Ausgabe Nummer 20 (2004)
Letzte Gelegenheit für Fungizidanwendungen
| Feldbau: Schadpilze in Wintergerste |
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Letzte Gelegenheit für Fungizidanwendungen
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| Wintergerste Mit Beginn des Ährenschiebens ist der letzte Termin für eine Fungizidbehandlung in der Wintergerste erreicht. Späte Saaten beziehungsweise Lagen nochmals auf Krankheiten kontrollieren. Während Mehltau kaum mehr zunehmen wird (Altersresistenz), ist nach dem Regen der vergangenen Woche bei den Blattflecken (vor allem Netzflecken, etwas weniger Rhynchosporium-Blattflecken) noch mit einer Zunahme zu rechnen. Dabei können die Blattkrankheiten mit Abwehrreaktionen der Pflanzen auf Mehltau verwechselt werden. Die so genannten Teerflecken (2 bis 3 mm) sind im Vergleich zu Netz- und Rhynchosporium-Blattflecken gleichmässig dunkelbraun. Allgemein ist der Gesundheitszustand der Gerstenfelder jedoch gut. Winterweizen In den meisten Feldern sind noch sehr wenige Krankheiten vorhanden. Die Chancen für den Extenso-Anbau sind vorläufig (noch) gut. In den nächsten Tagen werden aber die zurzeit erst auf den untersten Blättern vorhandenen Septoria-Blattflecken auf den oberen Blattetagen sichtbar werden. Vereinzelt gibt es auch Felder mit starkem Mehltaubefall. Halmbasis wie Blätter sind von der Krankheit befallen. Neben Sortenunterschieden erhöht vor allem ein hohes Stickstoffangebot und entsprechendes Mikroklima (warm, hohe Luftfeuchtigkeit) die Anfälligkeit für Mehltau. Solche Einzelfälle sind zu behandeln, wenn über 30 bis 40 Prozent der obersten drei Blätter krank sind. Für normale Bestände liegt der optimale Einsatzzeitpunkt für Fungizide im Fahnenblattstadium. In diesem Stadium Krankheits- und Getreidehähnchenkontrolle durchführen. Getreidehähnchen Mit den steigenden Temperaturen haben diese Woche die Eiablagen der Getreidehähnchen wieder zugenommen. Erste Larven sind geschlüpft. Die Befallssituation ist je nach Sorte, Lage, Saattermin sehr unterschiedlich, jedoch zurzeit noch nicht gravierend. Die Schadenschwelle wird oft (noch) nicht erreicht. Besonders spät gesäter Winterweizen und Frühjahrssaaten können gefährdet sein. In jedem Fall muss die einzelne Parzelle im Stadium DC 37 bis 39 (Entfalten Fahnenblatt) kontrolliert werden. Im ÖLN ist für die Getreidehähnchenbekämpfung eine Sonderbewilligung nötig. Für Winterweizen-Herbstsaaten ab 20. Oktober 2003 und für Frühjahrssaaten (Sommergetreide) gilt bei Überschreiten der Schadenschwelle eine generelle Sonderbewilligung. Folgende Auflagen sind dabei zu erfüllen:
Für Saaten vor dem 20. Oktober muss nach wie vor eine individuelle Sonderbewilligung für jede Parzelle bei der unten stehenden Fachstelle eingeholt werden. Nach Auszählung der einzelnen Parzellen kann die Sonderbewilligung telefonisch beantragt werden. |
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