Ausgabe Nummer 49 (2005)

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«Die kleine feine Bio-Rindviehauktion»

4. Bio-Rindviehauktion in Herisau gut besucht

«Die kleine feine Bio-Rindviehauktion»

Auktionator Andreas Aebi gelang es in kurzer Zeit, zum zweiten Mal in der Ostschweiz alle aufgeführten Tiere zu verkaufen.


Alle 22 aufgeführten Tiere konnten
verkauft werden. (tos)

Vor rund fünf Jahren organisierte Armin Raschle, Mogelsberg, die Bio-Rindviehauktion zum ersten Mal im Rahmen seiner Diplomarbeit. Heute organisiert er die Auktion zusammen mit Max Roth. Das Projekt hat sich mittlerweile zum richtigen Familienunternehmen entwickelt. Raschles Frau Marlies liess es sich nicht nehmen, nur eine Woche nach der Geburt ihres Kindes Lorena, in der Markthalle Herisau wie gewohnt die Büroarbeiten zu verrichten. Auffallend ist auch, dass sich in dieser kurzen Zeit eine grosse Stammkundschaft gebildet hat. So meinte denn ein Appenzeller Bauer, hier finden wir für unsere Berggebiete die richtigen Tiere. Zudem lobte er die gute Qualität. Allfällige Reklamationen werden nach seiner Meinung kulant behandelt. Ein anderer Bauer schätze die Stimmung an der Auktion. Nach der Auktion trifft man sich in der Festwirtschaft und pflegt den Gedankenaustausch und die Kameradschaft. Gerade in der heutigen Zeit, wo es die Bauern schwer haben, sei dies besonders wichtig.

Gute Durchschnittspreise

Einmal mehr wies sich Gantrufer Andreas Aebi aus Alchenstorf als gewiefter Fachmann aus. Mit Kennerblick machte er auf die Vorteile der Tiere aufmerksam. So sprach er von guten oberen Linien, Milchgehalt, guten Inhaltsstoffen, starken Formaten und guten Fundamenten. Den höchsten Tagespreis erzielte Christel (Vater: Carlo) mit 4300 Franken aus dem Stall von Hermann Bischof, Stein AR. Alle 22 aufgeführten Tiere konnten verkauft werden. Bei den drei Jungtieren und Kälbern lag der Durchschnittspreis bei 1600 Franken. Für die 15 trächtigen Rinder und Kühe wurde im Durchschnitt 3123 Franken bezahlt. Die beiden Muneli erzielten einen Durchschnittspreis von 1550 Franken.

Herisau ist eine Reise wert

Nach der Auktion sprach Aebi von einer kleinen, aber feinen Bio-Rindviehauktion. Er reise immer wieder gerne vom Bernbiet nach Herisau. Zum einen stimme die Qualität, und zum anderen sei es die einmalige Ambiance, die ihn fasziniere. Aebi freute sich natürlich, dass es ihm nach der Fleckviehauktion von Frauenfeld ein weiteres Mal in der Ostschweiz gelang, alle aufgeführten Tiere zu verkaufen.

Mario Tosato