Thurgauer Bauer

Aktuelle Ausgabe vom
12. Oktober 2018


Landfrauen lernen und probieren Neues aus

Ausgabe Nummer 35 (2015)

Präsidentinnenkonferenz der Landfrauen auf dem Arenenberg

Aus den 56 Thurgauer Sektionen trafen sich Präsidentinnen und Vorstandsfrauen auf dem Arenenberg zur Präsidentinnenkonferenz der Landfrauen. Vreni Peter stellte das neue Weiterbildungsprogramm vor. Regula Gonzenbach vom Verein Thurgauer Frauenarchiv zeigte an Beispielen Landfrauenleben im Wandel der Zeit auf.

Die Präsidentinnenkonferenz sei ein wichtiger Anlass in der Agenda der Landfrauen, betonte Regula Böhi- Zbinden, die Präsidentin des Kantonalvorstandes bei der Begrüssung. Erfahrungsaustausch, Informationen über Kurse, Vorträge und Veranstaltungen des Verbandes und Anregungen und Wünsche aus den Sektionen füllten das Abendprogramm. Frau hat nie ausgelernt Vreni Peter stellte das neue Weiterbildungsprogramm vor: «Es gibt nichts, was Frau nicht lernen oder zumindest ausprobieren kann» war ihr Motto zum breit gefächerten Angebot von 58 Kursen, von Gartenbau, Floristik, Ernährung, Handwerk bis zu Recht, Finanzen und Persönlichkeitsbildung. Dabei wurde ersichtlich, wie Frauen durch ihr Wirken Alltäglichem Schönheit und Poesie abgewinnen und aus wenig viel machen können.
Ausser Kursen, die zum festen Bestandteil des Weiterbildungsprogramms gehören, zeigte Vreni Peter auch Neues auf. Der Umgang mit Smartphone und Tablets kann gelernt werden. Das ungenutzte Silberbesteck der Grossmutter kann zu Ringen und anderen Schmuckgegenständen verarbeitet und so zu neuem Leben erweckt werden. Auch beim Steinbildhauen, Herstellen von Gartendekorationen und beim Nähen von T-Shirts sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Im Bereich Gesundheit sind neu auch Angebote zu natürlichem Heilen mit ätherischen Ölen, Steinen und alten Hausmitteln. Rita Höpli, welche während 15 Jahren die Koch- und Backkurse leitete, wurde mit Dank verabschiedet. Im BBZ Arenenberg wird sie weiter wirken. Die Vereinskochkurse werden nun von verschiedenen Kursleiterinnen erteilt.

Einblicke in das Thurgauer Frauenarchiv
Als Gastreferentin berichtete Regula Gonzenbach, Präsidentin des Vereins ThurgauerFrauenArchiv, aus der Vereinsgeschichte und dem Leben von Frieda Rüdin Meili (1901 bis 1987), welche als Sekretärin ihres Vaters, des ersten Thurgauer Bauernsekretärs, grossen Einblick in das bäuerliche Leben hatte und die Entwicklung der Bäuerinnen im Thurgau massgeblich prägte. «In schwierigen Zeiten hatten die Frauen oft mehr Mut und Zuversicht als ihre Männer. Was ihnen fehlte war die Möglichkeit zur Weiterbildung und der Kontakt zu ihresgleichen», so Regula Gonzenbach.
In ihrem Schlusswort wies Regula Böhi-Zbinden auf Veranstaltungen wie den Tag der Pausenmilch und die WEGA hin, an denen sich die Landfrauen beteiligen. Von Frauen, welche besondere Fähigkeiten einbringen möchten, wie etwa das Schmücken der Kirche oder das Verfassen von Texten, nehme sie gerne die Adresse für den Personalpool auf.
An der OLMA werden die Thurgauer Landfrauen drei Tage lang vertreten sein. Eveline Bachmann koordiniere die Einsätze beim Backen, es werden noch Frauen gesucht. Jasmin Gubler dankte sie für die Gestaltung der neuen Homepage www.landfrauen-tg-ch.
Regula Böhi-Zbinden bedankte sich für den Einsatz der Frauen in ihren Sektionen und wies auf die Geschichte der Frauen hin: «Einst kämpften Frauen für das Stimmrecht. Nun kandidieren sie für politische Ämter. Geht an die Wahlurne!»


Trudi Krieg













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