Ausgabe Nummer 8 (2005)

zurück zur Übersicht

Landwirtschaftliche Direktvermarkter in der Offensive

Neue Statuten wurden an der Hauptversammlung in Fruthwilen einstimmig genehmigt
 
Landwirtschaftliche Direktvermarkter in der Offensive
 
Thurgauer Direktvermarkter wollen sich nach innen und aussen öffnen, mehr Wachstum des Vereins und eine grössere Professionalität. Mit der Genehmigung der neuen Statuten wurde ein erster Schritt getan.
 
Auf den neuen Vorstand wartet viel Arbeit (von links): Andrea Heimberg, Doris Friedli, Esther Maurer, Adrian Tobler, Claudia Brenner, Elsbeth Rutishauser und Bea Meier. (tos)
 
Adrian Tobler, Präsident der Interessengemeinschaft (IG) Thurgauer Direktvermarkter, bezeichnete an der Jahresversammlung das letzte Jahr als ertragreich und fruchtbar. Dennoch hätten das Risiko und die Unsicherheit bei den Bauernfamilien, mit den Diskussionen um den Ausstieg aus der Milchkontingentierung und dem Abbau der Marktstützung, weiter zugenommen. Der Vorstand und die Projektgruppe haben sich im vergangenen Jahr intensiv mit der Zukunft der IG Thurgauer Direktvermarkter befasst und können mit den revidierten Statuten bereits ein erstes Resultat präsentieren. Nicht besonders erfolgreich verliefen die Märkte in Rudolfstetten und Gottlieben. Hingegen erfreut sich der Herbstmarkt in Winterthur grosser Beliebtheit. Hier konnten nach den Ausführungen von Tobler gute Umsätze erzielt werden.

Wechsel im Vorstand
Ihren Austritt aus dem Vorstand erklärten Eugen Schmid, Bischofszell, und Tristan Rutishauser, Güttingen. Aus beruflichen Gründen will sich Präsident Adrian Tobler entlasten. In den kommenden vier Jahren wird er die IG zusammen mit Claudia Brenner, Märstetten, im Kopräsidium führen. Neu gehören Andrea Heimberg Müller, Hörhausen, und Bea Meier, Fruthwilen, dem Vorstand an. Die bisherigen Vorstandsmitglieder, Esther Maurer, Elsbeth Rutishauser und Doris Friedli wurden einstimmig bestätigt.

Statutenrevision genehmigt
Mit Ausnahme der Öffnung des Vereins und der Stimmberechtigung bei Familienbetrieben entstanden um die Revision der Statuten, welche von Pia Lenz, Leiterin Fachstelle ländliche Hauswirtschaft LBBZ Arenenberg, kompetent präsentiert wurden keine grossen Diskussionen. Die Umschreibung Zweck und Ziel wurde gegenüber den alten Statuten ausführlicher und präziser formuliert. Ein Votant befürchtet, dass die IG in Zukunft nicht nur bäuerlichen Vermarktern, sondern auch Händlern ohne eigene Produktion offen steht. Mit dem Satz «Ziel des Vereins ist die Förderung und Vermarktung landwirtschaftlicher und regionaler Produkte und Dienstleistungen» konnte man diesen Befürchtungen entgegentreten. Künftig haben Familienbetriebe an der Hauptversammlung nur noch eine Stimme. Die Statutenrevision wurde einstimmig genehmigt.

Neues Reglement
Wie Vizepräsidentin Esther Maurer berichtete, laufen die Arbeiten um die Zukunft der IG in den drei Arbeitsgruppen Strukturen, Qualität und Kommunikation auf Hochtouren. Nach ihrer Meinung wird die IG mit der Öffnung aufblühen und sich vergrössern. In naher Zukunft soll die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt werden. Im laufenden Jahr wird nun das Reglement um das Gütesiegel der IG erneuert und an der nächsten Hauptversammlung zur Genehmigung vorgelegt.

Mario Tosato
 
 
top     schliessen