Ausgabe Nummer 37 (2009)

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Landwirtschaftliche Forschung kommunizieren

Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART öffnete am Standort Tänikon nach rund fünf Jahren wieder einmal die Türen, um über die aktuellen Forschungsprojekte zu informieren.

Mit der Aussage «Die beste Wissenschaft nützt nichts, wenn sie nicht kommuniziert wird», begrüsste Paul Steffen, Direktor der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz- Tänikon ART, die Behördevertreter anlässlich des Tags der offenen Tür in Tänikon. Er wies darauf hin, dass die Forschung gerade in der Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinne. Die ART sei in der Region aber auch ein wirtschaftlicher Faktor. So wohnen von den 122 Mitarbeitenden 57 in der Gemeinde Aadorf. Aus dem Kanton Thurgau arbeiten insgesamt 76 Personen in der ART Tänikon.

Wirtschaftlichkeit gewinnt an Bedeutung
Die rund 3000 Besucherinnen und Besucher hatten Einblick in die unzähligen Forschungsarbeiten der ART Tänikon – über Filter gegen gefährlichen Feinstaub, den richtigen Stallboden für saubere Luft, fitte Kühe, Biogas, Hightech auf dem Acker, Beschäftigung für Mastschweine und vielen anderem mehr. Beim Rundgang wurde auch immer wieder sichtbar, welche Bedeutung die Wirtschaftlichkeit neben der Ökologie und der tierfreundlichen Haltung hat. So wird den Bauernfamilien der Rat gegeben, bei Investitionen, die Amortisation und Wirtschaftlichkeit genau zu überlegen, um dem heutigen Preisdruck in der Landwirtschaft stand zu halten. Auf reges Interesse stiessen auch die Präsentationen der verschiedenen Gastorganisationen wie Agridea Lindau, Agro Treuhand Thurgau, Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg und anderen mehr.

Photovoltaikanlagen besser nutzen
Grosses Interesse herrschte für die thermische Nutzung von In-Dach-Photovoltaikanlagen. Ludo Van Caenegem und Renate Dörfler informierten über die bessere Nutzung von Solarenergie durch den Einbau von Photovoltaikanlagen in die Dachhaut. Laut Van Caenegem werden heute lediglich 10 bis 15 Prozent der Sonnenenergie auf dem Panel in Strom umgewandelt, der Rest wird hingegen konvektiv als Wärme an die Umgebung abgegeben oder abgestrahlt. An einer Pilotanlage der Forschungsanstalt ART Tänikon wurde untersucht, wie viel Wärme Solarmodulen in Abhängigkeit verschiedener Parameter wie Luftrate und Luftgeschwindigkeit im Kollektor, Windgeschwindigkeit sowie Globalstrahlung entzogen werden kann. Die Forschung ergab, dass die Wärme, welche durch die Solarpanels entsteht, am besten zu Trocknungszwecken wie beispielsweise für Heu oder Holzschnitzel genutzt werden kann.

Mario Tosato



Ludo Van Caenegem und Renate Dörfler
stellen die Forschung über die Photovoltaikanlagen
vor. (tos)
Ludo Van Caenegem und Renate Dörfler stellen die Forschung über die Photovoltaikanlagen vor. (tos)

Modernste Techniken waren zu sehen.
(tos)
Modernste Techniken waren zu sehen. (tos)