Ausgabe Nummer 48 (2007)
Lebensleistung über 300 000 kg Milch
Drei Holsteinkühe, die im Stall von Markus und Lotti Vogel aus Kesswil stehen, haben
eine Lebensleistung von zusammen über 300 000 Kilogramm Milch.
Mit berechtigtem Stolz nehmen Markus und Lotti Vogel aus Kesswil mit ihren sechs Kindern die drei Hosteinkühe aus dem Stall, die eine Lebensleistung von zusammen über 300 000 Kilogramm Milch ausweisen. Myra (Vater: ehemaliger Teststier Gibson) lieferte in zehn Laktationen bis am vergangenen Freitag 126 503 Kilo Milch. Bei Karolin (Natrusprung Connjet) wurden in zwölf Laktationen 107 133 Kilo Milch und bei Perla (Futuna Star) in sieben Laktationen 84 747 Kilogramm Milch gemessen. Mit Stolz erzählt Markus Vogel, der den väterlichen Betrieb im Jahr 1993 übernommen hat, dass der Stalldurchschnitt der rund 40 Kühe bei über 10 000 Kilogramm Milch liege.
Stalldurchschnitt von über 10 000 Kilo Milch
Schon als Knabe habe ihn die Milchviehzucht fasziniert. «Als mein Vater in den 70er-Jahren vom Braunvieh auf Holsteinkühe umstellte, hatte er es gar nicht einfach. Er wurde sogar angefeindet. Noch heute gibt es Berufskollegen im Oberthurgau, die bei Holsteinkühen die Nase rümpfen», sagt Vogel. Er kann das gar nicht verstehen, denn nach seiner Meinung sind Holsteinkühe die Ferraris unter den Kühen. Um einen Stalldurchschnitt von über 10 000 Kilogramm Milch zu erzielen, müssten aber viele Faktoren stimmen. So brauche es das richtige Futter, genügend Luft, gute Strohunterlagen, einwandfreie Hygiene und eine aufmerksame Pflege der Kühe. Positiv auf die Milchleistung habe sich die Inbetriebnahme des neuen Laufstalls im Jahr 2004 ausgewirkt. «Die Kühe blühten richtig auf.» Zur erfolgreichen Nutztierhaltung sei auch die Tierbeobachtung und das Stallmanagement von grosser Bedeutung.
Die meisten Tiere aus eigener Zucht
Der 43-jährige Landwirt weist darauf hin, dass fast alle Kühe in seinem Stall aus der eigenen Zucht stammen. Beim Kauf der Genetik achte er auch auf eine gute Qualität. Davon hänge zu einem grossen Teil die Lebensdauer ab. Hin und wieder kaufe er zur Ergänzung seiner Herde auch eine fremde Kuh. Die Tiere werden bei der Familie Vogel im Schnitt rund sieben Jahre alt. Als grösster Risikofaktor nennt Vogel das Gebären der Kühe.Wenn die Kuh keinen starken Willen habe, werde sie die Geburt kaum überleben. Vogel nimmt mit seinen Kühen immer wieder an Ausstellungen teil. So holte er bei der Wega in Weinfelden vom letzten Jahr mit seinen Holsteinkühen zwei dritte Ränge. Auch an der Ostschweizer Holstein/Red Holstein- Eliteschau in Wattwil von morgen Samstag werde er mit zwei Kühen teilnehmen.
Bessere Perspektiven für die Zukunft
Nach Aussagen von Markus und Lotti Vogel helfen die sechs Kinder auf dem Hof tatkräftig und mit Begeisterung mit. Der älteste Sohn werde den Beruf des Landwirts erlernen. Neben der Milchwirtschaft wird auf dem Familienbetrieb auch Mostobst produziert. Angesprochen auf die besseren Milchpreise entgegnet Vogel: «Das täuscht. Wir bekommen tatsächlich einen besseren Milchpreis, aber es schlägt auch alles auf wie Diesel, Soja, Versicherungen und anderes mehr.» Dennoch zeige die Milchwirtschaft für die Zukunft bessere Perspektiven. Vogel gehört der Oberthurgauer Holsteinzucht Genossenschaft an, wo er sich sehr wohl fühlt. Vor allem der Gedankenaustausch mit Berufskollegen sei für ihn sehr wertvoll, betont Vogel.
