Ausgabe Nummer 11 (2005)
«Der Blaue Wiesensalbei» Qualität ökologischer Landwirtschaftsflächen gezielt fördern
| 2. Förderpreis für ökologische Ausgleichsflächen Anmeldefrist ist Freitag, 15. April 2005 | |||||||||
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«Der Blaue Wiesensalbei» Qualität ökologischer Landwirtschaftsflächen gezielt fördern
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| Mit dem Förderpreis «Der Blaue Wiesensalbei» machen sich Naturschützer und Vertreter aus der Landwirtschaft gemeinsam stark für die Artenvielfalt und die Vernetzung wertvoller Naturflächen in der Thurgauer Kulturlandschaft. Durchgeführt wird das Förderprojekt von der Gemeinsamen Kommission Thurgauer Bauernverband/ProNatura Thurgau/Thurgauer Vogelschutz. Teilnahmeberechtigt sind alle Thurgauer Landwirtschaftsbetriebe, die ökologische Ausgleichsflächen bewirtschaften. |
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| Das Förderprojekt verfolgt zwei Ziele: Die Thurgauer Landwirte für die Bewirtschaftung qualitativ hochwertiger ökologischer Ausgleichsflächen zu sensibilisieren und die Thurgauer Bevölkerung über den Wert und die Ergebnisse dieser Dienstleistung zu informieren. Über das gemeinsame Projekt, den Förderpreis «Der Blaue Wiesensalbei», sprachen letzten Freitag an der Pressekonferenz in Weinfelden drei Vertreter der Gemeinsamen Kommission: Benno Schildknecht, Vorstand Thurgauer Bauernverband, Mathis Müller, Kopräsident Thurgauer Vogelschutz, und Markus Bürgisser, Geschäftsführer ProNatura Thurgau. Unterschiedliche Ausgangslagen Ökologische Ausgleichsflächen können sehr unterschiedliche Qualität aufweisen. Das liegt an der topografischen Lage oder an der Region, in der sich der Betrieb befindet. Die Qualitätsunterschiede können aber auch strukturelle Ursachen haben: Einem grossen Betrieb wird es leichter fallen, grosszügig ökologische Ausgleichsflächen zu bewirtschaften, als einem kleinen. Bei kleinen Betrieben wirkt sich die Reduktion der Produktionsfläche in der Regel stärker auf den Ernteertrag aus als in grösseren Betrieben. Die verschiedenen Landwirtschaftsbetriebe verfügen also nicht alle über die gleiche Ausgangslage. Aber diese topografischen und strukturellen Unterschiede werden von der Jury berücksichtigt. Sie setzt sich aus den drei Interessensvertretern Thurgauer Bauernverband, ProNatura Thurgau und dem Thurgauer Vogelschutz zusammen und wird diesen Sommer, von Juni bis Juli 2005, alle Landwirtschaftsbetriebe besuchen, welche aufgrund ihrer schriftlichen Anmeldung für eine Prämierung in Frage kommen. Nachhaltigkeit Beurteilt wird nicht nur, was bereits sichtbar ist, sondern auch, wie nachhaltig ein Landwirt die Ausgleichsflächen bewirtschaftet. Zwar sind für den Vogelschutz ältere Hochstammkulturen äusserst wertvoll. Beurteilt wird aber nicht nur dieser «Ist-Zustand». Nachhaltigkeit bei Hochstammobstbäumen bedeutet vor allem, dass die Bestände gut gepflegt und auch neue, junge Bäume angepflanzt werden, sodass die Kultur auch in zehn oder zwanzig Jahren noch Bestand hat. Ein wichtiger Aspekt ist neben der Förderung der Artenvielfalt die Vernetzung der ökologischen Anbauflächen. Die Flächen liegen wie «Natur-Inseln» im landwirtschaftlichen Kulturland. Tiere und Pflanzen müssen die Möglichkeit haben, sich von einer «Insel» zur nächsten zu bewegen oder verbreiten zu können. Die gute Vernetzung ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für ökologische Ausgleichsflächen. «Der Blaue Wiesensalbei» Indikator für gute Magerwiese Pate für den Namen des Förderpreises steht der Wiesensalbei (Salvia patensis). Der blau-violett blühende Wiesensalbei kommt im ganzen Kanton vor. Er wächst aber nur dort, wo optimale Bedingungen für Magerwiesen herrschen, das macht ihn zum Indikator für eine gute Magerwiese. Es ist aber keine Teilnahmebedingung, dass auf der ökologischen Ausgleichsfläche Wiesensalbei wächst, denn er kommt im Thurgau nicht überall gleich häufig vor. Hohe Qualität ökologischer Ausgleichsflächen Als der Förderpreis «Der Blaue Wiesensalbei» vor fünf Jahren zum ersten Mal vergeben wurde, hatten sich etwa zwanzig Thurgauer Betriebe angemeldet. Die Jury konnte alle Landwirtschaftsbetriebe und ihre ökologischen Ausgleichsflächen begutachten. Viele Bauern setzen sich mit Begeisterung für diese «Natur-Inseln» auf ihrem Betrieb ein. Die Jury traf bei allen teilnehmenden Betrieben auf eine erfreulich hohe Qualität der Ausgleichsflächen. Die Betriebe, welchen 2000 der Förderpreis verliehen wurde, sind dieses Jahr von der Teilnahme ausgenommen. Kathrin Bäurle |
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| Teilnahmebedingungen und Anmeldetalon (pdf) | |||||||||
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