Ausgabe Nummer 45 (2004)
Kühe brauchen einen Wetterschutz
| Dichtung und Wahrheit |
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Kühe brauchen einen Wetterschutz
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| Den Bericht in der «Thurgauer Zeitung» vom 13. Oktober 2004, «Kühe brauchen einen Wetterschutz», musste ich zwei Mal lesen, um den Inhalt wirklich zu begreifen. Ich konnte nicht glauben, dass in der jetzigen Jahreszeit ein Wetterschutz für Rindvieh obligatorisch sei, denn von der Physiologie her ist dies im Herbst absolut überflüssig. Meine Nachforschungen ergaben, dass der Inhalt des publizierten Berichts nicht den Tatsachen entspricht, das heisst, die beiden Bauern haben sich ihren Rindern gegenüber absolut korrekt verhalten. Es bleibt die Frage im Raume stehen, nach welchen Motiven die Vertreter des Tierschutzes handeln. Dient diese Beugung von Tatsachen der billigen Öffentlichkeitsarbeit beziehungsweise des Einfahrens von Spendengeldern? Sind sich die Verantwortlichen der Tierschutzverbände eigentlich bewusst, dass ihre Handlungsweise langfristig für das Tierwohl absolut kontraproduktiv sein wird, indem die Bauern aus Angst vor ungerechtfertigten Anzeigen und Schikanen die Tiere statt auf die Weide nur noch in den Laufhof lassen? Ist man sich überhaupt bewusst, dass mit der überbordenden Kontrolltätigkeit in der Landwirtschaft gewissen herrschsüchtigen Menschen die ideale Plattform auf dem Tablett serviert wird, ihre «Landvogtmentalität» beinahe schrankenlos auszuleben? Die Bauern sind nämlich der einzige Berufsstand, welcher für Vergehen gegen die Umwelt- und Tierschutzgesetzgebung in absolut verfassungswidriger Weise doppelt bestraft wird, was man Apartheidpolitik nennt! Oder sollten wohl Mitbürger/innen, welche die Tierschutzorganisationen finanziell unterstützen wollen, in Zukunft sicherstellen, dass ihre Spende auch dem Tierwohl zugute kommt und nicht für die Schikanierung der Bauern dient? Heini Elliker, Frauenfeld, Landwirt, dipl. Ing. agr. ETHZ, Fachrichtung Tierproduktion |
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