Mario Tosato
Mit berechtigtem Stolz nehmen Markus und Lotti Vogel aus Kesswil mit ihren sechs Kindern die drei Hosteinkühe aus dem Stall, die eine Lebensleistung von zusammen über 300 000 Kilogramm Milch ausweisen. Myra (Vater: ehemaliger Teststier Gibson) lieferte in zehn Laktationen bis am vergangenen Freitag 126 503 Kilo Milch. Bei Karolin (Natrusprung Connjet) wurden in zwölf Laktationen 107 133 Kilo Milch und bei Perla (Futuna Star) in sieben Laktationen 84 747 Kilogramm Milch gemessen. Mit Stolz erzählt Markus Vogel, der den väterlichen Betrieb im Jahr 1993 übernommen hat, dass der Stalldurchschnitt der rund 40 Kühe bei über 10 000 Kilogramm Milch liege.
Stalldurchschnitt von über 10 000 Kilo Milch
Schon als Knabe habe ihn die Milchviehzucht fasziniert. «Als mein Vater in den 70er-Jahren vom Braunvieh auf Holsteinkühe umstellte, hatte er es gar nicht einfach. Er wurde sogar angefeindet. Noch heute gibt es Berufskollegen im Oberthurgau, die bei Holsteinkühen die Nase rümpfen», sagt Vogel. Er kann das gar nicht verstehen, denn nach seiner Meinung sind Holsteinkühe die Ferraris unter den Kühen. Um einen Stalldurchschnitt von über 10 000 Kilogramm Milch zu erzielen, müssten aber viele Faktoren stimmen. So brauche es das richtige Futter, genügend Luft, gute Strohunterlagen, einwandfreie Hygiene und eine aufmerksame Pflege der Kühe. Positiv auf die Milchleistung habe sich die Inbetriebnahme des neuen Laufstalls im Jahr 2004 ausgewirkt. «Die Kühe blühten richtig auf.» Zur erfolgreichen Nutztierhaltung sei auch die Tierbeobachtung und das Stallmanagement von grosser Bedeutung.
Die meisten Tiere aus eigener Zucht
Der 43-jährige Landwirt weist darauf hin, dass fast alle Kühe in seinem Stall aus der eigenen Zucht stammen. Beim Kauf der Genetik achte er auch auf eine gute Qualität. Davon hänge zu einem grossen Teil die Lebensdauer ab. Hin und wieder kaufe er zur Ergänzung seiner Herde auch eine fremde Kuh. Die Tiere werden bei der Familie Vogel im Schnitt rund sieben Jahre alt. Als grösster Risikofaktor nennt Vogel das Gebären der Kühe.Wenn die Kuh keinen starken Willen habe, werde sie die Geburt kaum überleben. Vogel nimmt mit seinen Kühen immer wieder an Ausstellungen teil. So holte er bei der Wega in Weinfelden vom letzten Jahr mit seinen Holsteinkühen zwei dritte Ränge. Auch an der Ostschweizer Holstein/Red Holstein- Eliteschau in Wattwil von morgen Samstag werde er mit zwei Kühen teilnehmen.
Bessere Perspektiven für die Zukunft
Nach Aussagen von Markus und Lotti Vogel helfen die sechs Kinder auf dem Hof tatkräftig und mit Begeisterung mit. Der älteste Sohn werde den Beruf des Landwirts erlernen. Neben der Milchwirtschaft wird auf dem Familienbetrieb auch Mostobst produziert. Angesprochen auf die besseren Milchpreise entgegnet Vogel: «Das täuscht. Wir bekommen tatsächlich einen besseren Milchpreis, aber es schlägt auch alles auf wie Diesel, Soja, Versicherungen und anderes mehr.» Dennoch zeige die Milchwirtschaft für die Zukunft bessere Perspektiven. Vogel gehört der Oberthurgauer Holsteinzucht Genossenschaft an, wo er sich sehr wohl fühlt. Vor allem der Gedankenaustausch mit Berufskollegen sei für ihn sehr wertvoll, betont Vogel.
Mario Tosato

Mit berechtigtem Stolz präsentiert Familie Vogel die Myra, Karolin und Perla, die bis jetzt zusammen über 300 000 Kilo Milch lieferten. (tos)
