Ausgabe Nummer 2 (2007)

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Landfrauentag 2007 in Weinfelden

«Hände sind etwas Faszinierendes und Wunderbares»

Im Zentrum der diesjährigen Landfrauentage stehen das Referat von «Vom Geheimnis der Hand» von Professor Phil. Alfred Noser und die musikalische Umrahmung durch Organist Matthias Blumer und das Handglocken-Ensemble der Kantonsschule Romanshorn.

Erstmals konnte die neue Präsidentin des Thurgauer Landfrauenverbands (TLFV), Therese Huber-Hirschi, gegen 700 Frauen und Gäste zum Start der Landfrauentage 2007 in der evangelischen Kirche Weinfelden begrüssen. Regierungspräsident Kaspar Schläpfer, Nationalrat Hansjörg Walter, Präsident des Schweizerischen Bauernverbands, und Gemeindeammann Max Vögeli, Weinfelden, erwiesen den Bäuerinnen und Landfrauen mit ihrer Anwesenheit die Reverenz.Auch als moderner Verband wolle der TLFV Traditionen bewahren und trotzdem offen für Neues sein, betonte Therese Huber.

Andere Leute treffen
Die Grussworte des Thurgauer Bauernverbands (TBV) überbrachte Geschäftsführerin Hermine Hascher. Sie betonte, dass der TBV die Landfrauentage schätze und unterstütze. Gerade bei den heutigen Herausforderungen sei es wichtig, mal vom Alltäglichen Abstand zu nehmen; sich mit anderen Leuten zu treffen und das Gesellige zu pflegen. In Anspielung auf das Tagesthema meinte Hermine Hascher: «Ein handgeschriebener Glückwunsch oder ein persönlicher Händedruck werden anders empfunden und senden tiefere Botschaften aus, als einige Stichworte via Mail oder SMS.»

Eindrücklicher Parcours der Hände
«Mit leeren Händen kam ich, mit leeren Händen muss ich gehen, was ich dazwischen erlebte war fast zu viel, war wunderschön », eröffnete Alfred Noser, ehemaliger Rektor der Hochschule St. Gallen, sein Referat, welches mit eindrücklichen Bildern untermalt wurde. Der Referent zeigte am Beispiel eines Kleinkindes, das erwachsen wurde, den «Parcours» der Hände. Mit den Händen lernen Kinder greifen und begreifen.Wie Noser betonte, stehen die Hände im Zentrum der zwischenmenschlichen Kommunikation. «Oft sagen Hände mehr als tausend Worte.» Nach Nosers Meinung sind die Hände das sensibelste Werkzeug des Menschen und zusammen mit dem Gesicht die ausdrucksstärksten Teile des menschlichen Körpers. Vielfach würden Gefühle und Emotionen mit Händen ausgedrückt. Hände können aber auch das Auge der Blinden sein. Faszinierend sei es, wie Spezialisten für Taubstumme die auditive Sprache in Gebärdensprache übersetzen. Hände können nach Nosers Ausführungen auch Heilkräfte enthalten. Er erinnerte daran, was mit Händen beim Schreiben, Malen, in der Musik gestaltet, geformt und interpretiert wird. «Hände können aber auch Gewalt auslösen. Hände können morden, aber auch schützen und positive Signale aussenden», sagte Noser und meinte: «Hände sind etwas Faszinierendes und Wunderbares.»
Einen weiteren Höhepunkt der Landfrauentage bildet die musikalische Umrahmung durch Organist Matthias Blumer und das Handglocken-Ensemble der Kantonsschule Romanshorn.

Mario Tosato


Gegen 700 Bäuerinnen und Landfrauen besuchten gestern den Start der Landfrauentage 2007.
(tos)
Gegen 700 Bäuerinnen und Landfrauen besuchten gestern den Start der Landfrauentage 2007. (tos)