unterschiedliche Ausführungen der Kücheneinrichtung
Ausführungsunterschiede der Küchenmöbel und -geräte verursachen den Hauptanteil der Preisdifferenz zwischen einer preisgünstigen und einer teuren Kücheneinrichtung. Für eine komfortable Küche ist die Wahl einer massiven Holzausführung nicht zwingend notwendig. Sie sind zwar sehr gefällig, preisgünstigere Alternativen können ihren Zweck aber genauso erfüllen.
Nicht jeder Mehraufwand gegenüber einer preisgünstigen Basisausführung ist als Luxus zu bezeichnen. Es gilt, jeweils die höheren Aufwendungen mit einem allfälligen Zusatznutzen zu vergleichen. Hoher Komfort bedeutet nicht zwangsläufig Bequemlichkeit. Er kann auch eine sinnvolle Einteilung der Arbeitszeit ermöglichen und hilft so, Stress zu vermeiden.
Kochinseln im Trend
Der Wohnküche im Bauernwohnhaus schenkte man schon immer besondere Beachtung. Der Trend geht zu einer grosszügigen Küche. Ein in der Raummitte positioniertes, rundherum zugängliches Arbeitszentrum als Koch- oder Abwaschinsel ermöglicht auch während des Kochens oder Aufräumens den Kontakt mit den Familienmitgliedern am Esstisch. Kühlschrank, Backofen, Dampfgarer und Vorratsschrank benötigen ihrerseits hohe Elemente und werden an den Wänden platziert. Beliebt sind auch sogenannte Halbinseln. Sie sind dann die Lösung, wenn der Raum knapp ist und ein fliessender Übergang von der Küche in einen anderen Raum gewünscht wird. Weitere Lösungsansätze sind eine L-förmige, zweizeilige oder U-förmige Küche. Bei allen Varianten ist zu beachten, dass Kochen und Spüle nicht zu weit auseinander liegen. Ebenso gilt ein weiterer Grundsatz, dass rechts und links vom Ausguss und vom Kochfeld etwas Abstellfläche vorhanden sein sollte. Die Ergonomie spielt auch eine grosse Rolle. Rückenschonende Arbeitshöhen variieren je nach Grösse der Personen, die am meisten in der Küche arbeiten zwischen 88 und 95 Zentimetern. Sitzarbeitsflächen sorgen für weniger Ermüdung.
Diese und weitere Aspekte werden im Kurs bearbeitet und zwei umgebaute Küchen besichtigt.
Fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Bäuerin, Landwirt, Beraterin und Spezialisten garantiert gutes Gelingen. Ausgaben in die vorausschauende Neu- oder Umbauplanung rechnen sich in jedem Fall durch einen Gewinn an Qualität.
Weitere Auskünfte und Anmeldung unter Telefon 071 663 33 33, Fax 071 664 28 67, info@arenenberg.ch.
BBZ Arenenberg, Fachstelle Ländliche Hauswirtschaft und Familie, Pia Lenz

