Ausgabe Nummer 35 (2007)

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Laufstallstamm 2007

Guter Futterverzehr ? Grundlage für eine gute Gesundheit, Leistung und Wirtschaftlichkeit der Kühe

Bereits zum zehnten Mal bot sich interessierten Milchviehhaltern im Rahmen des von der Milchvieh-Spezialberatung des BBZ Arenenberg organisierten Laufstallstammes Gelegenheit zu Diskussion und Erfahrungsaustausch. Wiederum stand das Thema Fütterung im Mittelpunkt. Auf den Betrieben der Familie Louis Eisenegger, Bettwiesen, bei Willi Vogt, Güttingen, und Andreas und Stefan Wälchli, Oberneunforn, liessen sich dieses Jahr über 260 Teilnehmer über die Erkenntnisse bezüglich Futterverzehr informieren.

Tierseitige und futterseitige Faktoren ? Optimierung nötig
Viele Faktoren beeinflussen die Wirtschaftlichkeit der Milchviehhaltung. Egal wie gross die Kuh und egal, auf welchem Leistungsniveau, die Kuh soll viel Grundfutter fressen. Der Futterverzehr ist deshalb eine zentrale Grösse für die Gesundheit und die Leistung und für die Wirtschaftlichkeit der Milchviehhaltung. Die vor allem im Sommer häufig wechselnde Qualität des Grundfutters (Gehalte, Struktur usw.), die Schmackhaftigkeit, die Rationsgestaltung sowie äussere Einflüsse wie Temperatur und Niederschläge sind ein paar Stichworte. Zentrale Fragen: Wie viel Grundfutter fressen unsere Kühe überhaupt? Wie bringen wir unsere Kühe dazu, möglichst viel Grundfutter zu fressen?
Christof Baumgartner und Bernhard Kraft beleuchteten das Thema Futterverzehr von zwei Seiten: Christof Baumgartner zeigte die Einflussfaktoren und Auswirkungen aus Sicht der Kuh. Woran liegt es, wenn sie nicht so viel frisst, wie der Bauer annimmt? Er wies dabei insbesondere auf die Zusammenhänge mit Stoffwechselkrankheiten hin. Besondere Beachtung verdient die Erstmelkkuh, bei der es besonders wichtig ist, Stress zu vermeiden. Bernhard Kraft erläuterte den Einfluss des Grundfutters. Die Art des Futters, das Alter, die Zusammensetzung, die Konservierung und anderes mehr können zu erhebliche Unterschieden beim Verzehr führen. Dazu kommen Kostenüberlegungen. Um ein gutes Resultat zu erzielen, gilt es, tierseitig und futterseitig zu optimieren.

Arbeitskreise: Gemeinsam Lösungen erarbeiten
Kühe zu füttern, die 9000 kg und mehr pro Kuh und Jahr produzieren, funktioniert heute auf der ganzen Welt in der Regel nach dem gleichen Muster: Futtermischwagen, Silage und TMR sind die wichtigsten Mittel dazu. Doch wie können auf der Grundlage von Grünland ohne Silage hohe Milchleistungen erzielt werden? Diese Frage stellt sich vor allem in der Schweiz. Forschungsergebnisse dazu sind rar. Dieses Thema würde sich in idealer Weise für die Bearbeitung in einem
Vorschläge für Arbeitskreise:
  1. Ich will weiterhin eingrasen. Wie optimiere ich mein System? (= Hochleistungsstrategie im silofreien Gebiet).
  2. Ich will meine Siloballenwirtschaft mit der vorhandenen Infrastruktur optimieren (zuerst kurzfristig, dann längerfristig).
  3. Ich will auf dem Silobetrieb Hochleistungskühe füttern (Einstieg TMR).
  4. Ich will meine Milchproduktion mit hohem Weideanteil optimieren.
Interessenten melden sich bei BBZ Arenenberg, Milchvieh, Spezialberatung, Christof Baumgartner,Telefon 071 663 33 06; Markus Harder, Telefon 071 663 33 05 oder milchviehberatung@ tg.ch.

Arbeitskreis eignen. Im kleinen Kreis werden dabei auf dem Betrieb eines Teilnehmers Erfahrungen ausgetauscht und Lösungsansätze für Probleme diskutiert. Die fünf bis zehn Mitglieder des Arbeitskreises selbst legen innerhalb des Oberthemas die zu bearbeitenden Schwerpunkte fest. Sie bestimmen auch den Rhythmus der Zusammenkünfte. Je nach Bedarf ziehen sie externe Fachleute für den Input neuen Wissens oder für die Moderation bei. Die Arbeitskreise haben sich auch im Thurgau bewährt und könnten noch mehr genutzt werden.

Kontakte pflegen
In der von den Betrieben eingerichteten «Hofbeiz» nutzten die Teilnehmer anschliessend ausgiebig die Gelegenheit, das Gehörte zu diskutieren, zu vertiefen oder mit den anwesenden Beratungskräften und Kollegen Erfahrungen auszutauschen.

BBZ Arenenberg, Milchvieh, Spezialberatung, Markus Harder


Laufstallstamm 2008:
Sie haben ein Thema, das Ihnen schon lange unter den Nägeln brennt? Sie möchten nächstes Jahr Ihre Kollegen zum Laufstallstamm auf Ihrem Betrieb begrüssen? Rufen Sie uns an oder mailen Sie uns: Markus Harder,Telefon 071 663 33 05 oder milchviehberatung@tg.ch


Aufmerksame Zuhörer: Wovon hängt der Futterverzehr der Kühe ab? (zVg)
Aufmerksame Zuhörer: Wovon hängt der Futterverzehr der Kühe ab? (zVg)