Ausgabe Nummer 6 (2005)
«Wissen gibt Sicherheit»
| Praktische Erfahrung mit dem Frauenpower-Kurs |
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«Wissen gibt Sicherheit»
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| Frau Monika Hagen aus Wilen bei Neunforn hat zusammen mit anderen Frauen im Frühling 2004 zwei Frauenpower-Kurse besucht. Im nachfolgenden Interview berichtet sie von ihren Erfahrungen und Eindrücken. |
| Jenifer van der Maas: Sie haben den Kurs «Kälberhaltung und Melken/Haltung der Milchkuh» besucht. Wieso? Monika Hagen: Den Kurs habe ich für mich selber gemacht. Mein Mann macht normalerweise den Stall. Seit wir vor zehn Jahren den Laufstall gebaut haben, springe ich ein, wenn er zum Beispiel die Reben spritzt. Seit wir einen Laufstall haben, melke ich, sodass ich schon Erfahrung mit dem Melken habe. So möchte ich wissen, wie man heute genau Melken soll und wie ich die Eutergesundheit erhalten kann. Zudem erhalte ich im Kurs immer wieder neue Impulse. Jenifer van der Maas: Was ist Ihre Rolle auf dem Betrieb? Monika Hagen: Ich arbeite im Haushalt, im Garten und betreue die Kinder. Aber auch auf dem Betrieb helfe ich überall mit, zum Beispiel im Rebbau, bei der Kartoffelernte und im Stall. Zudem führe ich die Buchhaltung. Seit vier bis fünf Jahren ist die Kälberaufzucht meine Aufgabe. Jenifer van der Maas: Was waren Ihre Eindrücke und Erfahrungen der Kurse? Haben Sie zu Hause etwas umgesetzt? Monika Hagen: Früher hat man die Aufzuchtrinder einfach so nebenbei gemacht. Heute werden die Tiere intensiv aufgezogen. Das war ein richtiges Aha-Erlebnis. Unsere Rinder gehen weiterhin auf die Alp und sie kalben auch noch nicht mit 24 Monaten ab. Aber ich habe bewusst angefangen, den Kälbern schon sehr früh Kälberwürfeli vorzulegen, damit sie möglichst schnell mit Fressen beginnen. Seit wir letztes Jahr einige Probleme mit der Eutergesundheit hatten, begann bei uns beim Melken ein Umdenken; wir haben vieles umgestellt. So haben wir mit der Holzwolle aufgehört und verwenden jedes Mal ein frisches Feuchttüchlein zur Euter- und Zitzenreinigung. Im Kurs habe ich die Bestätigung erhalten, dass wir jetzt alles richtig machen. Ich fand beide Kurse sehr gut. Sie waren spannend, man konnte immer Fragen stellen, es waren auch alles kompetente Referenten vor Ort. Der Tierarzt im Kälberkurs war sehr gut. Es hat mir bestätigt, dass Tierärzte Wert darauf legen, dass die Landwirte gut über Krankheiten informiert sind und entsprechend reagieren können. Ich habe nach dem Kurs nochmals einiges in den Unterlagen nachgelesen. Sicher wären auch Kurse zu anderen Themen interessant, wie Buchhaltung, Hühner oder Schweine. Durch meine KV-Kenntnisse steht für mich Ersteres jedoch weniger im Vordergrund. Jenifer van der Maas: Frau Hagen, herzlichen Dank für das interessante Gespräch! |
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