Ausgabe Nummer 49 (2004)

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Kundenbefragung zeigt erfreuliche Resultate

Labels von Konsumenten kaum wahrgenommen
 
Kundenbefragung zeigt erfreuliche Resultate
 
Regierungsrat Kaspar Schläpfer und Hans Stettler, Chef Landwirtschaftsamt, freuen sich über die erfreulichen Resultate der Kundenbefragung.
 
Hans Stettler (links) und Regierungsrat Kaspar Schläpfer kommentieren die Resultate der Kundenbefragung. (tos)
 
Vor genau acht Jahren habe die Thurgauer Regierung das Leitbild für die Thurgauer Landwirtschaft vorgestellt, erklärte Regierungsrat Kaspar Schläpfer, Chef Departement für Inneres und Volkswirtschaft (DIV), an der Pressekonferenz vom Donnerstag der letzten Woche. Grund für die Schaffung des Leitbildes sei der in den 90er-Jahren eingetretene Wertewandel in der Gesellschaft, die Globalisierung der Wirtschaft sowie die Probleme in der Landwirtschaft in den Bereichen der Ökologie und der Marktgleichgewichte. Nach Angaben von Schläpfer enthält das Leitbild fünfzehn Leitsätze. Der letzte verlange, dass das Leitbild von einem Controlling begleitet werden soll. Das Landwirtschaftsamt komme diesem Auftrag periodisch nach. Er verwies auf den dritten Controllingbericht 2002 über die Bemessungsperiode 2000/2001.

1657 Thurgauer nahmen an der Befragung teil
Auf Grund einer Interpellation von Kantonsrat Andreas Binswanger, Präsident des Thurgauer Bauernverbandes, führte das Landwirtschaftsamt eine Kundenbefragung an der Frühjahrsmesse in Frauenfeld und an einem dreitägigen Event im Einkaufszentrum in Frauenfeld durch. In der kantonalen Verwaltung wurde die Befragung schriftlich durchgeführt. Insgesamt wurden 905 Frauen und 752 Männer befragt. Dank dem grossen Engagement durch das Landwirtschaftsamt habe die Befragung praktisch nichts gekostet, freut sich Schläpfer.

Thurgauer Landwirtschaft geniesst hohes Vertrauen
Das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in die Landwirtschaft ist mit 80 Prozent und in die nachvollziehbare Produktion 70 Prozent sehr hoch, betont Schläpfer. Das Interesse der Konsumenten, wo und wie angebaut und produziert wird, ist in einem erfreulich hohen Mass vorhanden. Beim Fleischkonsum ist artgerechte Tierhaltung von grosser Bedeutung. 84 Prozent der Befragten wissen, dass die Thurgauer Bäuerinnen und Bauern nebst der Nahrungsmittelproduktion auch die schöne Thurgauer Landschaft pflegen und somit einen wichtigen Beitrag für den Erholungsraum Thurgau leisten.

Die vielen Labels werden kaum wahrgenommen
Hans Stettler, Chef des Thurgauer Landwirtschaftsamtes, hat am meisten überrascht, wie gut die Thurgauer über die Landwirtschaft Bescheid wissen. Eher ernüchternd sei die Tatsache, dass von den Konsumenten die verschiedenen Labels gar nicht wahrgenommen werden. Viele Konsumenten hätten bereits den Überblick verloren. Am Schluss der Umfrage durften die Befragten Wünsche an die Bauern formulieren. 58 Frauen und Männer hätten gerne mehr Bio. Diese Antworten kamen komplett aus den Reihen der Verwaltung, stellte Stettler klar.
Glaubt man der Umfrage, dann sind landwirtschaftliche Fahrzeuge auf den Strassen für die Thurgauer kein grosses Problem. Nur 8,5 Prozent ärgern sich darüber, 44,6 Prozent stört es überhaupt nicht und 45,3 Prozent ärgern sich manchmal.

Mario Tosato
 
 
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