«Hopfen und Malz Gott erhalts»
Ausgabe Nummer 36 (2003)
«Hopfen und Malz Gott erhalts»
| Erste Ernte aus neuer Hopfenanlage in der Kartause Ittingen | |||||||||
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| Erstmals konnte am vergangenen Freitag in dem im Jahr 2001 gepflanzten Hopfengarten der Kartause Ittingen im Beisein prominenter Persönlichkeiten Hopfen geerntet werden. | |||||||||
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| Der Start zur diesjährigen Hopfenernte in der Kartause Ittingen war diesmal ein Besonderer, konnte doch erstmals in der 2001 angepflanzten, rund 1,6 Hektaren grossen Hopfenanalge geerntet werden. Grund genug, eine alte Tradition aufleben zu lassen und prominente Persönlichkeiten und Gäste zum Hopfenfest einzuladen. Bevor das Fest stieg, galt es aber den Hopfen zu ernten. Dabei konnte man dem Winterthurer Stadtpräsidenten Ernst Wohlwend, Ständerat Hermann Bürgi, Präsident der Stiftung Kartause Ittingen, Walter Meier, Direktor FAT Tänikon, Alt-Regierungsrat Felix Rosenberg, erster Präsident der Stiftung Kartause Ittingen, bei der Handarbeit zusehen. Laut Heinz Scheidegger, Leiter des Gutsbetriebes der Kartause, werden die rund sieben Meter langen Hopfenranken maschinell geerntet. Bei der Hopfenlese ist ausschliesslich Handarbeit angesagt. Eine Kartäuserspezialität Für die Kartause Ittingen sei die Inbetriebnahme der neuen Hopfenanlage ein wichtiger Schritt, stellte Hermann Bürgi fest. Er dankte den Vertretern von Heineken Switzerland für die langjährigen Abnahmeverträge. So könne die Besonderheit der Kartause Ittingen mit vielen einzigartigen Spezialitäten wie dem Schweizer Amberbier Original Ittinger Klosterbräu, Wein, Käse, Kräuter, Birnbrot, Klostercake und vieles andere mehr, weiter geführt werden. Regionale Biere Boudewjin van Rompu, CEO von Heineken Switzerland, meinte wörtlich: «Dieser Hopfengarten ist ein weiteres Bekenntnis unserer Unternehmung zur Schweiz und unterstreicht unsere Philosophie die regionale Vielfalt der Biere zu erhalten.» Heineken Switzerland ist eine Tochtergesellschaft der in mehr als 180 Ländern präsenten Heineken-Gruppe. Im Jahr 2002 verkaufte die Gruppe, welche die Nummer eins in Europa ist, insgesamt 108,9 Millionen Hektoliter Bier. Im Anschluss an die Hopfenernte traf sich die Gesellschaft zu einem Biermahl mit Blattsalat mit Bierdressing, geschmorter Schweinshaxen mit Klosterbräujus und Ittinger Beerenkompott mit Biersorbet. Selbstverständlich durfte das Ittinger Klosterbräu dabei nicht fehlen. Der Pflückerlohn der Gäste wurde in Naturalien ausbezahlt. So durfte jeder Pflücker Ittinger Klosterbräu und Bierpralinen mit nach Hause nehmen. Erfolgsstory Ittinger Klosterbräu Im Jahre 1982 wurde Ittinger Klosterbräu in der Actienbrauerei Frauenfeld erstmals gebraut. Ab 1996 wurde das beliebte Bier im Auftrag der Actienbrauerei (in deren Besitz sich der Markennamen immer noch befindet) in der Brauerei Haldengut, Winterthur, und heute in den Calanda Haldengut Brauereien AG in Chur nach dem Originalrezept von Martin Wartmann, Besitzer der Actienbrauerei, gebraut. Nach seinen Angaben werden pro Jahr rund fünf Millionen Portionen (eine Portion = zwei bis drei Deziliter) in der ganzen Deutschschweiz getrunken. Im kommenden Braujahr werden rund 80 Prozent Hopfen für das Original Ittinger Klosterbräu aus Ittingen selbst stammen. 20 Prozent werden wie bisher in Stammheim dazugekauft. Im nächsten Jahr werden rund drei Tonnen Hopfen erwartet. Damit kann der Bedarf aus eigenem Hopfen gedeckt werden. Das Original Ittinger Klosterbräu zählt zu den Swiss-Premium Bieren. Der Marktanteil von Ittinger Klosterbräu im Swiss-Premium Bereich (400 000 Hektoliter) beträgt etwas über fünf Prozent. In den letzten Jahren konnte jeweils ein Wachstum von acht bis zehn Prozent verzeichnet werden. Mario Tosato |
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